Appellationis Auseinandersetzung um Übertretung des Duellplakats
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(1) 3734
Wismar W 91 (W W 3 n. 91)
Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 >> 03. 1. Kläger C
(1712) 10.09.1712-18.10.1712
Kläger: (2) Procurator Civitatis zu Wismar
Beklagter: Hans Ahrens, Zimmergeselle
Fallbeschreibung: Der Bekl. wird der Spionage für den dänischen König geziehen. Seine Zeugen, die das Gegenteil bezeugen sollen, sind teilweise Überläufer aus dem dänischen Belagerungsheer und nicht sehr glaubhaft, einen Eid, den Bekl. für seine Unschuld angeboten hat, lehnt der Kl. in diesem Falle ab und fordert die Anwendung der Tortur. Am selben Tag reicht der Kl. die Akten der ersten Instanz ein und erbittet ihre Öfnung, das Tribunal setzt am 12.09. den 13.09. dazu an. Am 30.09. weist das Tribunal zum umgehenden Verhör der Zeugen an, am 11.10. erklärt der Rat, daß die Zeugen sich geirrt hätten und der Bekl. nicht im feindlichen Lager gewesen sei. weshalb sie um neue Anweisungen bitten. Das Tribunal weist den Rat am 14.10. zum Verhör des einen Zeugen an, am 18.10. berichtet der Rat, daß der Zeuge den Bekl. mit jemand anders verwechselt habe und erbittet Anweisungen. Am 18.10.1712 weist das Tribunal das Ratsgericht an, den Bekl. vor seiner Haftentlassung Urfehde schwören zu lassen, weiteres erhellt nicht.
Instanzenzug: 1. 2. Tribunal 1712
Prozessbeilagen: (7) Rationes dubitandi des Niedergerichts vom 03.09.1712; von Notar Philipp Heinrich PLadecius aufgenommene Appellation vom 08.09.1712
Beklagter: Hans Ahrens, Zimmergeselle
Fallbeschreibung: Der Bekl. wird der Spionage für den dänischen König geziehen. Seine Zeugen, die das Gegenteil bezeugen sollen, sind teilweise Überläufer aus dem dänischen Belagerungsheer und nicht sehr glaubhaft, einen Eid, den Bekl. für seine Unschuld angeboten hat, lehnt der Kl. in diesem Falle ab und fordert die Anwendung der Tortur. Am selben Tag reicht der Kl. die Akten der ersten Instanz ein und erbittet ihre Öfnung, das Tribunal setzt am 12.09. den 13.09. dazu an. Am 30.09. weist das Tribunal zum umgehenden Verhör der Zeugen an, am 11.10. erklärt der Rat, daß die Zeugen sich geirrt hätten und der Bekl. nicht im feindlichen Lager gewesen sei. weshalb sie um neue Anweisungen bitten. Das Tribunal weist den Rat am 14.10. zum Verhör des einen Zeugen an, am 18.10. berichtet der Rat, daß der Zeuge den Bekl. mit jemand anders verwechselt habe und erbittet Anweisungen. Am 18.10.1712 weist das Tribunal das Ratsgericht an, den Bekl. vor seiner Haftentlassung Urfehde schwören zu lassen, weiteres erhellt nicht.
Instanzenzug: 1. 2. Tribunal 1712
Prozessbeilagen: (7) Rationes dubitandi des Niedergerichts vom 03.09.1712; von Notar Philipp Heinrich PLadecius aufgenommene Appellation vom 08.09.1712
Akten
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
29.10.2025, 11:28 AM CET