Streitgegenstand ist eine Jahrrente, die die Eheleute Paul und Gertrud Voch erworben hatten. Der Appellant erklärt, die einzige Erbin Pauls sei Catharina Veich, Mutter des Dietrich Veich gewesen. In diesem Verfahren ist die Frage strittig, ob durch den Verlauf mehrerer Verfahren vor den Schöffen zu Geilenkirchen, dem Gericht Merzenich und dem Hauptgericht Jülich die Großmutter und nach ihr der Vater der Appellanten in der Possession des Rechtes sei, die Hälfte der Rente heben zu dürfen, oder ob dies die Appellaten seien. Die Problematik ergab sich daraus, daß die Rente von verschiedenen, an unterschiedlichen Orten gelegenen Höfen zu heben war, die unter der Zuständigkeit der verschiedenen Gerichte lagen, so daß strittig war, welcher Bescheid wann und wo bindend war. In den Streit um die Ausführung des RKG- Urteils (1535) war insbesondere Rabold (1541 Robert) von Plettenberg zu Dreiborn und Landskron, Amtmann zu Heimbach, verwickelt.
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Streitgegenstand ist eine Jahrrente, die die Eheleute Paul und Gertrud Voch erworben hatten. Der Appellant erklärt, die einzige Erbin Pauls sei Catharina Veich, Mutter des Dietrich Veich gewesen. In diesem Verfahren ist die Frage strittig, ob durch den Verlauf mehrerer Verfahren vor den Schöffen zu Geilenkirchen, dem Gericht Merzenich und dem Hauptgericht Jülich die Großmutter und nach ihr der Vater der Appellanten in der Possession des Rechtes sei, die Hälfte der Rente heben zu dürfen, oder ob dies die Appellaten seien. Die Problematik ergab sich daraus, daß die Rente von verschiedenen, an unterschiedlichen Orten gelegenen Höfen zu heben war, die unter der Zuständigkeit der verschiedenen Gerichte lagen, so daß strittig war, welcher Bescheid wann und wo bindend war. In den Streit um die Ausführung des RKG- Urteils (1535) war insbesondere Rabold (1541 Robert) von Plettenberg zu Dreiborn und Landskron, Amtmann zu Heimbach, verwickelt.
AA 0627, 5845 - V 331/829
AA 0627 Reichskammergericht (AA 0627), Teil IX: U-Z; Nachträge; Abgaben
Reichskammergericht (AA 0627), Teil IX: U-Z; Nachträge; Abgaben >> 2. Buchstabe V
1523 - 1544
Enthaeltvermerke: Kläger: Als Vormund der Kinder des Dietrich von Voch (Veich) (Albrecht, Johann und ?): Emund von Hasselt (Asselt) Beklagter: Johann und Anton Werdt, Bürger der Stadt Linnich Prokuratoren (Kl.): Johann Draich 1522 - Jakob Krels - Konrad Swabach - Friedrich Rebstockh - Christoffel Hitzhofer Prokuratoren (Bekl.): Johann Lump 1523 - Konrad Swabach - Heinrich Rostock - Hoess (1523) - für von Plettenberg: Dr. Hieronymus Lerchenfelder 1537 - Lic. Amandus Wulff 1540, 1541 Prozeßart: Appellationsverfahren Instanzen: 1. Schultheiß und Schöffen zu Merzenich auf Rat der Schöffen des Hauptgerichtes Jülich - 2. RKG 1523 - 1544 (? - 1542) Beweismittel: Acta priora (Q 4). Zeugenrotulus (Q 21). Vollmacht, mit der sich Dr. Franciscus Frosch, RKG-Prokurator und -Advokat, in einzeln benannten Verfahren Dr. Friedrich Reyffsteckh substituiert, 1523 (Q 6). Designatio expensarum (Q 25). Beschreibung: 3 Bde., 7,5 cm; Bd. 1: 144 Bl., lose; Q 1 - 3, 5 - 20, 22 - 47, es fehlt Q 20*, 3 Beilagen; Bd. 2: 24 Bl. geb.; Q 4; Bd. 3: 47 Bl., geb.; Q 21. Lit.: Hermann Friedrich Macco, Das jülichsche Geschlecht von Werth, in: AHVN 78 (1904) S. 98f.
Diverse Registraturbildner
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2026, 08:13 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Tektonik)
- 1.4. Reichsbehörden (Tektonik)
- 1.4.1. Reichskammergericht (Tektonik)
- Reichskammergericht AA 0627 (Tektonik)
- Reichskammergericht (AA 0627), Teil IX: U-Z; Nachträge; Abgaben (Bestand)
- 2. Buchstabe V (Gliederung)