Nachlass Josef Budde (Bestand)
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N 98
Kreisarchiv Viersen (Archivtektonik) >> N Nachlässe und Privatsammlungen
Vorwort Das Kulturamt der Stadt Nettetal erhielt um 1990 einen Karton mit dem Nachlass desLobbericher Heimatforschers Josef Budde und nahm im Juni 1995 eine Neuordnung vor, diefür die Verzeichnung beibehalten wurde.Wilhelm Joseph Budde wurde am 3. Dezember 1893 als Sohn des Lehrers Johann Heinrich Caspar Budde und seiner Ehefrau Maria Catharina geb. Kahlen in St. Tönis (heute StadtTönisvorst) geboren. Seit 1899 lebte die Familie in Lobberich, weil der Vater eine Stelle alsMittelschullehrer an der Höheren Knabenschule (Rektoratschule) angenommen hatte.Johann Heinrich Caspar Budde, geboren in Kamp, stammte aus einer alten Försterfamilieund war nach Aussage seines Sohnes ein vorzüglicher Botaniker, Zoologe und Ornithologe,der seine Kinder schon früh mit der niederrheinischen Heimat, ihrer Natur und Kultur vertrautmachte. Leider starb er schon im Alter von 47 Jahren am 9. März 1908. Josef Budde ergriffwie sein Vater den Lehrerberuf, legte am 24. Juli 1913 in Kempen die erste Lehrerprüfung abund trat am 28. Juli eine Stelle in der kath. Volksschule Menzelerheide, Kr. Moers an. ImNovember 1914 wurde er von der kath. Höheren Knabenschule in Lobberich übernommen,zog aber bereits am 1. Dezember in den 1. Weltkrieg, der für ihn am 19. Juli 1916 mit einerKriegsdienstbeschädigung endete. Bis Ende Oktober 1916 arbeitete er an einer kath.Volksschule in Krefeld, dann folgte die endgültige Rückkehr nach Lobberich an die dortigekath. Volksschule, ab 1. April 1919 planmäßig auf Lebenszeit. Nach dem 2. Weltkrieg entzogihm die Militärregierung von September 1945 bis Februar 1947 die Befugnis zur Ausübungdes Lehramtes. Am 1. Februar 1954 wurde er zum Konrektor und am 1. Oktober 1955 zumRektor der Schule ernannt. Aus seiner am 14. August 1920 in Gonzenheim (heute BadHomburg v. d. H.) geschlossenen Ehe mit der in Frankfurt geborenen Margareta MagdalenaSchaper gingen vier Kinder hervor; die Ehefrau starb am 25. Februar 1963 in Lobberich.Josef Budde wurde zum 31. März 1959 pensioniert und starb am 29. Juni 1975 in seinerWohnung in Lobberich, Friedensstr. 37.Bei seinen heimatkundlichen Forschungen konnte Josef Budde auf die Vorarbeiten desLobbericher Bürovorstehers Paul Brocher zurückgreifen, weiteres Material erhielt er von denalteingesessenen Bauernfamilien und den Mitgliedern des von ihm geleiteten Stammtischsim Tuddel. So reifte der Plan, eine Ortsgeschichte zu veröffentlichen. „Mit meiner Chronik willich keine streng wissenschaftliche Geschichtsarbeit leisten, ich will verhindern, daß dasWissen um das Geschehen in der Heimat der Vergessenheit anheimfällt.", schreibt er 1965im Vorwort. Die Veröffentlichung ist jedoch nicht zustande gekommen.Von Josef Budde sind folgende sechs Artikel im Heimatbuch des Kreises Kempen-Krefelderschienen:- Das Vogelparadies im Netteschutzgebiet, 1 (1950) S. 58-61- Heimatgeschichtliches zu beiden Seiten der Römerstraße bei der Honschaft Bocholt in derGemeinde Lobberich, 5 (1954) S. 45-49- Die sieben Fußfälle (Voetvälle) in der Lobbericher Feldflur, 6 (1955) S. 52-53- Heimatgeschichte am Wegesrand, 7 (1956) S. 31-33- Die Pfarre Lobberich und ihr uralter Taufstein, 8 (1957) S. 44-46- Die Lobbericher Grabsteine, 12 (1961) S. 150-158.Der Nachlass enthält neben Quellenauszügen, Zeitungsausschnitten, Typoskripten undKorrespondenz nur wenige Originalquellen, z.B. Unterlagen der Armenverwaltung (2. Hälfte19. Jh.), Liste der armen Schulkinder (Anf. 19. Jh.), Register der Lobbericher Zinsen (Ende18. Jh.), Ablage der Gemeinderechnung (1798). Einige Typoskripte sind unvollständig; es istdavon auszugehen, dass es sich bei dem vorliegenden Material nur um einen Teilnachlasshandelt.Quellen:Kreis Kempen-Krefeld Nr. 7190 (Personalakte)GA Lobberich Nr. 2030Standesamtsregister St. Tönis und Lobberich im KAV
Budde, Wilhelm Joseph
2 Kartons
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
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05.11.2025, 1:59 PM CET