Zwischen münsterschen (vechtaischen) und osnabrückschen (vördenschen) Beamten fortgesetzte Streitgkeiten und die infolge derselben verschiedentlich vorgefallenen Tätlichkeiten über das Trauergeläut in den Kirchspielen Damme und Neuenkirchen aus den Jahren 1688 und 1715 bis 1792
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NLA OL, Best. 110, Nr. 283
Organisations- und Aktenzeichen: VIII B 12
NLA OL, Best. 110 Behörden des Niederstifts Münster
Behörden des Niederstifts Münster >> 1 Münsterische Abteilung, Status 1870 >> 1.1 Verhandlungen mit benachbarten Regierungen >> 1.1.8 Verhandlungen, insbesondere Streitigkeiten mit benachbarten Regierungen über die geistliche Jurisdiktion sowie die Religionsausübung in den Ämtern Vechta und Cloppenburg (1551-1803)
1688 - 1792
Enthält: u.a. Schreiben des Soldaten/Granadiers Büsing an den Sekretär des vechtaischen Drosten von Galen wegen des in der Kirche zu Damme stattgefundenen Trauergeläut vom 04.07.1688 (Bl. 2 r f.); Schreiben des vehctiaschen Drosten von Galen an seinen Vetter, den Domdechanten des Stifts Münster wegen des Trauergeläuts vom 16.07.1688 (Bl. 3 r); Schreiben des vechtaischen Drosten von Galen an die münstersche Regierung wegen des verbotenen Trauergeläuts vom 01.09.1688 (Bl. 10 r f.); Schreiben des vechtaischen Rentmeisters Driver an die münstershe Regierung wegen des Trauergeläuts von osnabrückschen Untertanen mit Beilagen (u.a. Berichte über das Geläut) vom 18.12.1718 (Bl. 31 r ff.); Berichte des dammer Vogts Klumpe über in er Vergangenheit stattgefundenes Geläut vom 19.03.1716 (Bl. 42 r); Schreiben des vechtaischen Rentmeisters Driver an die münstersche Regierung wegen der eingeführten Ordere zur Abschaffung des Geläuts vom 06.02.1719 (Bl. 68 r f.)
Enthält: Schreiben des vechtischen Rentmeisters Driver und des Drosten von Galen wegen des in den Kirchspielen Damme und Neuenkirchen verursachten Geläuts mit zahlreichen Beilagen (u.a. notarielle beglaubigte Berichte über das Geläut, Rechnung betrefflich der Notare verfassten Berichte in Höhe von 66 Goldgulden(?)) vom 10.04.1719 (Bl. 74 r ff.); Schreiben des vechtaischen Rentmeisters Driver an die münstersche Regierung wegen des Geläuts in den Kirchspielen Damme und Neuenkirchen und die dadurch verursachten Tätlichkeiten mit Beilagen( u.a. Protestation des Amtes Vörden) vom 12.08.1761 (Bl. 93 r ff.); Schreiben des vechtaischen Rentmeisters Driver an die münstersche Regierung wegen der Jurisdiktionsmöglichkeiten beim Geläut in den Kirchspielen Damme und Neuenkirchen mit Beilagen (Fragen der Vögte nach der Jurisdiktion) vom 12.10.1765 (Bl. 119 r ff.); Schreiben von Bischof Maximilian Franz von Münster an seine Regierung mit dem Befehl das Trauergeläut in den Kirchspielen Damme und Neuenkirchen deutlich zu beschränken vom 17.05.1784 (Bl. 135 r f.); Schreiben des vechtaischen Rentmeisters Driver an die münstersche Regierung über die gewaltsame Entnahme der Schlüssel der Kirchentür von Damme mit Beilagen (notariell beglaubigte und gesiegelte Berichte über den Vorfall) vom 14.06.1784 (Bl. 141 r ff.); Schreiben eds vechtaischen Rentmeisters Driver wegen sanktionierten Vergehen im Kirchspiel Damme mit Beilagen (u.a. Auszug aus dem dammer Gerichtsprotokoll, Liste mit gestraften Personen) vom 05.06.1784 (Bl. 148 r ff.); Schreiben des vechtaischen Rentmeisters Driver an die münstersche Regierung wegen der in den Kirchspielen Damme und Neuenkirchen stattgefundenen Trauergeläuts mit Beilagen (Berichte der Vögte) vom 23.04.1790 (Bl. 178 r ff.); Schreiben in derselben Sache mit Beilage (Schreiben von vördenschen Beamten) vom 13.06.1792 (Bl. 196 r ff.)
Enthält: Schreiben des vechtischen Rentmeisters Driver und des Drosten von Galen wegen des in den Kirchspielen Damme und Neuenkirchen verursachten Geläuts mit zahlreichen Beilagen (u.a. notarielle beglaubigte Berichte über das Geläut, Rechnung betrefflich der Notare verfassten Berichte in Höhe von 66 Goldgulden(?)) vom 10.04.1719 (Bl. 74 r ff.); Schreiben des vechtaischen Rentmeisters Driver an die münstersche Regierung wegen des Geläuts in den Kirchspielen Damme und Neuenkirchen und die dadurch verursachten Tätlichkeiten mit Beilagen( u.a. Protestation des Amtes Vörden) vom 12.08.1761 (Bl. 93 r ff.); Schreiben des vechtaischen Rentmeisters Driver an die münstersche Regierung wegen der Jurisdiktionsmöglichkeiten beim Geläut in den Kirchspielen Damme und Neuenkirchen mit Beilagen (Fragen der Vögte nach der Jurisdiktion) vom 12.10.1765 (Bl. 119 r ff.); Schreiben von Bischof Maximilian Franz von Münster an seine Regierung mit dem Befehl das Trauergeläut in den Kirchspielen Damme und Neuenkirchen deutlich zu beschränken vom 17.05.1784 (Bl. 135 r f.); Schreiben des vechtaischen Rentmeisters Driver an die münstersche Regierung über die gewaltsame Entnahme der Schlüssel der Kirchentür von Damme mit Beilagen (notariell beglaubigte und gesiegelte Berichte über den Vorfall) vom 14.06.1784 (Bl. 141 r ff.); Schreiben eds vechtaischen Rentmeisters Driver wegen sanktionierten Vergehen im Kirchspiel Damme mit Beilagen (u.a. Auszug aus dem dammer Gerichtsprotokoll, Liste mit gestraften Personen) vom 05.06.1784 (Bl. 148 r ff.); Schreiben des vechtaischen Rentmeisters Driver an die münstersche Regierung wegen der in den Kirchspielen Damme und Neuenkirchen stattgefundenen Trauergeläuts mit Beilagen (Berichte der Vögte) vom 23.04.1790 (Bl. 178 r ff.); Schreiben in derselben Sache mit Beilage (Schreiben von vördenschen Beamten) vom 13.06.1792 (Bl. 196 r ff.)
Verzeichnung
Identifikation: Nebenlaufzeit von: 1792
Die Akte ist in mehrere Faszikel nach Jahren unterteilt, insgesamt 5 Faszikel mit den Jahresangaben: 1688; 1715, 1716 + 1719; 1761 + 1765; 1784 + 1785; 1790 + 1792.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
16.06.2025, 11:08 MESZ
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- 1 Münsterische Abteilung, Status 1870 (Gliederung)
- 1.1 Verhandlungen mit benachbarten Regierungen (Gliederung)
- 1.1.8 Verhandlungen, insbesondere Streitigkeiten mit benachbarten Regierungen über die geistliche Jurisdiktion sowie die Religionsausübung in den Ämtern Vechta und Cloppenburg (1551-1803) (Gliederung)