Wäschenbeuren, Rentamt (Bestand)
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Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, F 776
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg (Archivtektonik) >> Untere Verwaltungsbehörden 1806-um 1945 >> Herrschaftliche Ämter
1807-1859 (Va ab 1742)
Überlieferungsgeschichte
Die den Grafen von Thurn und Taxis und den den Freiherren von Freyberg-Eisenberg gehörige Herrschaft Wäschenbeuren wurde 1858 vom Königreich Württemberg aufgekauft. Der vorliegende Bestand enthält einige über das Kameralamt Lorch an das Staatsarchiv gelangte Akten.
Inhalt und Bewertung
Die Archivalien betreffen in erster Linie Besitzverhältnisse. Älteres Schriftgut der Herrschaft findet sich in Bestand B 142 a, Rechnungen des gemeinschaftlichen Rentamts Wäschenbeuren aus der Zeit vor 1858 in Bestand F 1/776.
Vorbemerkung: Die Herrschaft Wäschenbeuren gehörte bis 1806 zum Ritterkanton Kocher, kam dann als Standesherrschaft unter die Landeshoheit des Königs von Württemberg, der auch die Lehensherrschaft über die Träger der Herrschaft, die Grafen von Thurn und Taxis-Valsassina und die Freiherren von Freiberg-Eisenberg übernahm. Bis zum Jahre 1858, in dem der Staat die Gutsherrschaft aufkaufte, waren die Besitz- und Herrschaftsrechte aufgeteilt. Die Grundabgaben wurden vom herrschaftlichen Rentamt Wäschenbeuren verwaltet. Aus dieser Zeit stammen die vorliegenden Akten; sie sind beim herrschaftlichen Rentamt in Wäschenbeuren erwachsen und wurden nach 1858 an das zuständige Kameralamt Lorch abgegeben. Von dort kamen sie im Zuge der seit 1904 laufenden Ablieferungen der Kameralämter zusammen mit den übrigen Altakten des Kameralamts Lorch im Juni 1922 an das Finanzarchiv Ludwigsburg. Bei der Neuverzeichnung der Akten des Kameralamts Lorch im Jahre 1951 wurden sie herausgelöst und zum Bestand B 142a gezogen, der bis dahin nur aus älteren Rechnungen der Herrschaft aus der Zeit vor 1806 bestand. (Siehe eigenes Repertorium von Böhm, 1949.) Bei der Verzeichnung des Bestands durch den Unterzeichneten unter der Mitarbeit der Angestellten Frau Karin Schwarz wurde der Bestand in die Reihe der herrschaftlichen Ämter des 19. Jahrhunderts eingeordnet und erhielt die Signatur F 763a sowie die Bestandsbezeichnung: Wäschenbeuren, Rentamt; am 31.01.1995 erfolgte die Umsignierung in F 776. Er enthält Akten aus dem Zeitraum von 1806 - 1855 mit Vorakten (vor allem älteren Bestandsbriefen) seit 1742 im Umfang von 74 Büscheln auf 0,7 lfd. m. Das Personenregister besorgte Frau Archivinspektorin Dorothea Bader. Bernhard Theil
Die den Grafen von Thurn und Taxis und den den Freiherren von Freyberg-Eisenberg gehörige Herrschaft Wäschenbeuren wurde 1858 vom Königreich Württemberg aufgekauft. Der vorliegende Bestand enthält einige über das Kameralamt Lorch an das Staatsarchiv gelangte Akten.
Inhalt und Bewertung
Die Archivalien betreffen in erster Linie Besitzverhältnisse. Älteres Schriftgut der Herrschaft findet sich in Bestand B 142 a, Rechnungen des gemeinschaftlichen Rentamts Wäschenbeuren aus der Zeit vor 1858 in Bestand F 1/776.
Vorbemerkung: Die Herrschaft Wäschenbeuren gehörte bis 1806 zum Ritterkanton Kocher, kam dann als Standesherrschaft unter die Landeshoheit des Königs von Württemberg, der auch die Lehensherrschaft über die Träger der Herrschaft, die Grafen von Thurn und Taxis-Valsassina und die Freiherren von Freiberg-Eisenberg übernahm. Bis zum Jahre 1858, in dem der Staat die Gutsherrschaft aufkaufte, waren die Besitz- und Herrschaftsrechte aufgeteilt. Die Grundabgaben wurden vom herrschaftlichen Rentamt Wäschenbeuren verwaltet. Aus dieser Zeit stammen die vorliegenden Akten; sie sind beim herrschaftlichen Rentamt in Wäschenbeuren erwachsen und wurden nach 1858 an das zuständige Kameralamt Lorch abgegeben. Von dort kamen sie im Zuge der seit 1904 laufenden Ablieferungen der Kameralämter zusammen mit den übrigen Altakten des Kameralamts Lorch im Juni 1922 an das Finanzarchiv Ludwigsburg. Bei der Neuverzeichnung der Akten des Kameralamts Lorch im Jahre 1951 wurden sie herausgelöst und zum Bestand B 142a gezogen, der bis dahin nur aus älteren Rechnungen der Herrschaft aus der Zeit vor 1806 bestand. (Siehe eigenes Repertorium von Böhm, 1949.) Bei der Verzeichnung des Bestands durch den Unterzeichneten unter der Mitarbeit der Angestellten Frau Karin Schwarz wurde der Bestand in die Reihe der herrschaftlichen Ämter des 19. Jahrhunderts eingeordnet und erhielt die Signatur F 763a sowie die Bestandsbezeichnung: Wäschenbeuren, Rentamt; am 31.01.1995 erfolgte die Umsignierung in F 776. Er enthält Akten aus dem Zeitraum von 1806 - 1855 mit Vorakten (vor allem älteren Bestandsbriefen) seit 1742 im Umfang von 74 Büscheln auf 0,7 lfd. m. Das Personenregister besorgte Frau Archivinspektorin Dorothea Bader. Bernhard Theil
74 Büschel (0,5 lfd. m)
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:40 MEZ