Spruchkammer Ettlingen (Bestand)
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Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 465 i
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe (Archivtektonik) >> Neuere Bestände (vornehmlich ab ca. 1800) >> Justiz >> Spruchkammern >> Ettlingen
1946-1948
Inhalt und Bewertung
Akten der Spruchkammergeschäftsstelle (Verwaltung und Organisation, Namenslisten der einzelnen Gemeinden für Meldebogenerfassung), Spruchkammerverfahren (Verfahrensakten, Meldebögen), Sammlung der Entscheidungen, Karteikarten.
Zur Spruchkammer Ettlingen gehören die Orte Auerbach, Bruchhausen, Burbach, Busenbach, Ettlingen, Ettlingenweier, Etzenrot, Forchheim, Langensteinbach, Malsch, Mörsch, Neuburgweier, Oberweier, Pfaffenrot, Reichenbach, Schielberg, Schluttenbach, Schöllbronn, Spessart, Spielberg, Sulzbach und Völkerbach.
Vorbemerkung: Im Januar 2007 wurde die Erschließung der Spruchkammerakten im Generallandesarchiv Karlsruhe, die bereits in der ersten Hälfte der 1990er Jahre mit einem Projekt begonnen worden war, wieder aufgenommen. Innerhalb der einzelnen Spruchkammern sind die Akten nach Wohnort der Beklagten sortiert, innerhalb dessen alphabetisch gereiht. Aufgenommen wurden Nachname und Vorname(n) des Beklagten, eventuell Namenszusätze wie z. B. "von" sowie Akademische Grade (Dr., Prof.). Immer erfasst wurde das Geburtsdatum des Beklagten sowie - falls vorhanden - das Totesdatum (nur in selten Fällen vermerkt). Zu allen Beklagten wurden deren Geburts- und sowie alle auf dem Meldebogen angebenen Wohnorte aufgenommen. Der Geburtsort ist mit dem in Klammer angefügten Vermerk "Geburtsort" kenntlich gemacht. Sind Geburts- und Wohnort identisch, so findet sich nur ein Eintrag. Bei Akten bis zu circa 20 Blättern wurde die Blattanzahl in der Umfangsangabe aufgenommen. Dickere Akten wurden in cm gemessen. Im Datenfeld 1. Vorsignatur ist das alte Aktenzeichen notiert, das bislang als Bestellsignatur diente. Zur Spruchkammer Ettlingen gehören die Orte Auerbach, Bruchhausen, Burbach, Busenbach, Ettlingen, Ettlingenweier, Etzenrot, Forchheim, Langensteinbach, Malsch, Mörsch, Neuburgweier, Oberweier, Pfaffenrot, Reichenbach, Schielberg, Schluttenbach, Schöllbronn, Spessart, Spielberg, Sulzbach und Völkerbach. Die Akten der Internierten sind in einem eigenen Klassifikationspunkt alphabetisch nach Familienname zusammengestellt. gez. Dr. Jürgen Treffeisen (Juli 2009)
Behördengeschichte: Aufgrund des Gesetzes Nr. 104 der amerikanischen Militärregierung zur Befreiung von Nationalsozialismus und Militarismus vom 05.03.1946 entstand 1946 in Ettlingen, Landkreis Karlsruhe, eine Spruchkammer mit Geschäftsstelle, die dem Ministerium für politische Befreiung Württemberg-Baden in Stuttgart und dessen im April 1947 in Karlsruhe eingerichteter "Ministerialabteilung Baden" unterstand. Der Kammerbezirk umfasste neben der Stadt Ettlingen die Landgemeinden Auerbach, Bruchhausen, Burbach, Busenbach, Ettlingenweier, Etzenrot, Forchheim, Langensteinbach, Malsch, Mörsch, Neuburgweier, Oberweier, Pfaffenrot, Reichenbach, Schielberg, Schluttenbach, Schöllbronn, Spessart, Spielberg, Sulzbach und Völkersbach. Die Ettlinger Spruchkammer bestand bis zum 30.11.1947. Wegen politischer Auseinandersetzungen um die Tätigkeit der Spruchkammer wurde die Ettlinger Kammer aufgelöst. Die Karlsruher Spruchkammer übernahm den Bezirk, bis nach Auflösung der verbliebenen örtlichen Spruchkammer die "Zentralspruchkammer Nordbaden" zuständig wurde. Nach Aufhebung des Ministeriums für politische Befreiung zum 01.10.1950 gelangten die badischen Spruchkammerakten über das Staatsarchiv Ludwigsburg am 05.06.1951 in das Generallandesarchiv Karlsruhe. Die Akten der Ettlinger Spruchkammer-Geschäftsstelle, die durch geringfügige Nachakten der beiden Nachfolge-Spruchkammern weitergeführt werden, erstrecken sich über den Zeitraum von 1946 bis 1951 und umfassen Listen der erwachsenen Einwohner sämtlicher Gemeinden des Kammerbezirks, Ermittlungen zum Ettlinger Gestapo-Gefängnis und Schriftgut zur Auflösung der Spruchkammer 1947. Als Besonderheit enthält der Teilbestand Akten aus dem Ettlinger Gestapogefängnis aus den Jahren 1944 und 1945, die unter anderem die Misshandlung von Häftlingen und deren Verschiebung in die Konzentrationslager Mauthausen und Dachau dokumentieren. Ausgesondert wurden Akten in einem Umfang von 0,3 lfd. m; dabei handelt es sich zum einen um Namenslisten der in Spruckkammer-Verfahren als nicht belastet eingestuften Personen, deren Meldebögen in GLAK 465a/52 vollständig vorliegen, und zum anderen um Unterlagen zur Geschäftsstellen-Verwaltung, die exemplarisch für Nordbaden nur für die Spruchkammer Karlsruhe archiviert werden.
Benutzungshinweise: Die personenbezogenen Akten der Spruchkammer unterliegen den üblichen Bestimmungen für personenbezogene Unterlagen. Diese sind bis zu 10 Jahre nach dem Tod der betroffenen Person gesperrt. Im Rahmen eines Sperrfristenverkürzungsverfahrens können einzelne Akten unter Umständen früher eingesehen werden.
Akten der Spruchkammergeschäftsstelle (Verwaltung und Organisation, Namenslisten der einzelnen Gemeinden für Meldebogenerfassung), Spruchkammerverfahren (Verfahrensakten, Meldebögen), Sammlung der Entscheidungen, Karteikarten.
Zur Spruchkammer Ettlingen gehören die Orte Auerbach, Bruchhausen, Burbach, Busenbach, Ettlingen, Ettlingenweier, Etzenrot, Forchheim, Langensteinbach, Malsch, Mörsch, Neuburgweier, Oberweier, Pfaffenrot, Reichenbach, Schielberg, Schluttenbach, Schöllbronn, Spessart, Spielberg, Sulzbach und Völkerbach.
Vorbemerkung: Im Januar 2007 wurde die Erschließung der Spruchkammerakten im Generallandesarchiv Karlsruhe, die bereits in der ersten Hälfte der 1990er Jahre mit einem Projekt begonnen worden war, wieder aufgenommen. Innerhalb der einzelnen Spruchkammern sind die Akten nach Wohnort der Beklagten sortiert, innerhalb dessen alphabetisch gereiht. Aufgenommen wurden Nachname und Vorname(n) des Beklagten, eventuell Namenszusätze wie z. B. "von" sowie Akademische Grade (Dr., Prof.). Immer erfasst wurde das Geburtsdatum des Beklagten sowie - falls vorhanden - das Totesdatum (nur in selten Fällen vermerkt). Zu allen Beklagten wurden deren Geburts- und sowie alle auf dem Meldebogen angebenen Wohnorte aufgenommen. Der Geburtsort ist mit dem in Klammer angefügten Vermerk "Geburtsort" kenntlich gemacht. Sind Geburts- und Wohnort identisch, so findet sich nur ein Eintrag. Bei Akten bis zu circa 20 Blättern wurde die Blattanzahl in der Umfangsangabe aufgenommen. Dickere Akten wurden in cm gemessen. Im Datenfeld 1. Vorsignatur ist das alte Aktenzeichen notiert, das bislang als Bestellsignatur diente. Zur Spruchkammer Ettlingen gehören die Orte Auerbach, Bruchhausen, Burbach, Busenbach, Ettlingen, Ettlingenweier, Etzenrot, Forchheim, Langensteinbach, Malsch, Mörsch, Neuburgweier, Oberweier, Pfaffenrot, Reichenbach, Schielberg, Schluttenbach, Schöllbronn, Spessart, Spielberg, Sulzbach und Völkerbach. Die Akten der Internierten sind in einem eigenen Klassifikationspunkt alphabetisch nach Familienname zusammengestellt. gez. Dr. Jürgen Treffeisen (Juli 2009)
Behördengeschichte: Aufgrund des Gesetzes Nr. 104 der amerikanischen Militärregierung zur Befreiung von Nationalsozialismus und Militarismus vom 05.03.1946 entstand 1946 in Ettlingen, Landkreis Karlsruhe, eine Spruchkammer mit Geschäftsstelle, die dem Ministerium für politische Befreiung Württemberg-Baden in Stuttgart und dessen im April 1947 in Karlsruhe eingerichteter "Ministerialabteilung Baden" unterstand. Der Kammerbezirk umfasste neben der Stadt Ettlingen die Landgemeinden Auerbach, Bruchhausen, Burbach, Busenbach, Ettlingenweier, Etzenrot, Forchheim, Langensteinbach, Malsch, Mörsch, Neuburgweier, Oberweier, Pfaffenrot, Reichenbach, Schielberg, Schluttenbach, Schöllbronn, Spessart, Spielberg, Sulzbach und Völkersbach. Die Ettlinger Spruchkammer bestand bis zum 30.11.1947. Wegen politischer Auseinandersetzungen um die Tätigkeit der Spruchkammer wurde die Ettlinger Kammer aufgelöst. Die Karlsruher Spruchkammer übernahm den Bezirk, bis nach Auflösung der verbliebenen örtlichen Spruchkammer die "Zentralspruchkammer Nordbaden" zuständig wurde. Nach Aufhebung des Ministeriums für politische Befreiung zum 01.10.1950 gelangten die badischen Spruchkammerakten über das Staatsarchiv Ludwigsburg am 05.06.1951 in das Generallandesarchiv Karlsruhe. Die Akten der Ettlinger Spruchkammer-Geschäftsstelle, die durch geringfügige Nachakten der beiden Nachfolge-Spruchkammern weitergeführt werden, erstrecken sich über den Zeitraum von 1946 bis 1951 und umfassen Listen der erwachsenen Einwohner sämtlicher Gemeinden des Kammerbezirks, Ermittlungen zum Ettlinger Gestapo-Gefängnis und Schriftgut zur Auflösung der Spruchkammer 1947. Als Besonderheit enthält der Teilbestand Akten aus dem Ettlinger Gestapogefängnis aus den Jahren 1944 und 1945, die unter anderem die Misshandlung von Häftlingen und deren Verschiebung in die Konzentrationslager Mauthausen und Dachau dokumentieren. Ausgesondert wurden Akten in einem Umfang von 0,3 lfd. m; dabei handelt es sich zum einen um Namenslisten der in Spruckkammer-Verfahren als nicht belastet eingestuften Personen, deren Meldebögen in GLAK 465a/52 vollständig vorliegen, und zum anderen um Unterlagen zur Geschäftsstellen-Verwaltung, die exemplarisch für Nordbaden nur für die Spruchkammer Karlsruhe archiviert werden.
Benutzungshinweise: Die personenbezogenen Akten der Spruchkammer unterliegen den üblichen Bestimmungen für personenbezogene Unterlagen. Diese sind bis zu 10 Jahre nach dem Tod der betroffenen Person gesperrt. Im Rahmen eines Sperrfristenverkürzungsverfahrens können einzelne Akten unter Umständen früher eingesehen werden.
7829 Archivalieneinheiten (Nr. 1-7830)
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
03.04.2025, 11:03 MESZ