Erwerb von Schloss und Sitz Hirschbach durch Friedrich Wilhelm I. Ebner
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E 49/II Nr. 2510
E 49/II Holzschuher/Akten und Rechnungen
Holzschuher/Akten und Rechnungen
21.12.1699 - 09.02.1700
Enthält:
1699 Dezember 21: Schreiben des (Papierers) Johann (= Hans) Schegen aus Hirschbach an Friedrich Wilhelm (I.) Ebner in Nürnberg.
Herr Imhoff hat etliche Punkte wegen Hirschbachs gesandt, worauf Schreiber antwortete.
Die Absicht des Adressaten, Hirschbach zu erwerben, ist hier inzwischen ein offenes Geheimnis. Auch der Pfleger zu Velden (Christoph Jacob Holzschuher) weiß schon davon. Der Gerichtsschreiber von Happurg (Conrad Kleehardt) war auch hier und behauptete, sein Pfleger (Gottlieb Tucher, Pfleger Reicheneck) beabsichtige, Hirschbach für die Tucherstiftung zu erwerben.
1699 Dezember 28: Schreiben Schegens, wie vor.
Der Kauf ist nicht länger mehr geheim zu halten.
Fragen des Werts der Möbel, des Ertrags und Werts der Fischweiher usf.
Den Hängboden hatte Herr Carl Wimpfen (! = Johann Carl von Wimpfen) dem Schreiber um 100 Gulden abgekauft, die versprochene Discretion (= Trinkgeld) aber nie gezahlt.
Ein Schreiben vom Stephanstag (= 26. Dezember) liegt immer noch hier, weil wegen des außergewöhnlich starken Schneefalls niemand aus dem Dorf herauskommen kann. Morgen will jedoch jemand versuchen, mit dem Pferd fortzukommen.
Dabei:
Undatiert: 6 Güterbeschreibungen von Hirschbach.
Das Schloss besitzt in seiner Mauer drei Türme: Einer bildet den Eingang, im anderen ist eine Bad- oder Waschstube eingerichtet, der dritte enthält das Gefängnis.
Gegenüber dem Schloss steht das Viehhaus mit einem gemauerten Stadel. Das Schulhaus steht auf einem Keller. Ein öder Kohlenstadel. Das Kirchlein St. Wolfgang hat 3 Glocken und eine Schlaguhr.
1700 Februar 9: Schreiben (Kopie) des Johann Carl von Wimpfen aus Freiburg im Breisgau an den Käufer Hirschbachs (= Friedrich Wilhelm I. Ebner).
Schreiber reiste aus Straßburg, von wo aus er seinen letzten Brief am 3. Februar an den Adressaten gesandt hatte, nach Freiburg, um dort seinen erkrankten Bruder Johann Christoph zu besuchen.
Die Brüder sind mit den Bedingungen des Verkaufs von Hirschbach einverstanden. Verweis auf ein Schreiben Ebners vom 17. Januar. Kaufsumme: 7300 Gulden plus 400 Gulden Leikauf. Bei Überweisung des Leikaufs war Herr Grießbach in Straßburg beteiligt, in Nürnberg der Handelsmann Daniel Bruch. Weiteres wird nach Rückkehr der Schreiber zu besprechen sein. Bruder Georg Abraham von Wimpfen erwähnt.
1699 Dezember 21: Schreiben des (Papierers) Johann (= Hans) Schegen aus Hirschbach an Friedrich Wilhelm (I.) Ebner in Nürnberg.
Herr Imhoff hat etliche Punkte wegen Hirschbachs gesandt, worauf Schreiber antwortete.
Die Absicht des Adressaten, Hirschbach zu erwerben, ist hier inzwischen ein offenes Geheimnis. Auch der Pfleger zu Velden (Christoph Jacob Holzschuher) weiß schon davon. Der Gerichtsschreiber von Happurg (Conrad Kleehardt) war auch hier und behauptete, sein Pfleger (Gottlieb Tucher, Pfleger Reicheneck) beabsichtige, Hirschbach für die Tucherstiftung zu erwerben.
1699 Dezember 28: Schreiben Schegens, wie vor.
Der Kauf ist nicht länger mehr geheim zu halten.
Fragen des Werts der Möbel, des Ertrags und Werts der Fischweiher usf.
Den Hängboden hatte Herr Carl Wimpfen (! = Johann Carl von Wimpfen) dem Schreiber um 100 Gulden abgekauft, die versprochene Discretion (= Trinkgeld) aber nie gezahlt.
Ein Schreiben vom Stephanstag (= 26. Dezember) liegt immer noch hier, weil wegen des außergewöhnlich starken Schneefalls niemand aus dem Dorf herauskommen kann. Morgen will jedoch jemand versuchen, mit dem Pferd fortzukommen.
Dabei:
Undatiert: 6 Güterbeschreibungen von Hirschbach.
Das Schloss besitzt in seiner Mauer drei Türme: Einer bildet den Eingang, im anderen ist eine Bad- oder Waschstube eingerichtet, der dritte enthält das Gefängnis.
Gegenüber dem Schloss steht das Viehhaus mit einem gemauerten Stadel. Das Schulhaus steht auf einem Keller. Ein öder Kohlenstadel. Das Kirchlein St. Wolfgang hat 3 Glocken und eine Schlaguhr.
1700 Februar 9: Schreiben (Kopie) des Johann Carl von Wimpfen aus Freiburg im Breisgau an den Käufer Hirschbachs (= Friedrich Wilhelm I. Ebner).
Schreiber reiste aus Straßburg, von wo aus er seinen letzten Brief am 3. Februar an den Adressaten gesandt hatte, nach Freiburg, um dort seinen erkrankten Bruder Johann Christoph zu besuchen.
Die Brüder sind mit den Bedingungen des Verkaufs von Hirschbach einverstanden. Verweis auf ein Schreiben Ebners vom 17. Januar. Kaufsumme: 7300 Gulden plus 400 Gulden Leikauf. Bei Überweisung des Leikaufs war Herr Grießbach in Straßburg beteiligt, in Nürnberg der Handelsmann Daniel Bruch. Weiteres wird nach Rückkehr der Schreiber zu besprechen sein. Bruder Georg Abraham von Wimpfen erwähnt.
Archivale
Indexbegriff Person: Bruch, Daniel
Indexbegriff Person: Ebner, Friedrich Wilhelm
Indexbegriff Person: Grießbach, N (Straßburg)
Indexbegriff Person: Holzschuher, Christof Jakob
Indexbegriff Person: Hörmann von Wimpfen, Georg Abraham
Indexbegriff Person: Hörmann von Wimpfen, Johann Carl
Indexbegriff Person: Hörmann von Wimpfen, Johann Christof
Indexbegriff Person: Imhoff, N
Indexbegriff Person: Kleehardt, Conrad
Indexbegriff Person: Schegen, Hans
Indexbegriff Person: Tucher, Gottlieb
Indexbegriff Person: Wimpfen, s.a. Hörmann von Wimpfen
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Vogteiliche Rechte
Indexbegriff Person: Ebner, Friedrich Wilhelm
Indexbegriff Person: Grießbach, N (Straßburg)
Indexbegriff Person: Holzschuher, Christof Jakob
Indexbegriff Person: Hörmann von Wimpfen, Georg Abraham
Indexbegriff Person: Hörmann von Wimpfen, Johann Carl
Indexbegriff Person: Hörmann von Wimpfen, Johann Christof
Indexbegriff Person: Imhoff, N
Indexbegriff Person: Kleehardt, Conrad
Indexbegriff Person: Schegen, Hans
Indexbegriff Person: Tucher, Gottlieb
Indexbegriff Person: Wimpfen, s.a. Hörmann von Wimpfen
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Vogteiliche Rechte
Freiburg/Breisgau
Happurg
Hirschbach, Fischwasser
Hirschbach, Hammergut
Hirschbach, Hänghaus (Papierhaus)
Hirschbach, Keller unter dem Schulhaus
Hirschbach, Kirche
Hirschbach, Kirchturm
Hirschbach, Kohlenstadel
Hirschbach, Papiermühle
Hirschbach, Schloss
Hirschbach, Schloss - Mauerturm - Gefängnisturm
Hirschbach, Schloss - Mauerturm - Torturm
Hirschbach, Schloss - Mauerturm - Waschturm
Hirschbach, Schulhaus
Hirschbach, Viehhaus
Hirschbach, Viehhaus - Stadel
Reicheneck
Straßburg
Velden
Papierer, Hirschbach
Schlosskauf
Gutskauf
Pfleger, Velden
Gerichtsschreiber Happurg
Pfleger, Reicheneck
Kaufinteresse
Tucherstiftung
Möbel
Fischweiher
Hängboden
Discretion
Schneefall, starker
Güterbeschreibung
Mauerturm
Torturm
Waschstube
Gefängnisturm
Stadel
Schulhaus
Keller
Kohlenstadel
Kirche
Kirchenglocken
Schlaguhr
Briefwechsel
Krankheit
Zustimmung
Leihkauf
Überweisung
Handelsmann
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
05.06.2025, 1:00 PM CEST
Hierarchy
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- Stadtarchiv Nürnberg (Archival tectonics)
- Bestandsgruppe E: Dokumentationsgut privater Provenienz (Archival tectonics)
- E 49 - Familienarchiv von Holzschuher (Archival tectonics)
- E 49/II - Familienarchiv Holzschuher / Akten und Rechnungen (Archival tectonics)
- Holzschuher/Akten und Rechnungen (Archival holding)