Urkunden des Kloster Burlage (Bestand)
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NLA HA, Celle Or. 100 Burlage
Nds. Landesarchiv, Abt. Hannover (Archivtektonik) >> Gliederung >> 1 Staatliche Bestände >> 1.4 Fürstentum Lüneburg >> 1.4.1 Urkunden >> 1.4.1.3 Innere Angelegenheiten >> 1.4.1.3.2 Klöster und Stifte
1252-1543
Bestandsgeschichte: Das Benediktinerinnenkloster B. Mariae zu Burlage in der Grafschaft Diepholz wurde vermutlich in der ersten Hälfte des 12. Jh. gegründet (1140/1150 als "cellula" bezeichnet) und bestand bis zur Reformation, die in Diepholz 1538 eingeführt wurde. 1543 verkauften die letzen Konventualinnen den Klosterbesitz (vgl. Urkunde Nr. 68); der Verkauf wurde jedoch von Graf Rudolf von Diepholz erfolgreich angefochten, der die Hand auf das Kloster legte (vgl. Celle Br. 73 XV Nr. 3). Die Propstei ging 1567 an die Grafen über.
Die Urkunden des Klosters gelangten nach dem Erwerb der Grafschaft Diepholz durch die Herzöge von Braunschweig-Lüneburg (1585) in das Celler Archiv. Sie waren zunächst Teil des Bestandes Celle Or. 14 und wurden später als eigener Bestand aufgestellt. Mit Ausnahme der Nummer 39 sind sie sämtlich gedruckt oder registriert im Diepholzer Urkundenbuch, herausgegeben von Wilhelm von Hodenberg, Hannover 1842 (ein Exemplar der Dienstbücherei des Hauptstaatsarchivs, Signatur Sd 21, enthält eine Konkordenz zu den Originalen).
Die durch den Verlust der Findmittel 1943 erforderliche Neuverzeichnung bringt Vollregesten auch für die gedruckten Urkunden. Die Schreibung der Namen folgt den Originalen und weicht in manchen Fällen vom Druck ab. Zunamen sind unverändert wiedergegeben, Vornamen dagegen modernisiert. Rückvermerke sind nur dann berücksichtigt, wenn sie über den Inhalt der Urkunden hinausgehende Angaben machen.
Die Urkunden sind durchweg gut lesbar, in einigen Fällen allerdings wegen der durch das Leine-Hochwasser 1946 verursachten Schäden nur mit Hilfe einer Quarzlampe. Die Siegel wurden 1973 restauriert. Ein Aktenarchiv des Klosters ist nicht erhalten. Akten der Celler Kanzlei über das Kloster aus der Zeit nach der Aufhebung finden sich in Celle Br. 73 Abt. XV. Abschriften der Urkunden befinden sich in der UB Göttingen, Abt. Handschriften, Histor. 1 Bd. 6
Bestandsgeschichte: Bl. 185-224. Eine ausführliche Darstellung der Geschichte des Klosters gibt es nicht; erste Informationen bieten die bei H. Hoogeweg, Verzeichnis der Stifter und Klöster Niedersachsens vor der Reformation, Hannover 1908, S. 22, angeführte Literatur sowie H. Gade, Historisch-geographisch-statistische Beschreibungen der Grafschaften Hoya und Diepholz, Bd. 2, Hannover 1901, S. 556-562, und W. Moormeyer, Die Grafschaft Diepholz, Studien und Vorarbeiten zum histor. Atlas für Niedersachsen Heft 17, Göttingen 1938, S. 42 f.
Hannover, im Oktober 1975
gez. Dr. Dieter Brosius
Das maschinenschriftliche Findbuch ist nun im Rahmen eines größeren Erschließungsprojektes in die archivische EDV-Datenbank unter der Fachsoftware izn-AIDA übertragen worden.
Hannover, im Juli
Bestandsgeschichte: 2008
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
Die Urkunden des Klosters gelangten nach dem Erwerb der Grafschaft Diepholz durch die Herzöge von Braunschweig-Lüneburg (1585) in das Celler Archiv. Sie waren zunächst Teil des Bestandes Celle Or. 14 und wurden später als eigener Bestand aufgestellt. Mit Ausnahme der Nummer 39 sind sie sämtlich gedruckt oder registriert im Diepholzer Urkundenbuch, herausgegeben von Wilhelm von Hodenberg, Hannover 1842 (ein Exemplar der Dienstbücherei des Hauptstaatsarchivs, Signatur Sd 21, enthält eine Konkordenz zu den Originalen).
Die durch den Verlust der Findmittel 1943 erforderliche Neuverzeichnung bringt Vollregesten auch für die gedruckten Urkunden. Die Schreibung der Namen folgt den Originalen und weicht in manchen Fällen vom Druck ab. Zunamen sind unverändert wiedergegeben, Vornamen dagegen modernisiert. Rückvermerke sind nur dann berücksichtigt, wenn sie über den Inhalt der Urkunden hinausgehende Angaben machen.
Die Urkunden sind durchweg gut lesbar, in einigen Fällen allerdings wegen der durch das Leine-Hochwasser 1946 verursachten Schäden nur mit Hilfe einer Quarzlampe. Die Siegel wurden 1973 restauriert. Ein Aktenarchiv des Klosters ist nicht erhalten. Akten der Celler Kanzlei über das Kloster aus der Zeit nach der Aufhebung finden sich in Celle Br. 73 Abt. XV. Abschriften der Urkunden befinden sich in der UB Göttingen, Abt. Handschriften, Histor. 1 Bd. 6
Bestandsgeschichte: Bl. 185-224. Eine ausführliche Darstellung der Geschichte des Klosters gibt es nicht; erste Informationen bieten die bei H. Hoogeweg, Verzeichnis der Stifter und Klöster Niedersachsens vor der Reformation, Hannover 1908, S. 22, angeführte Literatur sowie H. Gade, Historisch-geographisch-statistische Beschreibungen der Grafschaften Hoya und Diepholz, Bd. 2, Hannover 1901, S. 556-562, und W. Moormeyer, Die Grafschaft Diepholz, Studien und Vorarbeiten zum histor. Atlas für Niedersachsen Heft 17, Göttingen 1938, S. 42 f.
Hannover, im Oktober 1975
gez. Dr. Dieter Brosius
Das maschinenschriftliche Findbuch ist nun im Rahmen eines größeren Erschließungsprojektes in die archivische EDV-Datenbank unter der Fachsoftware izn-AIDA übertragen worden.
Hannover, im Juli
Bestandsgeschichte: 2008
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
16.06.2025, 12:45 MESZ