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A III 16 Sammlung Roosen (Rosen)
Sammlung Roosen (Rosen) >> Altes Gerichtsarchiv Hüls, Urkunden (Verzeichnung Deilmann)
1765
Regest: J. Doetsch, Amtmann, beurkundet, daß Anton Coenen den Hausarmen zu Hüls, vertreten durch den Pastor W. E. Adams sowie durch die Provisoren Stefan Martin Heddrig und Peter Papen einen Morgen Ackerland im Hülser Feld veräußert. Die Parzelle liegt am Kampweg nahe beim Leefgen zwischen den Pastorats- und Konventsländereien. Der Verkaufspreis beträgt 200 Kempener Taler, dabei verbleibt Anton Coenen und seinen Nachkommen ewig die Nutznießung der Parzelle, doch müssen sie alljährlich am Martinsfest oder innerhalb der nächsten 14 Tage den Provisoren ein Malter Roggen Kempener Maß liefern. Bis Martin 1766 steht es Anton Coenen frei, den Verkauf rückgängig zu machen. Actum Hüls (1765 Februar 28)^p1. Zusatz 1765 März 20. J. Doetsch bestimmt, daß aus dem Kaufpreis die Schuld der Erbgenossen Mostert, wie sie am 15. Dezember 1763 gerichtlich festgelegt wurde, beglichen werden soll, und die Quittung durch die Provisoren dem Gericht einzureichen sei. Actum Hüls.^p2. Zusatz 1765 November 29. Anton Coenen bescheinigt, daß ihm der Kaufpreis gezahlt wurde. Actum Hüls. ^pOr. Pap.
Urkunden
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 12:00 MEZ