Rückkauf des Zehnten zu Caßdorf durch Heinrich von Uttershausen
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Urk. 18, 136
Urk. 18, Urk. A II Kl. Cappel 1272 Mai 1
Urk. 18 Kloster Spieskappel - [ehemals: A II]
Kloster Spieskappel - [ehemals: A II] >> 1270-1279
Homberg, 1272 Mai 3
Ausf. Perg. - DreieckSg. der Stadt Homberg abh., Abb. Küch: Siegel (wie Nr.5) S.281 Nr.7
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Acta sunt hec in Hoenberg anno domini suprascripto [1272] in domo et presentia Wasmudi Domicelle feria tertia ante prandium
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Konrad Schultheiß und die Bürger zu Homberg (Hoenberg) bekunden, daß Ritter Heinrich von Uttershausen vor einigen Jahren seinen halben Zehnten in Caßdorf (Kastdorf) verkaufte, um den anderen in Homberg verpfändeten Teil seines Bruders Meinrich zurückzukaufen, den dieser nicht einlösen konnte. Er übergab ihn dem Bruder Gerlach als Verwalter (prouisori) des Stifts Cappel für 30 mr. in der Erwartung (expectatione quadam interposita et promissa), daß, wenn er zum festgesetzten Zeitpunkt die entsprechende Summe Silbers vorweise (ut ... tantundem argenti sui ferret), seiner Bitte um Rückkauf entsprochen würde. Da aber Heinrich an jenem Termin, dem 1. Mai 1272, das Silber nicht zur Verfügung hatte, sei er zuvor mit seinem Bruder Meinrich (M.) erschienen und habe Abt Rudolf, seine Brüder und anwesende Freunde um längeren Aufschub gebeten; dieser sei ihm auf zwei Jahre gewährt worden. Hingegen baten der Abt und die Seinen die Brüder von Uttershausen, mit jenem Zehnten zur Sicherung des Stifts (pro conseruatione monasterii et iuris sui) seine Freunde, den Ritter Heinrich und seinen Bruder Eberhard sowie die Brüder Bertold und Wigand von Ulmes (Olbize) zu belehnen.
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: (14.Jh.) Super decima in Castorph
Vermerke (Urkunde): Zeugen: die Plebane Warmund und Wilhelm von Waßmuthshausen (Wasmodishusin)
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Ritter Hartmann von Sondheim
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Gumpert von Michelsberg
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Volpert von Haddamar (Hademar)
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Manegold von Borken
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Ditmar von Frielendorf (Vrilengedorf)
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Gerbert von Lenderscheid (Lentersceid)
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Volpert Voszal
Vermerke (Urkunde): Siegler: die Stadt Homberg
Vermerke (Urkunde): Weitere Überlieferung: Abschrift Kopiar K 270, 31v; 33r
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: ---
Vermerke (Urkunde): Literatur: List: Stift Spieskappel (wie Nr.1) S.101
Vermerke (Urkunde): Literatur: Küther: OL Fritzlar-Homberg (wie Nr.3) S.47
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Konrad Schultheiß und die Bürger zu Homberg (Hoenberg) bekunden, daß Ritter Heinrich von Uttershausen vor einigen Jahren seinen halben Zehnten in Caßdorf (Kastdorf) verkaufte, um den anderen in Homberg verpfändeten Teil seines Bruders Meinrich zurückzukaufen, den dieser nicht einlösen konnte. Er übergab ihn dem Bruder Gerlach als Verwalter (prouisori) des Stifts Cappel für 30 mr. in der Erwartung (expectatione quadam interposita et promissa), daß, wenn er zum festgesetzten Zeitpunkt die entsprechende Summe Silbers vorweise (ut ... tantundem argenti sui ferret), seiner Bitte um Rückkauf entsprochen würde. Da aber Heinrich an jenem Termin, dem 1. Mai 1272, das Silber nicht zur Verfügung hatte, sei er zuvor mit seinem Bruder Meinrich (M.) erschienen und habe Abt Rudolf, seine Brüder und anwesende Freunde um längeren Aufschub gebeten; dieser sei ihm auf zwei Jahre gewährt worden. Hingegen baten der Abt und die Seinen die Brüder von Uttershausen, mit jenem Zehnten zur Sicherung des Stifts (pro conseruatione monasterii et iuris sui) seine Freunde, den Ritter Heinrich und seinen Bruder Eberhard sowie die Brüder Bertold und Wigand von Ulmes (Olbize) zu belehnen.
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: (14.Jh.) Super decima in Castorph
Vermerke (Urkunde): Zeugen: die Plebane Warmund und Wilhelm von Waßmuthshausen (Wasmodishusin)
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Ritter Hartmann von Sondheim
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Gumpert von Michelsberg
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Volpert von Haddamar (Hademar)
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Manegold von Borken
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Ditmar von Frielendorf (Vrilengedorf)
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Gerbert von Lenderscheid (Lentersceid)
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Volpert Voszal
Vermerke (Urkunde): Siegler: die Stadt Homberg
Vermerke (Urkunde): Weitere Überlieferung: Abschrift Kopiar K 270, 31v; 33r
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: ---
Vermerke (Urkunde): Literatur: List: Stift Spieskappel (wie Nr.1) S.101
Vermerke (Urkunde): Literatur: Küther: OL Fritzlar-Homberg (wie Nr.3) S.47
Conradus scultetus et ciues in Hoenberg ... Dilectio nostra sciat quod dominus Heinricus miles de Vtershusin ante annos aliquos uendidit dimidiam decimam suam in Kastdorf ut redimeret aliam partem fratris sui Meinrici, obligatam in Hoenberg, et ipsam redimere non ualentis et dedit eam fratri Gerlaco prouisori in parte sibi credita monasterii Capellensis pro xxx marcis, expectatione quadam interposita et promissa ut si in termino tunc prefixo tantundem argenti sui ferret et peteret sibi uendi decimam memoratam sua deberet exaudiri peticio et admitti. Cum uero argentum suum non haberet in illo termino qui erat festum sancte Walpurgis anno domini 1272 preueniens cum fratre suo M. predicto, petiuit expectationis et dilationis prehabite indutias longiores ab abbate Rudolfo et confratribus suis et amicis qui aderant ab ipso festo premisso et quod petiit impetrauit ad biennium et econuerso abbas et sui petiuerunt ab eisdem fratribus de Vtershusin eandem decimam amicis suis Heinrico militi, Eberhardo fratri suo, Bertoldo et Wigando de Olbize fratribus pro conseruatione monasterii et iuris sui in feodo porrigi et conferri, quod et factum est et utrique preces suas effectui manciparunt. Acta ...
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
10.06.2025, 09:13 MESZ