B Rep. 077 (Karteien) Notaufnahmelager Marienfelde (Karteien) (Bestand)
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B Rep. 077 (Karteien)
Landesarchiv Berlin (Archivtektonik) >> B Bestände (West-) Berliner Behörden bis 1990 >> B 4 Alliierte Behörden und Bundesbehörden mit regionaler Zuständigkeit >> B 4.2 Bundesbehörden >> B Rep. 077 Notaufnahmelager Marienfelde
Vorwort
Der anhaltende Flüchtlingsstrom aus der sowjetischen Besatzungszone und Berlin (Ost) in der Nachkriegszeit führte im Januar 1949 zur Eröffnung eines ersten Flüchtlingslagers in Düppel im Bezirk Zehlendorf. Da die Flüchtlingszahlen in der Folgezeit weiter anstiegen, wurden weitere Auffanglager notwendig. 1951 gab es bereits 13 städtische und 31 private Flüchtlingsheime mit rund 6000 Plätzen, im März 1953 lag die Zahl der Lager bei 84. Diese Entwicklung und das ab 1951 auch für Berlin gültige bundeseinheitliche Notaufnahmeverfahren führten im selben Jahr zum Bau eines zentralen Notaufnahmelagers (Bundesnotaufnahmelager) in Marienfelde im Bezirk Tempelhof (Marienfelder Allee 66-80) mit insgesamt 2000 Plätzen, das am 14. April 1953 durch Bundespräsident Theodor Heuss eingeweiht wurde. Bezugsfertig war das Lager, an dessen Standort ab 1955 mit der Fertigstellung des 2. Bauabschnitts alle mit der Registrierung, Aufnahme und Weiterleitung befassten Ämter des Bundes und des Landes konzentriert waren, aber erst im August 1953.
Neben Marienfelde existierten in Berlin weiterhin zahlreiche Flüchtlingsheime und Wohnlager, die dem Land Berlin oder Trägern, wie dem Deutschen Roten Kreuz, der Arbeiterwohlfahrt oder dem Arbeitersamariterbund, unterstanden.
Waren es in den ersten Jahren vor allem Flüchtlinge und Übersiedler aus Berlin (Ost) und der DDR, kamen ab 1964 zunehmend auch Aussiedler aus Polen und später aus der Sowjetunion. Bis zur Schließung am 30. Juni 1990 gingen 1,35 Millionen Menschen durch das Notaufnahmelager, seitdem befindet sich dort die Zentrale Aufnahmestelle des Landes Berlin für Aussiedler (ZAB).
Die Kartei wurde vom Berliner Landesamt für Zentrale Soziale Aufgaben an das Landesarchiv Berlin übergeben.
Der anhaltende Flüchtlingsstrom aus der sowjetischen Besatzungszone und Berlin (Ost) in der Nachkriegszeit führte im Januar 1949 zur Eröffnung eines ersten Flüchtlingslagers in Düppel im Bezirk Zehlendorf. Da die Flüchtlingszahlen in der Folgezeit weiter anstiegen, wurden weitere Auffanglager notwendig. 1951 gab es bereits 13 städtische und 31 private Flüchtlingsheime mit rund 6000 Plätzen, im März 1953 lag die Zahl der Lager bei 84. Diese Entwicklung und das ab 1951 auch für Berlin gültige bundeseinheitliche Notaufnahmeverfahren führten im selben Jahr zum Bau eines zentralen Notaufnahmelagers (Bundesnotaufnahmelager) in Marienfelde im Bezirk Tempelhof (Marienfelder Allee 66-80) mit insgesamt 2000 Plätzen, das am 14. April 1953 durch Bundespräsident Theodor Heuss eingeweiht wurde. Bezugsfertig war das Lager, an dessen Standort ab 1955 mit der Fertigstellung des 2. Bauabschnitts alle mit der Registrierung, Aufnahme und Weiterleitung befassten Ämter des Bundes und des Landes konzentriert waren, aber erst im August 1953.
Neben Marienfelde existierten in Berlin weiterhin zahlreiche Flüchtlingsheime und Wohnlager, die dem Land Berlin oder Trägern, wie dem Deutschen Roten Kreuz, der Arbeiterwohlfahrt oder dem Arbeitersamariterbund, unterstanden.
Waren es in den ersten Jahren vor allem Flüchtlinge und Übersiedler aus Berlin (Ost) und der DDR, kamen ab 1964 zunehmend auch Aussiedler aus Polen und später aus der Sowjetunion. Bis zur Schließung am 30. Juni 1990 gingen 1,35 Millionen Menschen durch das Notaufnahmelager, seitdem befindet sich dort die Zentrale Aufnahmestelle des Landes Berlin für Aussiedler (ZAB).
Die Kartei wurde vom Berliner Landesamt für Zentrale Soziale Aufgaben an das Landesarchiv Berlin übergeben.
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
Für nähere Informationen zu Nutzungs- und Verwertungsrechten kontaktieren Sie bitte info@landesarchiv.berlin.de.
22.08.2025, 11:21 AM CEST