7/12,2 [Nr. 55,1]: Bitte von Horlands Witwe um Anerkennung Hecklins
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(Neusch. Nr. 67)
UAT 7/ Ältere Universitätsregistratur, Vermischte Sachakten (II)
Ältere Universitätsregistratur, Vermischte Sachakten (II) >> 9. Buchbinder (1575-1810) >> Buchbinder, Fasz. II: Nr. 49-82
1703
Enthält: Bl. 169-170v: Bürgermeister und Rat der Stadt Reutlingen an Rektor Rüd. Jak. Camerarius (Camerer), 11.9.1703: Die Witwe des Buchbinders Joh. Jak. Horland klagt, dass ihrem Lehrling Joh. Mart. Hecklin von Ebingen, dem nach dem Tod ihres Mannes von der Lehrzeit ein Vierteljahr geschenkt wurde, von dem Tübinger Buchbinderhandwerk der Gruß verweigert werde. Er wurde von der Krämerzunft im Beisein von Zunftmeister, 4 Zunftrichtern und des Posamentierers Kasp. Friedr. Lorenz solemniter losgesprochen, ist 20 Jahre alt und wurde nach Horlands Tod von dessen aus Nagold herüber gekommenen Sohn, der auch Buchbinder ist, leicht dahin gebracht, dass er die Werkstatt bis jetzt ganz untadelig fortführen konnte. Bitte, den Buchbindern in Tübingen zu befehlen, den Hecklin als einen ehrlichen Gesellen passieren zu lassen. Siegel.
Akte
Hecklin, Johann Martin (18. Jh.)
Hohrland, Hanns Jacob (geb. um 1650)
Buchbinder, Fasz. II: Nr. 49-82
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
17.12.2025, 09:44 MEZ
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- Ältere Universitätsregistratur, Vermischte Sachakten (II) (Bestand)
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- Buchbinder, Fasz. II: Nr. 49-82 (Archivale)