Nachlass Otto Kreidler, Pädagoge, Offizier (1893-1965): Unterlagen des Deutschen Sprachvereins (Bestand)
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Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, N 1/80 T 1
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Sigmaringen (Archivtektonik) >> Nachlässe, Partei-, Vereins- und Verbandsarchive >> Nachlässe >> Nachlass Otto Kreidler, Pädagoge, Offizier (1893-1965): Unterlagen des Deutschen Sprachvereins
1927-1932
Überlieferungsgeschichte
Behördengeschichte
a. Zur Preson Otto Kreidlers
Otto Kreidler wurde am 30. März 1893 geboren. Er besuchte bis 1911 das Gymnasium in Rastatt und anschließend das Lehrerseminar in Boppard. Bis 1920 war er in der Volksschule in Dießen tätig, bevor er 1921 nach Gammertingen und 1926 an das Staatliche Gymnasium Sigmaringen kam. 1939 schied er aus dem Schuldienst aus und wurde als Hauptmann in die Wehrmacht übernommen, in der er am Ende den Rang eines Oberstleutnants innehatte. Nach seiner Rückkehr aus der russischen Kriegsgefangenschaft nahm Otto Kreidler 1951 seine Lehrertätigkeit an der Oberschule für Jungen in Tettnang wieder auf. Mit Wirkung vom 1. April 1959 wurde er auf seinen Antrag in den Ruhestand versetzt.
Otto Kreidler erlag am 6. November 1965 den Folgen eines Unfalls.
b. Allgemeiner Deutscher Sprachverein
Der Allgemeine Deutsche Sprachverein wurde 1885 gegründet. Der Verein, der ab dem Jahr 1923 nur noch Deutscher Sprachverein und später nur noch Sprachverein hieß, verlor nach einer Blütephase während des Ersten Weltkriegs in der Zeit der Weimarer Republik zunehmend an Bedeutung. Obgleich der Verein dem Nationalsozialismus zunächst positiv gegenüber stand, führte ein Erlass Adolf Hitlers vom 19. November 1940 und schließlich die Einstellung der Zeitschrift "Mutterprache" im Jahr 1943 zu einem Ende der Vereinstätigkeit.
Nachfolger des Vereins wurde die 1947 in Lüneburg gegründete Gesellschaft für deutsche Sprache, deren heutiger Sitz in Wiesbaden liegt.
Bestandsgeschichte und Bearbeiterbericht
Der vorliegende Bestand umfasst eine Einheit mit einem Umfang von 0,1 laufenden Metern.
Die Unterlagen, die zuvor von der Familie Kreidler verwahrt worden waren, wurden im November 2005 von Ingrid Kreidler an das Staatsarchiv Sigmaringen übergeben.
Die Verzeichnung und Verpackung in einen säurefreien Umschlag und Karton und Signierung nahm Corinna Knobloch unter Zuhilfenahme des Erschließungsprogramms scopeArchiv im November 2005 vor.
Im Januar 2017 übergab Ingrid Kreidler die unter den Bestellnummern N 1/80 Nr. 2 und Nr. 3 erschlossenen Unterlagen.
Sibylle Brühl
Inhalt und Bewertung
Der Bestand enthält ausschließlich Schriftstücke, die den Deutschen Sprachverein und insbesondere dessen Sigmaringer Ortsgruppe betreffen.
Vor allem sind Unterlagen über Beitragszahlungen und das Rechnungswesen vorhanden. Daneben umfasst der Bestand einzelne Mitgliederverzeichnisse der Sigmaringer Ortsgruppe.
Behördengeschichte
a. Zur Preson Otto Kreidlers
Otto Kreidler wurde am 30. März 1893 geboren. Er besuchte bis 1911 das Gymnasium in Rastatt und anschließend das Lehrerseminar in Boppard. Bis 1920 war er in der Volksschule in Dießen tätig, bevor er 1921 nach Gammertingen und 1926 an das Staatliche Gymnasium Sigmaringen kam. 1939 schied er aus dem Schuldienst aus und wurde als Hauptmann in die Wehrmacht übernommen, in der er am Ende den Rang eines Oberstleutnants innehatte. Nach seiner Rückkehr aus der russischen Kriegsgefangenschaft nahm Otto Kreidler 1951 seine Lehrertätigkeit an der Oberschule für Jungen in Tettnang wieder auf. Mit Wirkung vom 1. April 1959 wurde er auf seinen Antrag in den Ruhestand versetzt.
Otto Kreidler erlag am 6. November 1965 den Folgen eines Unfalls.
b. Allgemeiner Deutscher Sprachverein
Der Allgemeine Deutsche Sprachverein wurde 1885 gegründet. Der Verein, der ab dem Jahr 1923 nur noch Deutscher Sprachverein und später nur noch Sprachverein hieß, verlor nach einer Blütephase während des Ersten Weltkriegs in der Zeit der Weimarer Republik zunehmend an Bedeutung. Obgleich der Verein dem Nationalsozialismus zunächst positiv gegenüber stand, führte ein Erlass Adolf Hitlers vom 19. November 1940 und schließlich die Einstellung der Zeitschrift "Mutterprache" im Jahr 1943 zu einem Ende der Vereinstätigkeit.
Nachfolger des Vereins wurde die 1947 in Lüneburg gegründete Gesellschaft für deutsche Sprache, deren heutiger Sitz in Wiesbaden liegt.
Bestandsgeschichte und Bearbeiterbericht
Der vorliegende Bestand umfasst eine Einheit mit einem Umfang von 0,1 laufenden Metern.
Die Unterlagen, die zuvor von der Familie Kreidler verwahrt worden waren, wurden im November 2005 von Ingrid Kreidler an das Staatsarchiv Sigmaringen übergeben.
Die Verzeichnung und Verpackung in einen säurefreien Umschlag und Karton und Signierung nahm Corinna Knobloch unter Zuhilfenahme des Erschließungsprogramms scopeArchiv im November 2005 vor.
Im Januar 2017 übergab Ingrid Kreidler die unter den Bestellnummern N 1/80 Nr. 2 und Nr. 3 erschlossenen Unterlagen.
Sibylle Brühl
Inhalt und Bewertung
Der Bestand enthält ausschließlich Schriftstücke, die den Deutschen Sprachverein und insbesondere dessen Sigmaringer Ortsgruppe betreffen.
Vor allem sind Unterlagen über Beitragszahlungen und das Rechnungswesen vorhanden. Daneben umfasst der Bestand einzelne Mitgliederverzeichnisse der Sigmaringer Ortsgruppe.
3 Einheiten (0,1 lfd.m)
Bestand
Seine Sorge galt Heimkehrern und Berliner Kindern. Zum Tode von Studienrat i.R. Otto Kreidler, der einen Unfall nicht überlebte. In: Schwäbische Zeitung, Nr. 258, 08.11.1965.
Jürgen Storost: Der Allgemeine Deutsche Sprachverein. In: Lingua et traditio. Geschichte der Sprachwissenschaft und der neueren Philologien. Festschrift für Hans Helmut Christmann zum 65. Geburtstag, herausgegeben von Richard Baum u.a.. 1994. S. 827-843.
Wü 13 T 2 Nr. 1956/038, Nr.2717/69
Jürgen Storost: Der Allgemeine Deutsche Sprachverein. In: Lingua et traditio. Geschichte der Sprachwissenschaft und der neueren Philologien. Festschrift für Hans Helmut Christmann zum 65. Geburtstag, herausgegeben von Richard Baum u.a.. 1994. S. 827-843.
Wü 13 T 2 Nr. 1956/038, Nr.2717/69
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
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03.04.2025, 8:37 AM CEST
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