UAT 2/ Akademischer Senat (I), Protokolle
Akademischer Senat (I), Protokolle >> Acta Senatus, Bd. V
Enthält: Anwesend: Rektor Gerlach, Herbrandt, Varnbüler, Hochmann, Halbrütter, Harprecht, Magirus, Mögling, Hamberger, Planer, Ziegler, Crusius; 1.) Anerbietung der "Imagines professorum" und der "oratio funebris" für Johannes Brentz durch Mag. Cellius: Zuerkennung von 30 Königstalern. [UAT 2/5, Bl. 110']; 2.) Klage der Inkarzerierten wg. des Gestankes und ihre Bitte um Entlassung: Gewährung mit Abnahme des Versprechens zu späterer Inkarzerierung und der Racheenthaltung bei schwerer Strafe. Ausschluss ("excludiert") des Schleicher bei ausbleibender Meldung, andernfalls Inkarzerierung. Mehrmalige Abwesenheit, Gassenlaufen und Ruhestörung von Traw (Anm. 1), Klinger, Schelling und Stierlin; Bitte des Traw um Entlassung bis zur Erstattung der Rechnung: Erkundigung; Vereidigung der sieben Inkarzerierten auf Enthaltung der Rache. [UAT 2/5, Bl. 110']; 5.) Unflätige Vorlesung und andere ungebührliche Handlungen des Dr. Grawer (Anm. 2): Versuch zu seiner Anwerbung ("zu gewinnen"); 3.) Schlaghändel des Mag. Brastberger: Inkarzerierung und Schreiben an seinen Vater betr. Abholung. [UAT 2/5, Bl. 111]; 4.) "Herumziehen" des Johannes Georg Lustnawer mit seinem Knecht und seine Gegenüberstellung mit dem Pedellen: Inkarzerierung für zwei Tage. [UAT 2/5, Bl. 111] [UAT 2/5, Bl. 111]; 6.) Forderung des Grillenbad (?), Schwager des Schmid um 12 fl: Gewährung in bar. [UAT 2/5, Bl. 111]; 7.) Hofgerichtsprozess des Dr. Mögling und seines Schwagers gegen Gruppenbach und seine Bitte um Befehl an diesen zur Beendigung seines Baus (?) und zur Befolgung des Urteils: Anweisung zur schriftlichen Einbringung der Klage. [UAT 2/5, Bl. 111]; 8.) Erklärung des Dr. Hamberger betr. Ungeeignetheit seines Sohnes für Krieg und Universität und Bevorzugung von dessen Verheiratung: Verweisung der Erklärung "in pleniorem Senatum". [UAT 2/5, Bl. 111]; Anm. 1: MUT 225, 32. Anm. 2: MUT 129, 58; MUT 200, 72.
Akte
Acta Senatus, Bd. V
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Gemeinfrei
17.12.2025, 09:42 MEZ
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