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Stadt Warendorf Urkunden
1624 März 17
Regest: Wie U 614. Empfänger: Heidenreich von Lethmathe, Domdechant zu Münster. Verkaufssumme: 1000 Reichstaler, Rente 60 Reichstaler. Es bürgen die Bürger zu Warendorf: 1. Richter Johan Vehoff, der sein Haus zwischen Gerhardt Haver zu Wiedenbrück und Johan Havestadt zum Pfand setzt; 2. Kramer Henrich zur Strate, der sein zwischen zwei dem Hugemann gehörigen Häusern am Heumarkt gelegenes Haus zum Pfand gibt; 3. Jurgen thor Mollen, der sein Haus auf der Oststraße zwischen Henrich Hugen Lucae und Jakob Schwenger zum Pfand setzt; 4. Christian Sternebergh, der sein Haus auf der Münsterstraße zwischen Johann Gise und Hermann Huge zum Pfand gibt. Außerdem geben die Bürgen Hab und Gut zum Pfand. Unterschrift des Sekretärs Joh. Consbruch und der 4 Bürgen.
Ausfertigung - Pergament 27,5 x 53 cm; anhängendes Sekretsiegel und Holzkapsel beschädigt. Unter dem Text 1. Bescheinigung des Domkapitels zu Münster vom 17. Dez. 1842 über die vollzogene Ablösung (mit aufgedrücktem Siegel d. Domkapitels unter Oblate); 2. Notiz über die Löschung des Kapitals in Warendorf im Hypothekenbuch vom 2. Dez. 1854. Daher Urkunde kassiert. Bisher U 133.
Urkunden
ipsa die sanctae Gertrudis virginis
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.