Beurkundet wird: Nachdem die Reichserbtruchsessen Christoph, Heinrich und Frohen, Freiherren zu Waldburg, Herren zu Scheer, Trauchburg, Wolfegg, Zeil, Waldsee und Marstetten, Räte des Ks. und Hz. Maximilians von Bayern, der hl. Walburga, die das Haus Waldburg neben St. Willibald und St. Wunibald als Patronin erwählt hat, ein ewiges Licht stiften wollten, hat Reichserbtruchseß Christoph sich in eigener Person am 3. Mai 1607 in das Walburgen-Kl. zu Eichstätt (Aystett) begeben und dort mit Äbtissin Susanne und dem Konvent folgende Stiftung vereinbart, die von Bisch. Johann Konrad von Eichstätt als zuständigem Ordinarius ratifiziert worden ist: Christoph stiftet für sich und das ganze truchsessische Haus eine Silberampel, welche in der WalburgenKirche hinter dem hohen Altar bei dem fließenden hl. Ol angehängt und mit Baumöl in Ewigkeit brennend gehalten werden soll. Die Stifter müssen die Ampel gegebenenfalls reparieren lassen oder durch eine neue ersetzen. Für die Erhaltung des ewigen Lichts hat Christoph der Äbtissin 500 fl., 1 fl. zu 15 Batzen oder 60 Kr., bar ausgezahlt, die die Äbtissin zum gebräuchlichen jährlichen Zins von 25 fl. anzulegen oder für den Erwerb einer entsprechenden Gült zu verwenden hat. Wenn die Preise für Baumöl steigen, so daß die 25 fl. nicht mehr ausreichen, kann für die Lampe auch anderes Ol benutzt werden. Die Fundatoren werden noch weitere 20 fl. stiften; deren jährlicher Zins von 1 fl. soll der Mesmer als zusätzlichen Lohn für die Beaufsichtigung der Ampel erhalten.