Berthold von Rosheim, Meister, und der Rat zu Straßburg urteilen in der Klagsache ihres Mitbürgers, Herrn Johans von Kagenecke, Ritters, des Hofmeisters, gegen ihren Mitbürger Ulman Boeckelin, der in des Klägers Lehen von Bischof Wilhelm von Straßburg, dem Dorf Lúpoltzheim (Lupolsheim), zwei Leute gefangen habe. Der Beklagte erklärt, er habe jährliche Einkünfte von 15 V Roggengeldes aus besagtem Dorf, die als Lehen von der Landgrafschaft in Elsass bereits im Besitz seiner Vorfahren und zuletzt seines +Vaters und seines +Bruders gewesen seien und welche sein Vater seiner ebenfalls +Mutter für 24 M. S. verwidmet habe, worüber eine Urkunde mit dem landgräflichen Siegel vorliege. Diesen Zins hätten ihm die Zinser in letzter Zeit nicht mehr entrichtet, weshalb er sie angegriffen habe. Kageneck wendet ein, besagtes Lehen sei ein Burglehen nach Geistpoltzheim (Geispolsheim), Mannlehen des Straßburger Bischofs, der deshalb zuständig sei. Die Aussteller urteilen, der Beklagte solle die beiden Leute freilassen und nachweisen, welchen Status das Lehen habe, was derselbe auch getan hat, woraufhin ihm die Erlaubnis erteilt wird, wegen der versessenen Zinse zu klagen.
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Berthold von Rosheim, Meister, und der Rat zu Straßburg urteilen in der Klagsache ihres Mitbürgers, Herrn Johans von Kagenecke, Ritters, des Hofmeisters, gegen ihren Mitbürger Ulman Boeckelin, der in des Klägers Lehen von Bischof Wilhelm von Straßburg, dem Dorf Lúpoltzheim (Lupolsheim), zwei Leute gefangen habe. Der Beklagte erklärt, er habe jährliche Einkünfte von 15 V Roggengeldes aus besagtem Dorf, die als Lehen von der Landgrafschaft in Elsass bereits im Besitz seiner Vorfahren und zuletzt seines +Vaters und seines +Bruders gewesen seien und welche sein Vater seiner ebenfalls +Mutter für 24 M. S. verwidmet habe, worüber eine Urkunde mit dem landgräflichen Siegel vorliege. Diesen Zins hätten ihm die Zinser in letzter Zeit nicht mehr entrichtet, weshalb er sie angegriffen habe. Kageneck wendet ein, besagtes Lehen sei ein Burglehen nach Geistpoltzheim (Geispolsheim), Mannlehen des Straßburger Bischofs, der deshalb zuständig sei. Die Aussteller urteilen, der Beklagte solle die beiden Leute freilassen und nachweisen, welchen Status das Lehen habe, was derselbe auch getan hat, woraufhin ihm die Erlaubnis erteilt wird, wegen der versessenen Zinse zu klagen.
Abt. Staatsarchiv Freiburg, U 101/2 Nr. 91
Reg.: Schwarz Nr. 73
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Freiburg, U 101/2 Archiv der Freiherren Boecklin von Boecklinsau: Urkunden
Archiv der Freiherren Boecklin von Boecklinsau: Urkunden >> Urkunden
1407 Dezember 9 (1407, Dezember 9 (Freitag nach St. Nikolaus Tag))
Urkunden
Aussteller: Berthold von Rosheim, Meister, und der Rat zu Straßburg
Zeugen: Herr Reimbolt Hüffelin, Herr Heinrich von Mülnheim gen. von Landesberg, Herr Johans Rudolf von Endingen und Berthold von Rosheim, alle vier Meister, Herr g Johans Heilman der Ammannmeister, Herr Johans Zorn gen .von Eckerich, Herr g Gosse Burggrafe, Herr Johans Mansse, Walter von Mülnheim, Claus Friderich, Claus von Mülnheim, Wilhelms Sohn, Ulrich Bock d. J., Johans Clobeloch, Langhans sel. Sohn, Johans Berlin, Johans Rihter gen. Dutscheman, Hug von Cuenheim, Clein Ulrich Bock, Hug Ripelin, Johans Rebestock, Wernlin Sturm, Claus von Heilgenstein, Johans Ingelbreht, Johans Elnhart, Walter Buman, Johans von Wege, Hesse von Gedertheim, Johans Mursel, von den Krämern Herr Rüllin Barpfennig, von den Brotbecken Jocop Geistpoltzheim, von den Metzgern Wilhelm von Berse, von den Tuchern Obreht Armbroster, von den Küfern Johans Byderman, von den Gerbern Fritsche Wißgerwer, von den Winlüten Jocop Sygel, von den Maurern Erhart Kindelin, von den Schmieden Eberlin Stegeman der Glockengießer, von den Schneidern Johans von Felß, von den Schiffleuten Herr Peter Sirnner, von den Kürsnern Johans Westerman, von den Zimmerleuten der lange Obreht, von den Weinrufern und Weinmessern Contze Mergwilr, von den Schuhmachern Johans Pfowe, von den Goldschmieden und Schiltern Johans Waltenheim, von den Kornleuten Andres Rynowe, von den Gärtnern Martin Hans, von den Fischern Hans Würfel, von den Scherern und Badern Johans Pfennigman, von den Salzmuttern Fritscheman zum Horne, von den Webern Heintze Messinger, von den Winstichern und Underkäufern Berthold Dolde, von den Wagnern, Kystenern und Drechslern Johans Wigant gen. Mentzer, von den Grempern, Seilern und Obesern Lauweler Hunrer, von den Faßziehern Contze Stahel, von den Schiffzimmerleuten Johans Elye, von den Oleileuten, Müllern und Tuchscherern Claus Grole der Oleyman de Rot.
Siegler: Stadt Straßburg
Überlieferungsart: Ausfertigung
Zeugen: Herr Reimbolt Hüffelin, Herr Heinrich von Mülnheim gen. von Landesberg, Herr Johans Rudolf von Endingen und Berthold von Rosheim, alle vier Meister, Herr g Johans Heilman der Ammannmeister, Herr Johans Zorn gen .von Eckerich, Herr g Gosse Burggrafe, Herr Johans Mansse, Walter von Mülnheim, Claus Friderich, Claus von Mülnheim, Wilhelms Sohn, Ulrich Bock d. J., Johans Clobeloch, Langhans sel. Sohn, Johans Berlin, Johans Rihter gen. Dutscheman, Hug von Cuenheim, Clein Ulrich Bock, Hug Ripelin, Johans Rebestock, Wernlin Sturm, Claus von Heilgenstein, Johans Ingelbreht, Johans Elnhart, Walter Buman, Johans von Wege, Hesse von Gedertheim, Johans Mursel, von den Krämern Herr Rüllin Barpfennig, von den Brotbecken Jocop Geistpoltzheim, von den Metzgern Wilhelm von Berse, von den Tuchern Obreht Armbroster, von den Küfern Johans Byderman, von den Gerbern Fritsche Wißgerwer, von den Winlüten Jocop Sygel, von den Maurern Erhart Kindelin, von den Schmieden Eberlin Stegeman der Glockengießer, von den Schneidern Johans von Felß, von den Schiffleuten Herr Peter Sirnner, von den Kürsnern Johans Westerman, von den Zimmerleuten der lange Obreht, von den Weinrufern und Weinmessern Contze Mergwilr, von den Schuhmachern Johans Pfowe, von den Goldschmieden und Schiltern Johans Waltenheim, von den Kornleuten Andres Rynowe, von den Gärtnern Martin Hans, von den Fischern Hans Würfel, von den Scherern und Badern Johans Pfennigman, von den Salzmuttern Fritscheman zum Horne, von den Webern Heintze Messinger, von den Winstichern und Underkäufern Berthold Dolde, von den Wagnern, Kystenern und Drechslern Johans Wigant gen. Mentzer, von den Grempern, Seilern und Obesern Lauweler Hunrer, von den Faßziehern Contze Stahel, von den Schiffzimmerleuten Johans Elye, von den Oleileuten, Müllern und Tuchscherern Claus Grole der Oleyman de Rot.
Siegler: Stadt Straßburg
Überlieferungsart: Ausfertigung
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
27.11.2025, 15:37 MEZ