Gerhard Pfleiderer
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AS 1, Nr. 622
AS 1 - Fotosammlung Landeskirchliches Archiv 1
AS 1 - Fotosammlung Landeskirchliches Archiv 1 >> Porträtfotografien >> Porträtnachlass Binder/Pfleiderer
ca. 1930
Inhalt: Fotoalbum Gerhard Pfleiderers, Seminarist in Schöntal und Urach, gef. 1943. Hans-Otto Binder, dem das Landeskirchliche Archiv das Fotoalbum verdankt, kommentierte das Album wie folgt: "Beeindruckend sind für mich die Bilder von der "Tell"-Aufführung im November 1936. Irgendwie bin ich immer noch fasziniert, wie der Feldgeistliche des Ersten Weltkrieges (Paul Pfleiderer) seine Söhne durch Adolf Hitler verlor. Sie sind nach meiner Kenntnis der aus dem Dekantshaus in Balingen stammenden Bilder stramm deutschnational erzogen worden. Mein Großvater war dann im Kirchenkampf treuer Anhänger des Landesbischofs (daher auch die Bilder von Wurm). Im Dekanat hing das Bild von Wurm an herausragender Stelle. Richtiger NS-Gegner ist er allerdings nicht geworden. Man hat das Problem in der Familie nicht thematisiert. Der Tod im Krieg war eben Schicksal. Nur mein Vater hat daraus Konsequenzen gezogen ist in Ulm (1b 1957) als Beistand für Kriegsdienstverweigerer tätig geworden. Der Freund von Gerhard Pfleiderer aus Balingen und Seminarist wie er, Ulrich Hötzer, hat mir erzählt, daß sie in Schöntal bewusst gegen den NS erzogen worden seien, ob es stimmt und in welchem Geist sie dann erzogen worden sind, muss ich natürlich dahingestellt sein lassen" (Brief Hans-Otto Binder an das LKA vom 22.9.2000 anlässlich der Abgabe der Fotoalben)
Privatbesitz Hans-Otto Binder
Fotoalbum
Bild / Foto
Pfleiderer, Gerhard
Schöntal, Seminar
Urach, Seminar
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
11.08.2025, 11:19 MESZ