Erzbischof Baldewin von Trier, Erzkanzler des Heiligen Reichs in Gallien, bekundet, daß Gottfried von Eppstein, sein Archidiakon im Domstift Trier vom Titel des heiligen Lubentius in Dietkirchen, zugleich mit dem Dekan und Kapitel des Stifts Dietkirchen, seiner Diözese, ihn gebeten hat, dem Stift die Pfarrkirche zu Eisenbach, die in jenem Archidiakonat gelegen ist und deren Patronat jenem Gottfried auf Grund des Archidiakonats zusteht, zu inkorporieren, da jenes Stift wegen des allgemeinen Durchgangsverkehrs mit Pflichten der Gastlichkeit und anderen Unbequemlichkeiten sehr belastet ist ('in communi transitu posita hospitalitatibus et aliis incommodis pluribus pregravetur'). Nachdem er durch seine getreuen und geschworenen Kleriker die Sachlage sorgfältig prüfen ließ und aus deren Berichten ersehen hat, daß berechtigte Gründe dafür sprechen, inkorporiert er die Kirche zu Eisenbach mit deren Zubehören und Einkünften dem Stift Dietkirchen. Doch soll in jener Kirche ein ständiger Vikar vorhanden sein, der auf Präsentation des Dekans und Kapitels von dem zuständigen Archidiakon einzusetzen und dem von den Einkünften der Kirche zu Eisenbach die zum Lebensunterhalt und zur Gastlichkeit wie auch zur Tragung der übrigen Lasten der Kirche nötige Portion zu reichen ist. - Siegel des Ausstellers.
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Erzbischof Baldewin von Trier, Erzkanzler des Heiligen Reichs in Gallien, bekundet, daß Gottfried von Eppstein, sein Archidiakon im Domstift Trier vom Titel des heiligen Lubentius in Dietkirchen, zugleich mit dem Dekan und Kapitel des Stifts Dietkirchen, seiner Diözese, ihn gebeten hat, dem Stift die Pfarrkirche zu Eisenbach, die in jenem Archidiakonat gelegen ist und deren Patronat jenem Gottfried auf Grund des Archidiakonats zusteht, zu inkorporieren, da jenes Stift wegen des allgemeinen Durchgangsverkehrs mit Pflichten der Gastlichkeit und anderen Unbequemlichkeiten sehr belastet ist ('in communi transitu posita hospitalitatibus et aliis incommodis pluribus pregravetur'). Nachdem er durch seine getreuen und geschworenen Kleriker die Sachlage sorgfältig prüfen ließ und aus deren Berichten ersehen hat, daß berechtigte Gründe dafür sprechen, inkorporiert er die Kirche zu Eisenbach mit deren Zubehören und Einkünften dem Stift Dietkirchen. Doch soll in jener Kirche ein ständiger Vikar vorhanden sein, der auf Präsentation des Dekans und Kapitels von dem zuständigen Archidiakon einzusetzen und dem von den Einkünften der Kirche zu Eisenbach die zum Lebensunterhalt und zur Gastlichkeit wie auch zur Tragung der übrigen Lasten der Kirche nötige Portion zu reichen ist. - Siegel des Ausstellers.
19, U 14 a
19 Stift Dietkirchen, St. Lubentius, Chorherren
Stift Dietkirchen, St. Lubentius, Chorherren >> Urkunden >> sonstige Urkunden >> 1250-1350
Koblenz, 1322 Juli 11
Ausfertigung, Pergament W 19,14 mit Bruchstücken des Siegels (Ewald II Tafel 9,7) nebst Rücksiegel (Ewald II Tafel 9,3) an gelber Seidenschnur. - Rückvermerk (Ende 15. Jh.): 'Incorporacio ecclesie in Ysenbach'. - Zwei Kopien, Papier (18. Jh.) ebenda, davon eine beglaubigt durch F. Anschütz, kurfürstlich trierischen Archivalkanzlisten. - Etwa gleichzeitige Kopie, Pergament unter dem Siegel des Stifts Limburg 'ad causas' W 19,14a von der Hand des Limburger Notars Heinrich vor Alsfeld, das abhängende Siegel ab. - Rückvermerk (Ende 15. Jh.): 'Incorporacio ecclesie Ysenbach'. - Kopie, Papier (18. Jh.) W 19,344, beglaubigt durch Stephan Procaski, päpstlicher und kaiserlicher Notar, unter dessen Siegellacksiegel. - Beglaubigte Kopie, Papier (18. Jh.) des F. Anschütz, kurfürstlich trierischen Archivalkanzlisten, und einfache Kopie, Papier (18. Jh.) ebenda
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: D. Confluencie, die undecima Julii 1322
Struck, St. Lubentiusstift Dietkirchen, Nr. 30
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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