Fürstentum Ansbach, Geheimes Archiv: Rittergut Hausen, Akten und Bände (Bestand)
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Fürstentum Ansbach, Geheimes Archiv: Rittergut Hausen, Akten und Bände
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1694-1765
Vorwort: Die Schenken von Limpurg trugen das Rittergut Hausen (Gde. Obersontheim, Lkr. Schwäbisch Hall, Baden-Württemberg) als reichsafterlehenbares Rittergut von (Kur-)Bayern zu Lehen. Sie hatten es 1606 von den Junkern Valentin und Philipp Christoph Echter von Mespelbrunn erworben. Nach dem Aussterben der Schenken von Limpurg fiel das Lehen an Kurbayern heim und wurde zunächst an die Herren von Dankelmann und von Bredow ausgegeben, bis es dann 1744 von Brandenburg-Ansbach erworben werden konnte. 1746 schloss Brandenburg-Ansbach mit den Limpurgischen Allodialeben eine Konvention, die den Besitz Hausens eindeutig regelte. 1753 wurde das Lehengut Hausen dann zugunsten Brandenburg-Ansbachs allodisiert und kurz darauf an die Reichsstadt Schwäbisch Hall verkauft. Bei dieser Gelegenheit wurden die Urkunden und Akten über Hausen zum Geheimen Archiv Ansbach verfügt. 1766 erwarb das Stift Ellwangen das Rittergut (als brandenburg-ansbachisches Afterlehen?), besaß es jedoch nur bis 1779. Die Unterlagen waren ein Bestandteil des Ansbacher Geheimen Archivs und standen in engem Zusammenhang mit den Unterlagen zum Reichslehen Limpurg. Die Signaturen des Geheimen Archivs aus dem 18. Jahrhundert belegen jedoch, dass der Bestand separat verwahrt wurde. Dem wurde bei der Bestandsbildung im Staatsarchiv Nürnberg Folge geleistet. 2016 wurde das handschriftliche Findbuch des 19. Jahrhunderts in EDV neu erfasst; bei dieser Gelegenheit wurden die Akten in neue, säurefreie Umschläge und Archivkartons umgepackt. Hinweis: Siehe auch BayHStA, Kurbayern Geheimes Landesarchiv 994/4 (Kurbayern Geheimes Landesarchiv: Wiesensteig und Rittergut Hausen 1551-1739). - Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, B 444 Bü 4 (Regierung Ellwangen: Rittergut Hausen, 1709-1804 [Nachakten bis 1850]). Siehe auch: Fürstentum Ansbach, Geheimes Archiv: Reichslehen Limpurg Literatur: Tautscher, Anton: Ernst Ludwig Carl (1682-1743), der Begründer der Volkswirtschaftslehre, Jena 1939. - Tautscher, Anton: Carl, Ernst Ludwig. In: Neue Deutsche Biographie (NDB) Bd. 3, Berlin 1957, S. 139. - Kunze, Karl: Ernst Ludwig Carl. Ein fränkischer Chargé d’affaires und Kameralist an Höfen des europäischen Absolutismus, (Diss. phil. Erlangen-Nürnberg) (Beiträge zur Landes- und Volkskunde Frankens 6), Nürnberg 1966. - Kunze, Karl: Der ansbachische Hofrat E. L. Carl als Kameralist, Literat und Agent im Paris des frühen 18. Jahrhunderts. In: Jahrbuch des Historischen Vereins für Mittelfranken 85 (1967/68), S. 40-59. - Kunze, Karl / Lambertz, Thomas: Die Abhandlung über den Reichtum der Fürsten und ihrer Staaten des ansbachischen Hofrats Ernst Ludwig Carl. Übersetzung und Kommentar. In: Jahrbuch des Historischen Vereins für Mittelfranken 94 (1988-89), S. 78-118.
Fürstentum Ansbach, Geheimes Archiv: Rittergut Hausen, Akten und Bände
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Bestand
Akten
ger
Ergänzende Hinweise: in EDV komplett erfasst; Online-Findmittel in Bearbeitung
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
23.05.2025, 09:30 MESZ
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