Graf Andreß zu Sonnenberg, Truchsäß zu Waltpurg, verträgt den Abt Johann zu Salmenswyler und die Gebrüder Erhart und Egg von Kündsegg zum Kunsegkerberg wegen der Spänne. Die Herren v. Königsegg beanspruchten, daß der Abt von Salem ihnen jährl. von Bachhaupten (Bachhoupten) gäbe 3 Lämmer, 6 Bachhaupter Käse und den Mai hindurch täglich einen Zieger (den Mayen uß alltag ain zyger), wenn sie danach schickten; sie beriefen sich auf altes Herkommen, während der Abt ihnen die Abgabe vorenthielt, weil die Hoßkircher ihm verwehrten, "sin swaig von Bachhoupten" auf ihre Gemarkung zu treiben, wofür er Lämmer, Käse und Zieger gegeben hätte. Die Parteien werden in folgender Weise vertragen: 1. Der Abt von Salem gibt den Herren v. Königsegg auch fürderhin 3 Lämmer, 6 Bachhaupter Käse und, wenn sie danach schicken, "den mayen uß alltag ain zyger". 2. Bisher haben die von Bachhaupten und von Tafertsweiler "mitt der swaig und anderm iren vich uff die vorgenanten von Hoßkirch getriben und die von Hoßkirch hin widerum uff des genanten Herren von Salmenswyler Gütter gen Bachhopten und Taberswiler gehorent"; in Zukunft soll jede Partei "mitt Trib und tratt uff dem iren beliben". 3. Vieh, das von der einen oder anderen Partei auf des anderen Gütern angetroffen wird, darf gepfändet, doch von einem jedem Stück Vieh nur 4 Haller genommen werden; wird das Vieh in Korn, Hafer oder Gras angetroffen, so soll der Schaden durch Schiedsrichter abgeschätzt werden. 4. Wenn einem Hirten das Herdvieh ausbricht oder wenn ein Hirte, der "den underschaid der marcken nitt wyste", das Vieh über die Marken treibt, soll er mit ein, zwei oder drei Schilling bestraft werden, aber nicht höher. Von der Urkunde werden zwei gleichlautende Exemplare, für jede Partei eines, ausgefertigt