Vollmacht des Johann Carl (II.) Ebner
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E 56/VI Nr. 548
E 56/VI Ebner/Genealogische Sammlung
Ebner/Genealogische Sammlung
06.07.1753
Enthält:
1753 Juli 6, Nürnberg: Gesiegelte Vollmacht des Johann Carl (= Hans Carl II.) Ebner für den Reichshofratsagenten Andreas Gottlieb von Fabrice.
Anlass:
Christoph Tetzel hatte 1727 Oktober 4 testamentarisch u.a. das Gut Artelshofen zu einer Stiftung gemacht, deren Administration nach Aussterben der Tetzel im Mannesstamm dem inzwischen verstorbenen Vater des Ausstellers, Hieronymus Wilhelm Ebner, und dessen männlichen Nachkommen aufgetragen wurde. Der Vater hatte seinerseits 1750 März 11 ein Testament errichtet, wonach Artelshofen und andere Güter zu einem Fideikommiss gemacht wurden, deren Verwaltung zunächst die Mutter des Ausstellers, Maria Jacobina Ebner, geb. Nützel, ausüben sollte. Der Vater hatte bezüglich der Fideikommiss- und Stiftungsverwaltung noch weitere Dispositionen getroffen, die Aussteller in einem Vergleich vom 14. Februar d.J. anerkannt hat. Beim Reichshofrat ist ein Fall anhängig, nämlich der Holstein-Plönischen Prinzenstimmen gegen die Tetzel von Kirchensittenbach, in welche Sache auch die Erben des Christoph Wilhelm Scheurl verstrickt sind. Eine zwischenzeitliche Sentenz vom 11. Mai d.J. verlangte nun, dass der Aussteller ebenso einen Bevollmächtigten ernenne, wie seine Mutter (die offenbar den selben Mandatar beauftragt hat).
In Blei der Zusatz, dass die Vollmacht in größerer Schrift bis morgen 11 Uhr gefertigt werden müsse.
Rückseitig in Blei: Fragmenta Ploenische Process-Acta.
1753 Juli 6, Nürnberg: Gesiegelte Vollmacht des Johann Carl (= Hans Carl II.) Ebner für den Reichshofratsagenten Andreas Gottlieb von Fabrice.
Anlass:
Christoph Tetzel hatte 1727 Oktober 4 testamentarisch u.a. das Gut Artelshofen zu einer Stiftung gemacht, deren Administration nach Aussterben der Tetzel im Mannesstamm dem inzwischen verstorbenen Vater des Ausstellers, Hieronymus Wilhelm Ebner, und dessen männlichen Nachkommen aufgetragen wurde. Der Vater hatte seinerseits 1750 März 11 ein Testament errichtet, wonach Artelshofen und andere Güter zu einem Fideikommiss gemacht wurden, deren Verwaltung zunächst die Mutter des Ausstellers, Maria Jacobina Ebner, geb. Nützel, ausüben sollte. Der Vater hatte bezüglich der Fideikommiss- und Stiftungsverwaltung noch weitere Dispositionen getroffen, die Aussteller in einem Vergleich vom 14. Februar d.J. anerkannt hat. Beim Reichshofrat ist ein Fall anhängig, nämlich der Holstein-Plönischen Prinzenstimmen gegen die Tetzel von Kirchensittenbach, in welche Sache auch die Erben des Christoph Wilhelm Scheurl verstrickt sind. Eine zwischenzeitliche Sentenz vom 11. Mai d.J. verlangte nun, dass der Aussteller ebenso einen Bevollmächtigten ernenne, wie seine Mutter (die offenbar den selben Mandatar beauftragt hat).
In Blei der Zusatz, dass die Vollmacht in größerer Schrift bis morgen 11 Uhr gefertigt werden müsse.
Rückseitig in Blei: Fragmenta Ploenische Process-Acta.
Archivale
Indexbegriff Person: Ebner, Hans Carl II. s a Johann Carl
Indexbegriff Person: Ebner, Hieronimus Wilhelm
Indexbegriff Person: Ebner, Johann Carl II. s a Hans Carl
Indexbegriff Person: Ebner, Maria Jakobina geb Nützel
Indexbegriff Person: Fabrice Reichshofratsagent = Andreas Gottlieb von Fabricius
Indexbegriff Person: Fabricius, Andreas Gottlieb von
Indexbegriff Person: Holstein-Plön, N Prinzen von
Indexbegriff Person: Meckenhauser, Nikolaus jun
Indexbegriff Person: N M H = Nikolaus Meckenhauser (jun)
Indexbegriff Person: Plön, Familie von s Holstein-Plön
Indexbegriff Person: Scheurl, Christof Wilhelm
Indexbegriff Person: Tetzel, Christoph
Indexbegriff Person: Wildhagen, Hasso
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Genealogische Forschungen zur Fam. Ebner
Indexbegriff Person: Ebner, Hieronimus Wilhelm
Indexbegriff Person: Ebner, Johann Carl II. s a Hans Carl
Indexbegriff Person: Ebner, Maria Jakobina geb Nützel
Indexbegriff Person: Fabrice Reichshofratsagent = Andreas Gottlieb von Fabricius
Indexbegriff Person: Fabricius, Andreas Gottlieb von
Indexbegriff Person: Holstein-Plön, N Prinzen von
Indexbegriff Person: Meckenhauser, Nikolaus jun
Indexbegriff Person: N M H = Nikolaus Meckenhauser (jun)
Indexbegriff Person: Plön, Familie von s Holstein-Plön
Indexbegriff Person: Scheurl, Christof Wilhelm
Indexbegriff Person: Tetzel, Christoph
Indexbegriff Person: Wildhagen, Hasso
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Genealogische Forschungen zur Fam. Ebner
Artelshofen
Röthenbach bei St. Wolfgang, Papiermühle
Vollmacht
Siegel, Johann Carl II. Ebner
Reichshofratsagent
Testament
Stiftung
Aussterben
Stiftungsadministration
Fideikommiss, Hieronymus Wilhelm Ebner
Fideikommissverwaltung
Reichshofrat
Rechtsstreit
Prinzen
Erben
Sentenz
Prozessakten
Wasserzeichen Bischof N M H
Papierer, Röthenbach bei St. Wolfgang
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.06.2025, 13:02 MESZ