Leonhard Linsi von Mähringen ("Mo/e/ringen") [Stadt Ulm] bekennt dass ihm die Ulmer Bürger Georg Lieber und Christoph ("Stoffel") Kramer, derzeit Pfleger des Heiliggeistspitals in Ulm [abgegangen, Bereich Neue Straße, Lagerbuch Nr. 261/2 und 254], das Gut des Spitals in Mähringen ohne den großen Stadel und den Zehnten, die vormals der verstorbene Johann Löw als Leibgeding besessen hat, auf Lebenszeit verliehen haben. Er verpflichtet sich, das Gut in gutem Kulturzustand zu halten und dem Spital davon jährlich 12 Imi Rauhkorn, nämlich Fesen und Hafer, 5 Pfund Heller Heugeld, 2 Herbsthühner, 1 Fastnachtshuhn und 50 Eier nach Ulm zu liefern. Bei unsachgemäßer Bewirtschaftung oder Säumnis in der Lieferung der Abgaben können ihm die Spitalpfleger das Gut wieder entziehen. Für die Verleihung hat er 8 rheinische Gulden als Handlohn bezahlt.