Schlägerei zwischen Georg Stengel von Hirschbach und Leonhard Schramm von Vorra in der Hammermühle zu Hirschbach
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E 49/II Nr. 1980
E 49/II Holzschuher/Akten und Rechnungen
Holzschuher/Akten und Rechnungen
20.12.1763
Enthält:
1763 Dezember 20: Protokoll, Artelshofen.
Am vergangenen Samstag war es beim Hammermüller Johann Conrad Hörmann in Hirschbach zu einer Auseinandersetzung zwischen Georg Stengel, Untertan des Klosters Michelfeld und Müller auf der Obern Mühl zu Hirschbach, und Leonhard Schramm, Metzgermeister von Vorra, gekommen. Die beiden gerieten in Streit wegen eines nicht vollzogenen Kaufs einer Geiß, sowie wegen eines zunächst getätigten, dann aber widerrufenen Kaufs von Hühnern. Beide hatten bei Hörmann Branntwein getrunken, wurden zunächst durch Hörmann getrennt, fielen aber doch wieder übereinander her, wobei beide Verletzungen davontrugen. Anwesend war u.a der Schulmeister (Johann Jakob Wolf), der schließlich drei Mann aus der Mühle holte, die die Kontrahenten bis zum nächsten Morgen festhielten. Inzwischen gelang es, die Streitenden zu versöhnen, indem Stengel zusagte, Schramm für seine erlittenen Schläge 1 Viertel Korn zu zahlen. Der herbeigeholte Schulmeister fixierte die Einigung schriftlich.
Nachtrag:
Wegen dieses Vorfalls bat man sowohl in Vorra als auch in Michelfeld um Stallung der Beiden. Stengel erschien und wurde bestraft, während Schramm aufgrund des Nürnbergischen Addit(onaldekrets von 1672) nicht erschien.
Dabei:
Undatiert: Stallungsgesuch (Konzept) des (Verwalters) G(eorg) D(ietrich) H(agendorn) wegen Stengels, adressiert an Jacob Joseph Bayrer, J. U. Lic., Hofrichter des Klosters Michelfeld.
1763 Dezember 20: Protokoll, Artelshofen.
Am vergangenen Samstag war es beim Hammermüller Johann Conrad Hörmann in Hirschbach zu einer Auseinandersetzung zwischen Georg Stengel, Untertan des Klosters Michelfeld und Müller auf der Obern Mühl zu Hirschbach, und Leonhard Schramm, Metzgermeister von Vorra, gekommen. Die beiden gerieten in Streit wegen eines nicht vollzogenen Kaufs einer Geiß, sowie wegen eines zunächst getätigten, dann aber widerrufenen Kaufs von Hühnern. Beide hatten bei Hörmann Branntwein getrunken, wurden zunächst durch Hörmann getrennt, fielen aber doch wieder übereinander her, wobei beide Verletzungen davontrugen. Anwesend war u.a der Schulmeister (Johann Jakob Wolf), der schließlich drei Mann aus der Mühle holte, die die Kontrahenten bis zum nächsten Morgen festhielten. Inzwischen gelang es, die Streitenden zu versöhnen, indem Stengel zusagte, Schramm für seine erlittenen Schläge 1 Viertel Korn zu zahlen. Der herbeigeholte Schulmeister fixierte die Einigung schriftlich.
Nachtrag:
Wegen dieses Vorfalls bat man sowohl in Vorra als auch in Michelfeld um Stallung der Beiden. Stengel erschien und wurde bestraft, während Schramm aufgrund des Nürnbergischen Addit(onaldekrets von 1672) nicht erschien.
Dabei:
Undatiert: Stallungsgesuch (Konzept) des (Verwalters) G(eorg) D(ietrich) H(agendorn) wegen Stengels, adressiert an Jacob Joseph Bayrer, J. U. Lic., Hofrichter des Klosters Michelfeld.
Archivale
Indexbegriff Person: Bayrer, Jakob Josef
Indexbegriff Person: Hagendorn, Georg Dietrich
Indexbegriff Person: Hörmann, Johann Konrad
Indexbegriff Person: Schramm, Leonhard
Indexbegriff Person: Stengel, Georg
Indexbegriff Person: Wolf, Johann Jakob
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Vogteiliche Rechte
Indexbegriff Person: Hagendorn, Georg Dietrich
Indexbegriff Person: Hörmann, Johann Konrad
Indexbegriff Person: Schramm, Leonhard
Indexbegriff Person: Stengel, Georg
Indexbegriff Person: Wolf, Johann Jakob
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Vogteiliche Rechte
Artelshofen
Hirschbach, Hammermühle
Hirschbach, Obermühle
Michelfeld, Kloster
Vorra
Protokoll
Müller, Hirschbach
Untertan
Metzgermeister, Vorra
Streit
Kaufverhandlung
Geiß
Hühner
Kauf widerrufen
Branntwein
Schlägerei
Körperverletzung
Verhaftung
Schulmeister, Hirschbach
Einigung
Stallungsgesuch
Additionaldekret 1672
Lizentiat jur. utr.
Hofrichter, Kloster Michelfeld
Verwalter Artelshofen
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.06.2025, 13:00 MESZ