Kasch, Heinrich (Pastor) (Bestand)
Show full titleLandeskirchliches Archiv der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland
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Kasch, Heinrich (Pastor) Kasch, Heinrich (Pastor) Kasch, Heinrich (Pastor)
Landeskirchliches Archiv der Ev.-Luth. Kirche in Norddeutschland (Archivtektonik) >> 5 Nachlässe, Handakten und personengeschichtliche Sammlungen
1913-1941
Bestandsbeschreibung: Heinrich Friedrich Lorenz Kasch wurde am 29.06.1889 in Flensburg geboren. Nach einem Theologiestudium in Erlangen und Vikariat in der Propstei Plön wurde er am 31.10.1915 in Flensburg ordiniert. Zunächst war er Provinzialvikar in Flensburg und leistet Vertretungsdienst in der Kirchengemeinde Süderbrarup. Am 14.05.1916 erhielt er seine erste Pfarrstelle in der Kirchengemeinde Nordhackstedt. 1919 erlangte er das Lizentiat mit einer Arbeit über die Lehre von der Kirche bei Wilhelm Löhes.
Am 16.10.1928 wurde Kasch zum Propsten der Propstei Südtondern und Pastor der Kirchengemeinde Leck ernannt. Im Juli 1933 trat Kasch der Glaubensbewegung Deutsche Christen bei, weil er der Meinung war, dass durch die Glaubensbewegung eine neue Welle der Evangelisation ausgehen würde, an der er teilhaben wollte. Vermutlich im selben Jahr trat Kasch wieder aus.
Am 25.10.1933 wurde Kasch durch den deutschchristlichen Landesbischof Adalbert Paulsen von seinem Propstenamt entbunden und zum 15.11.1933 in die Pfarrstelle der Kirchengemeinde St. Jürgen-Nord in Kiel versetzt. Die Mitgliedschaft Kaschs in der Bekennenden Kirche Schleswig-Holsteins lässt sich ab 1934 belegen. Hier beteiligte er sich an der Ausbildung der Vikare und stelle 1935 die St. Jürgen-Kirche für die erste Bekenntnissynode zur Verfügung. In der Reihe der Veröffentlichungen der Bekennenden Kirche erschien sein Werk Brücke zur Ewigkeit. Ein Wegweiser zum tapferen Christenglauben für Wahrheitssucher im Jahr 1939.
Ab Frühjahr 1938 erkrankte Kasch und war bis 1940 nur zeitweise in der Lage, sein Amt wahrzunehmen. Am 01.08.1940 wurde er in den einstweiligen Ruhestand versetzt. Heinrich Kasch starb am 26.02.1941 in Timmendorfer Strand.
Am 16.10.1928 wurde Kasch zum Propsten der Propstei Südtondern und Pastor der Kirchengemeinde Leck ernannt. Im Juli 1933 trat Kasch der Glaubensbewegung Deutsche Christen bei, weil er der Meinung war, dass durch die Glaubensbewegung eine neue Welle der Evangelisation ausgehen würde, an der er teilhaben wollte. Vermutlich im selben Jahr trat Kasch wieder aus.
Am 25.10.1933 wurde Kasch durch den deutschchristlichen Landesbischof Adalbert Paulsen von seinem Propstenamt entbunden und zum 15.11.1933 in die Pfarrstelle der Kirchengemeinde St. Jürgen-Nord in Kiel versetzt. Die Mitgliedschaft Kaschs in der Bekennenden Kirche Schleswig-Holsteins lässt sich ab 1934 belegen. Hier beteiligte er sich an der Ausbildung der Vikare und stelle 1935 die St. Jürgen-Kirche für die erste Bekenntnissynode zur Verfügung. In der Reihe der Veröffentlichungen der Bekennenden Kirche erschien sein Werk Brücke zur Ewigkeit. Ein Wegweiser zum tapferen Christenglauben für Wahrheitssucher im Jahr 1939.
Ab Frühjahr 1938 erkrankte Kasch und war bis 1940 nur zeitweise in der Lage, sein Amt wahrzunehmen. Am 01.08.1940 wurde er in den einstweiligen Ruhestand versetzt. Heinrich Kasch starb am 26.02.1941 in Timmendorfer Strand.
Kasch, Heinrich
0,3 lfd. Meter
Archivbestand
Literatur: Henschen, Ernst: Fröhlich und mutig durchs Land. In: Wolfgang Prehn (Hrsg.): Zeit, den schmalen Weg zu gehen. Zeugen berichten vom Kirchenkampf in Schleswig-Holstein, Kiel 1985, S. 47–52.
Reumann, Klauspeter: Der Kirchenkampf in Schleswig-Holstein von 1933 bis 1945. In: Blascke, Klaus (Bearb.): Kirche zwischen Selbstbehauptung und Fremdbestimmung, Schriften des Vereins für Schleswig-Holsteinische Kirchengeschichte, Reihe 1, Bd. 31 (1998), S. 111–443.
Reumann, Klauspeter: Der Kirchenkampf in Schleswig-Holstein von 1933 bis 1945. In: Blascke, Klaus (Bearb.): Kirche zwischen Selbstbehauptung und Fremdbestimmung, Schriften des Vereins für Schleswig-Holsteinische Kirchengeschichte, Reihe 1, Bd. 31 (1998), S. 111–443.
Kiel
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
16.10.2025, 12:16 PM CEST
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