Schreiben des württ. Regierungsrats an den Expeditionsrat und Stadtvogt Philipp Christoph Vischer zu Stuttgardt
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A 2 c (Zünfte) Nr. A 2 c (Zünfte) Nr. 3259
A 2 c (Zünfte) Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 8-11 u. 18)
Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 8-11 u. 18) >> Bd. 10 Zünfte Tucher und Tuchscherer
1711 September 7
Regest: Die sämtlichen Tuchmacher der Reichsstadt Esslingen haben mitgeteilt, dass sie schon bei 2 Jahren her vom Besuch der Jahrmärkte in dem Land ausgeschlossen seien. Sie haben daher gebeten, bei dem unterm 11. Februar dieses Jahres bis zu erfolgender Schirms-Renovation wieder nach dem alten Herkommen vergönnten Handelsverkehr ihnen zu erlauben, mit ihren Tüchern in dem Land die Jahrmärkte zu besuchen. Dem Gesuch wird willfahrt in der Weise, dass sie keine andere als von ihnen selbst fabrizierte Tücher, die die Landschau und Prob passierten, obschon im Preis unter 1 Taler zu stehen kommende, mithin keine ... (?) Tücher, bei Straf der Confiscation in das Land führen sollen. Der Stadtvogt erhält den Befehl, zu verfügen, dass gemäss dieser Verordnung die Esslinger Tuchmacher sowohl am bevorstehenden als an künftigen Jahrmärkten an Debitierung (= am Verkauf) ihrer selbstfabrizierten landschau- und probmässigen Waren nicht gehindert werden.
Fürstl. Regierungsrat.
Fürstl. Regierungsrat.
Beschreibstoff: Pap.
Archivale
Ausstellungsort: Stuttgardt
Genetisches Stadium: Kopie
Genetisches Stadium: Kopie
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
20.03.2025, 11:14 MEZ