Vor Bürgermeister und Rat der Stadt bekennen Johan Grabbe und Cordt Tillill als Dechanten der Armen im Heiligen Geiste auf der Neustadt, daß sie vom Bürgermeister Sander Grothe 100 rh. Gfl. in versiegelten Briefen empfangen haben, wofür sie eine jährliche Rente von 5 Gfl. verkaufen. Die Hälfte dieser Rente erhält Sander Grothe jährlich, solange er lebt, zwischen Michaelis und Weihnachten ausbezahlt. Die andere Hälfte, wozu nach Sanders Tode auch der Betrag der Leibrente kommt, soll unter diejenigen Armen verteilt werden, die nicht zum gemeinsamen Feuer in der Küche kommen können, damit diese in ihren Kammern Feuer machen können. Jedes Jahr, wenn die Dechanten Rechenschaft ablegen, soll auch dem Stifter Bericht erstattet werden; nach Sanders Tode sollen die zwei ältesten Mannerben oder, falls keine Mannerben vorhanden, die ältesten der Schwiegersöhne ("dochtermenne") die Aufsicht über die Stiftung führen. Von dieser Urkunde erhält eine Ausfertigung der Stifter, die zweite die oben genannten Dechanten, und die dritte der Rat der Stadt. Siegelankündigung. Datum anno Domini vyffteinhundert neigen un veirtich am sozondage quasimodogeniti.

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