Dienstwohnung, Dienstaufwandsentschädigung, einschließlich Dienstwohnung Oberbürgermeister Dr. Zuhorn (Villa Terfloth)
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NL Sperlich, 154
Nr. 88 und Nr. 88a
NL Sperlich Nachlass Sperlich, Georg, Dr.
Nachlass Sperlich, Georg, Dr. >> 2. Berufliche Tätigkeit >> 2.3. Amtszeit als Oberbürgermeister der Stadt Münster
1931 - 1933
Enthält: - Bemühungen um Veräußerung des Hauses Dechaneistraße 29 (gegenüber Regierungspräsident und Gau Westfalen-Nord); Angebot Sperlichs an den Oberbürgermeister der Stadt Münster zum Verkauf seines Hauses (5.09.1936) - Dienstwohnung, Dienstaufwandsentschädigung, u.a. Vorlage an die städtischen Körperschaften vom 27. 2. 1932 mit zahlreichen Anlagen (Einkommensverhältnisse Sperlichs seit der Inflation, Ausbau des Hauses Dechaneistraße 29 für Dienstwohnungs- und Repräsentationszwecke, dadurch entstandene Belastung von 60.000 Mark); im Anhang der Mappe zahlreiche Doppelschriftstücke zu der Korrespondenz zwischen Sperlich und der Stadtverordnetenversammlung bzgl. einer Dienstwohnung oder Ausgleichszahlungen (zwischen 1925 bis 1932) - Sperlich verlangt von der Stadtverordnetenversammlung die Akzeptanz des Hauses Dechaneistraße 29 als seine Dienstwohnung und die Zahlung entsprechender Ausgleichszahlungen (Juli 1928); Aufstellung der Dienstwohnungen und Dienstaufwandsentschädigungen in anderen Kommunen - Korrespondenz mit dem Stadtverordnetenvorsteher Justizrat Peus bzgl. des Ankaufs der Dienstwohnung 'Am Kreuztor 1' und mögliche Ausgleichszahlungen für die Nutzung seiner Wohnung als Dienstwohnung (1931-1933) - Zahlreiche Zeitungsberichte zum Kauf der neuen Oberbürgermeister-Wohnung - Antrag: nachträgliche Anerkennung als Dienstwohnung gegen Verzicht bzw. Verrechnung des Wohnungsgeldes, unter Hinweis auf die Dienstwohnung für den Zweiten Bürgermeister) - weitere Vorgänge zur Dienstwohnungsfrage, auch Ankauf der Villa Terfloth als Dienstwohnung für Oberbürgermeister Dr. Zuhorn mit Stellungnahme Sperlichs dazu an den Stadtverordnetenvorsteher vom 24. 1. 1933 - ferner: Prüfungsausschuß betreffend Aufwandsentschädigung, Gehaltskürzung und Einschränkung des Kraftwagenbetriebes; Bericht über die allgemeinen Ergebnisse des Ausschusses von Dr. Stricker; Stellungnahme Sperlichs vom Januar 1931; Prüfungsbericht über die Neufestsetzung der Dienstaufwandsentschädigung des Herrn Oberbürgermeisters und des Herrn Bürgermeisters, erstattet durch den Stadtverordneten Franke - Magistrat gestattet Sperlich die Anschaffung von Lampen in seinem Haus aus städtischen Mitteln zu bezahlen (Januar 1927); Protest Sperlichs gegen die Besserbehandlung des Bürgermeisters Kiwit bzgl. einer Dienstwohnung (1925); Zeitungsberichte zur Dienstwohnungsfrage - Zeitungsausschnitte und ein Schreiben Sperlichs vom 18.07.1925 zur Dienstaufwandsentschädigung: 'Münster ist zu meiner Zeit die einzige Stadt, die ihrem Oberbürgermeister keine Dienstwohnung zur Verfügung stellt (Münsterische Zeitung vom 20.09.1931). Gleich nach meinem Ausscheiden kauft die Stadt das Haus 'Am Kreuztor 1' als Dienstwohnung für meinen Nachfolger Dr. Zuhorn' - Schreiben Sperlichs an den Stadtverordnetenvorsteher vom 1. 11. 1931 - Zeitungsbericht der Münsterischen Morgenpost zur Frage der Dienstwohnung (5. Februar 1933)
Archivale
Verweis: Vgl. auch die zugehörige Mappe in der "Sondersammlung zum Nachlass Sperlich: Karton A"
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:53 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Stadtarchiv Münster (Archivtektonik)
- Nichtamtliches Archivgut (Tektonik)
- Nachlässe natürlicher Personen, Familien- und Hofarchive (Tektonik)
- Nachnamen Q - S (Tektonik)
- Nachlass Sperlich, Georg, Dr. (Bestand)
- 2. Berufliche Tätigkeit (Gliederung)
- 2.3. Amtszeit als Oberbürgermeister der Stadt Münster (Gliederung)