Nachlass Friedrich Lentze (Bestand)
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V 058
Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (Archivtektonik) >> 4. Nichtstaatliches Schriftgut / Archivische Sammlungen >> 4.4. Nachlässe und Sammlungen (V) >> 4.4.1. Nachlässe und Sammlungen von einzelnen Personen
(1685)-1985
Handakten zur Prozessführung in Zivil- und Strafverfahren und der freiwilligen Gerichtsbarkeit, alphabetisch geordnet nach Familienamen des Klägers und/oder Beklagten.
Bestandsgeschichte: Friedrich Lentze (1787-1862), 1820-1825 Rechtsanwalt in Schwelm, danach Rechtsanwalt und Notar in Soest.
Form und Inhalt: Nach Vermittlung eines Antiquars aus Bad Driburg, über das Nordrhein-westfälische Staatsarchiv Detmold und das Westfälische Archivamt in Münster, gelangte 1975 aus Privathand in Paderborn der größte Anteil, 1976 ein weiterer Teil und 1986 der Restnachlaß des Rechtsanwalts und Notars Friedrich Lentze durch Ankauf an das hiesige Staatsarchiv. Die in völliger Unordnung befindlichen Archivalien wurden zunächst grob nach Jahrgängen geordnet und dabei drei Provenienzen ermittelt:
- Manualakten Lentzes aus seiner Notariatskanzlei in Schwelm (1820-1825) und ab 1825 in Soest
- Akten des Drostenamtes Cappel-Lipperode
- Akten aus dem Nachlaß Rose, Lippstadt
Unterlagen der beiden letzten Provenienzen übergab man an das Stadtarchiv Lippstadt (vgl. Dienstregistratur des NW Staatsarchivs Münster, Az: 12.1.1.1975/76).
Bei den Manualakten des Rechtsanwalts und Notars Lentze (ab 1843 auch Justizrat, siehe Nr. 2066 des vorliegenden Bestandes) handelt es sich überwiegend um Unterlagen aus allgemeinen Streitsachen der freiwilligen Gerichtsbarkeit sowie der Prozeßführung in Zivil- und Strafverfahren. Insgesamt wurden 5233 Einzelverfahren für den Zeitraum 1820-1864 gezählt. Bei der Fülle des Materials bot sich eine schematisierte Verzeichnung an, die den Kläger (K), Beklagten (B) und Gegenstand (G) zu Grunde legte. Die häufig in Vormundschaftssachen oder als Zeugen, Beklagte, Beistände, Kuratoren in den Akten genannten anderen Personen wurden unter der Rubrik Sonstige (S) erfaßt. Bei der Klassifizierung entschloß sich der Bearbeiter, die nur noch vereinzelt zu erkennende Notariatsregistratur, einst alphabetisch nach Klägern geordnet, wiederherzustellen. In den Fällen, wo ein Kläger nicht ermittelt werden konnte, wurde der Beklagte eingeordnet oder, falls dieser auch nicht namentlich vorlag, ein im Verfahrenszusammenhang stehender Sonstiger. Der vorliegende Nachlaß Lentzes enthält Bearbeitungsvermerke oder Korrespondenzen u. a. folgender Justizkommissare: Schulenburg (Lippstadt) , Holle (Soest), Loerbrocks (Soest), Lent (Soest), des Direktors am königl. Land- und Stadtgericht zu Soest v. Viebahn, der Assessoren: Ostendorf, Dreckmann, Crusemann, Hannecke, Hülshoff, Zeppenfelde, der dortigen Referendare: Dohm, v. Martin, v. Spiessen, L. v. Schmitz, Walther, der Auskultatoren: Müller, v. Schmitz, von Michels, der Taxatoren: Andernach, Bewer, Marquard, Teigelskamp, des Rendanten Klingbeil sowie Hinweise auf die Gerichtsboten bzw. Gerichtsdiener: Brinckmann, Braun, Fleer, Kirchhoff, Krollpfeifer, Schracke. Zahlreiche Manualakten wurden vor Übernahme in das Staatsarchiv Münster durch Privathand und nach der Übernahme durch Diebstahl von vorphilatelistischen Ganzsachen geschädigt; letzteres erklärt herausgerissene Einzelblätter aus den fadengehefteten Akten oder den Faszikeln.
Ergänzend zu diesem Bestand befinden sich in den Beständen des Staatsarchivs Münster Notariatsakten Lentzes (Notariatsprotokolle, Wechsel-Proteste, Register) im Bestand Notare (Schwelm Nr. 1-14, Zeitraum: 1820-1825; Soest Nr. 1-182, Zeitraum: 1825-1892).
Münster, 1991
gez. Dr. Franz
Die Findbücher (ohne die Anhänge in Band 4) wurden im Jahre 2008 durch die Firma Memnon konvertiert. Überprüfung und erforderliche Korrekturen erledigte FAMI Frau Stebner 2009.
Kießling, November 2009
Bestandsgeschichte: Friedrich Lentze (1787-1862), 1820-1825 Rechtsanwalt in Schwelm, danach Rechtsanwalt und Notar in Soest.
Form und Inhalt: Nach Vermittlung eines Antiquars aus Bad Driburg, über das Nordrhein-westfälische Staatsarchiv Detmold und das Westfälische Archivamt in Münster, gelangte 1975 aus Privathand in Paderborn der größte Anteil, 1976 ein weiterer Teil und 1986 der Restnachlaß des Rechtsanwalts und Notars Friedrich Lentze durch Ankauf an das hiesige Staatsarchiv. Die in völliger Unordnung befindlichen Archivalien wurden zunächst grob nach Jahrgängen geordnet und dabei drei Provenienzen ermittelt:
- Manualakten Lentzes aus seiner Notariatskanzlei in Schwelm (1820-1825) und ab 1825 in Soest
- Akten des Drostenamtes Cappel-Lipperode
- Akten aus dem Nachlaß Rose, Lippstadt
Unterlagen der beiden letzten Provenienzen übergab man an das Stadtarchiv Lippstadt (vgl. Dienstregistratur des NW Staatsarchivs Münster, Az: 12.1.1.1975/76).
Bei den Manualakten des Rechtsanwalts und Notars Lentze (ab 1843 auch Justizrat, siehe Nr. 2066 des vorliegenden Bestandes) handelt es sich überwiegend um Unterlagen aus allgemeinen Streitsachen der freiwilligen Gerichtsbarkeit sowie der Prozeßführung in Zivil- und Strafverfahren. Insgesamt wurden 5233 Einzelverfahren für den Zeitraum 1820-1864 gezählt. Bei der Fülle des Materials bot sich eine schematisierte Verzeichnung an, die den Kläger (K), Beklagten (B) und Gegenstand (G) zu Grunde legte. Die häufig in Vormundschaftssachen oder als Zeugen, Beklagte, Beistände, Kuratoren in den Akten genannten anderen Personen wurden unter der Rubrik Sonstige (S) erfaßt. Bei der Klassifizierung entschloß sich der Bearbeiter, die nur noch vereinzelt zu erkennende Notariatsregistratur, einst alphabetisch nach Klägern geordnet, wiederherzustellen. In den Fällen, wo ein Kläger nicht ermittelt werden konnte, wurde der Beklagte eingeordnet oder, falls dieser auch nicht namentlich vorlag, ein im Verfahrenszusammenhang stehender Sonstiger. Der vorliegende Nachlaß Lentzes enthält Bearbeitungsvermerke oder Korrespondenzen u. a. folgender Justizkommissare: Schulenburg (Lippstadt) , Holle (Soest), Loerbrocks (Soest), Lent (Soest), des Direktors am königl. Land- und Stadtgericht zu Soest v. Viebahn, der Assessoren: Ostendorf, Dreckmann, Crusemann, Hannecke, Hülshoff, Zeppenfelde, der dortigen Referendare: Dohm, v. Martin, v. Spiessen, L. v. Schmitz, Walther, der Auskultatoren: Müller, v. Schmitz, von Michels, der Taxatoren: Andernach, Bewer, Marquard, Teigelskamp, des Rendanten Klingbeil sowie Hinweise auf die Gerichtsboten bzw. Gerichtsdiener: Brinckmann, Braun, Fleer, Kirchhoff, Krollpfeifer, Schracke. Zahlreiche Manualakten wurden vor Übernahme in das Staatsarchiv Münster durch Privathand und nach der Übernahme durch Diebstahl von vorphilatelistischen Ganzsachen geschädigt; letzteres erklärt herausgerissene Einzelblätter aus den fadengehefteten Akten oder den Faszikeln.
Ergänzend zu diesem Bestand befinden sich in den Beständen des Staatsarchivs Münster Notariatsakten Lentzes (Notariatsprotokolle, Wechsel-Proteste, Register) im Bestand Notare (Schwelm Nr. 1-14, Zeitraum: 1820-1825; Soest Nr. 1-182, Zeitraum: 1825-1892).
Münster, 1991
gez. Dr. Franz
Die Findbücher (ohne die Anhänge in Band 4) wurden im Jahre 2008 durch die Firma Memnon konvertiert. Überprüfung und erforderliche Korrekturen erledigte FAMI Frau Stebner 2009.
Kießling, November 2009
5960 Akten.; 5960 Akten (217 Kartons), Findbuch V 058, Bde. 1-4.
Bestand
German
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
05.11.2025, 1:59 PM CET
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Hierarchy detail view
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
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