Rep. 110 NL Stieglitz, Heinrich (Bestand)
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Rep. 110
Universitätsarchiv Regensburg (Archivtektonik) >> Bestände UAR >> Privatarchive und Nachlässe >> Einzelpersonen >> Nachlässe und Privatarchive
Bemerkungen Biografie: Heinrich Stieglitz wurde am 14.03.1932 in Hindenburg/Oberschlesien geboren. In den Jahren 1943/45 besuchte er gemeinsam mit seinem späteren Kollegen und Theologieprofessor Wolfgang Nastainczyk das Gymnasium. 1945 erlebte Stieglitz die Vertreibung aus Oberschlesien. Er machte 1952 das Abitur und studierte an der Handelshochschule Nürnberg, wo er Vorlesungen von Werner Ziegenfuß hörte. Etwa 1958 wechselte er an das Institut für Mittelstandsforschung, Köln. 1963 erhielt er einen Ruf auf eine Professur für Soziologie an der Pädagogischen Hochschule Vechta. Dort übernahm er 1975 das sog. Ziegenfuß-Archiv. 1978 folgte er einem Ruf als Professor für Soziologie II an die Universität Regensburg, der er bei seiner Emeritierung 1997 das Ziegenfuß-Archiv schenkte. Er starb am 2. November 2014. Stieglitz war bekannt für seinen eklatanten Mangel an didaktischen Fähigkeiten.; Vorwort Bestandsgeschichte Von Stieglitz' Dienstunterlagen hat sich an der Universität Regensburg nichts erhalten. Diese Unterlagen sind vermutlich bei der Schließung des Instituts für Soziologie 2009 weggeworfen worden. Stieglitz hat laut Aussage seiner Witwe kurze Zeit vor seinem Tod seine gesamten Korrespondenzen, die in seinem geräumigen Haus in Pentling aufbewahrt hatte, selbst weggeworfen. Seine Witwe nahm mit der Universitätsbibliothek Kontakt auf, um so viele Bücher als möglich abzugeben. Dabei empfahl die UB einige Unterlagen auch dem Universitätsarchiv. Am 5. Dezember 2016 holten der Archivleiter und ein Mitarbeiter die Unterlagen ab (Akz. 101/2016). Der Bestand stellt den "Rest" dar, der nach Bestandsreinigungen durch Stieglitz und seine Ehefrau erhalten geblieben und dem Universitätsarchiv übergeben worden ist. Erhalten haben sich somit nur wenige Bruchstücke, die lediglich einzelne Schlaglichter auf das Leben von Professor Stieglitz werfen. Der Bestand wurde noch am 5. Dezember 2016 erstaufgenommen und eine Klassifikation entwickelt. Kassiert wurden Sonderdrucke und Bücher unter Beteiligung Stieglitz, allerdings nach Aufnahme der Titel in die Bestandsakte. Ergänzend heranzuziehende Akten und Bestände ZR 2640 Lehrstuhl C4 Soziologie II Prof. Dr. Sack, nunmehr Prof. Dr. Stieglitz, 1970-1975 ZR 5568 Lehrstuhl C4 Soziologie II, Prof. Stieglitz, 1976-1998 ZR 7925 Ersatzbeschaffung Kopiergerät Prof. Stieglitz. Rechtsstreit mit Real Leasing 1986- PA 15589 Personalakte Stieglitz, Heinrich, * 14.03.1932 Hindenburg/OS, 02.11.2014 (1978-1997) Universitätsbibliothek Regensburg, Werner-Ziegenfuß-Archiv Münchner Stadtbibliothek / Monacensia, Nl Ludwig Englert.
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.06.2025, 11:18 MESZ