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Ferdinand Wilhelm Brandt, Lizentiat beider Rechte, kaiserlicher
Hofrat, kurfürstlich-trierischer Stadt- und Propsteischultheiß in
Wetzlar, Advokat...
Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1751-1760
1751 August 18
Ausfertigung, Pergament, vier aufgedrückte Lacksiegel (nur noch Siegelreste), ein angehängtes Siegel (fehlt)
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: So geschehen Wetzlar den 18. tag monaths August im jahr nach der gnadenreichen geburth unsers Herrn und Heylandts ein tausend sieben hundert ein und funffzig ...
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Ferdinand Wilhelm Brandt, Lizentiat beider Rechte, kaiserlicher Hofrat, kurfürstlich-trierischer Stadt- und Propsteischultheiß in Wetzlar, Advokat des kaiserlichen Kammergerichts und kaiserlicher Hof- und Pfalzgraf, bekundet, dass er auf Bitten des Johann Philipp Schüssler aus Salmünster im Hochstift Fulda diesem, kraft des ihm durch [Karl IV. Theodor] den Kurfürsten von der Pfalz 1749 März 26 verliehenen Amts und Privilegs des Hofpfalzgrafen, das Amt eines kaiserlichen Notars und Richters verliehen hat. Ferdinand Brandt hat die eheliche Geburt und den untadeligen Lebenswandel Johann Schüsslers bezeugt und ihm nach einjähriger Tätigkeit in seiner Schreibstube die für das Notarsamt notwendigen Fähigkeiten bescheinigt. Johann Schüssler hat auf Gott und das hl. Evangelium folgenden Amtseid als kaiserlicher Notar geschworen: Er hat versprochen, treu gegenüber dem Kaiser und seinen Nachfolgern zu sein; stets Schaden von Kaiser und Reich abzuwenden; sein Notarsamt ordentlich zu führen und über alles, was ihm zugetragen wird, ohne falsche oder betrügerische Absicht ein Notariatsinstrument auszufertigen; Verschwiegenheit über ihm anvertraute Dinge zu bewahren; wissentlich keine Instrumente über verbotene Handlungen auszufertigen, jedoch alle erlaubten Handlungen vorzunehmen; sein Amt ohne Parteilichkeit, Emotionen und Leidenschaften auszuüben; stets redlich und fleißig zu sein. Darauf hat Ferdinand Brandt Johann Schüssler im Namen der hl. Dreifaltigkeit sein in dieser Urkunde abgebildetes Notarssignet und die mit seinem Notars- und Richteramt verbundenen Freiheiten und Vorrechte verliehen. Damit besitzt Johann Schüssler künftig das Recht, auf dem ganzen Reichsgebiet Amt und Tätigkeiten eines kaiserlichen Notars auszuüben. Ankündigung des großen Notarssiegels Ferdinand Brandts. Ankündigung der Unterfertigung. Handlungsort: Wetzlar. Anton (Antonius) Fischer bekundet, dass er nach dem ausstellenden Hofpfalzgraf Ferdinand Brandt und den beiden Zeugen die Notarserhebung ebenfalls notariell beglaubigt und unterschrieben hat. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Siegel: Lacksiegel)
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: (Ferdinandus Guilielmus Brandt ius utriusque licentiatus / sacri imperialis consistorii comes / sermo principi Baad Baadensi / a consiliis aulicis camerae imperialis / advocatus et procurator
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: Franciscus Michael Huppmann qua testis
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: Hanns Henricus Hillenkamp qua testis
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: Antonius Fischer notarius caesareus publicus et iuratus nec / [Lücke im Text] [imper]ialis camerae copista ad hoc specialiter requisitus manu propria)
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Franz Michael Huppmann
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Johann Heinrich Hillenkamp
Vermerke (Urkunde): Siegler: [Ferdinand Wilhelm Brandt]
Vermerke (Urkunde): Siegler: [Franz Michael Huppmann]
Vermerke (Urkunde): Siegler: Johann Heinrich Hillenkamp
Vermerke (Urkunde): Siegler: [Anton Fischer]
Die Initiale und der obere Rand der Urkunde ist mit reichem Pflanzen- und Blumenschmuck verziert.
Die Urkunde zeigt in der Mitte das an Johann Philipp Schüssler verliehene Notarssignet.
Die Unterschrift des Notars Anton Fischer weist durch das ausgeschnittene Siegel Lücken auf.
Information on confiscated assets
Further information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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