Klage (vor dem geistlichen Hofgericht) der Anna Boddinck, Ww. des + Hofgerichtsnotars Johann Henrich Buchholtz, als Erben des früheren Stadtsekretärs Johann Pagenstecher (vertreten durch den Prok. Hermann Tinnen) ./. Berndt Schulte Brüning, Eigenhöriger des Leprosenhauses zu Kinderhaus (vertreten durch den Prok. Franz Wilhelm Rokelose (Rökelose))
Vollständigen Titel anzeigen
B-Acta jud, 867
B-Acta jud Acta Judicialia (Rechtsstreitigkeiten)
Acta Judicialia (Rechtsstreitigkeiten) >> 1601-1700
1689 - 1696
Enthält: wegen einer Forderung aus Obligationen des Stadtsekretärs Pagenstecher bei Schulte Brüning, die von den Erben Buchholtz beansprucht werden. Es handelt sich um 2 Obligationen über je 50 RT mit Interesse und Zinsen aus dem Jahre 1598. Am 24.3.1695 entscheidet das Gericht zu Gunsten des Beklagten. Die Akte bringt Auszüge aus dem Einkommensregister des Leprosenhauses von 1650. Erwähnt werden: Arnold Broickman als Vikar und Emonitor des Leprosenhauses, Gerhard Wibbeling als Amtmann des Leprosenhauses, Henrich tor Nevenhauß und Hermann Bispinck zu Kückeling als Provisoren des Leprosenhauses; die Notare: Johann Melchior Bordewieck, Johann Niehauß (beim Gografen in Bakenfeld), Nikolaus Rupe, Nikolaß Henrich Pelle; ferner: Dr. Henrich Timmerscheidt, Dr. Henrich Linden, Dr. Hermann Scheffer, Dr. Henrich Seifert.
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:45 MEZ