Verkauf der Grafschaft Vaduz an den Fürsten Johann Adam Andreas von Liechtenstein: diesbezügliche Vorverhandlungen mit dem Grafen Jakob Hannibal von Hohenems, dem Reichshofrat u.a., namentlich über die Höhe des Kaufpreises, die Tilgung der Schulden der bevorzugten Graubündner und Feldkircher Gläubiger, die Sicherstellung des unmündigen Grafen Franz Wilhelm Maximilian von Hohenems, ferner über die Erwerbung der Walderode'schen Herrschaft Bistritz [Bystrice] in Böhmen; Denkschriften über den wirtschaftlichen Stand der Grafschaft Vaduz und die Verwendung des Kaufschillings, besonders zur Entschädigung der durch Hexenprozesse geschädigten Untertanen; Nachrichten über das Administrations- und hohenemsische Archiv mit Verzeichnis der aus der Administrationskanzlei in Kempten an die Fürsten von Liechtenstein abgegebenen Akten; [Überlieferung: Ausfertigungen, Konzepte, Abschriften]
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Verkauf der Grafschaft Vaduz an den Fürsten Johann Adam Andreas von Liechtenstein: diesbezügliche Vorverhandlungen mit dem Grafen Jakob Hannibal von Hohenems, dem Reichshofrat u.a., namentlich über die Höhe des Kaufpreises, die Tilgung der Schulden der bevorzugten Graubündner und Feldkircher Gläubiger, die Sicherstellung des unmündigen Grafen Franz Wilhelm Maximilian von Hohenems, ferner über die Erwerbung der Walderode'schen Herrschaft Bistritz [Bystrice] in Böhmen; Denkschriften über den wirtschaftlichen Stand der Grafschaft Vaduz und die Verwendung des Kaufschillings, besonders zur Entschädigung der durch Hexenprozesse geschädigten Untertanen; Nachrichten über das Administrations- und hohenemsische Archiv mit Verzeichnis der aus der Administrationskanzlei in Kempten an die Fürsten von Liechtenstein abgegebenen Akten; [Überlieferung: Ausfertigungen, Konzepte, Abschriften]
StAA, Fürststift Kempten, Archiv Akten 3020
BayHStA, Fürststift Kempten/NA, A 2087
Fürststift Kempten, Archiv
Fürststift Kempten, Archiv >> CLXV Lit. B - Hohenems: Administration
(1667-1697) 1699-1719
Darin: Kaufbriefentwürfe (fol. 4-29, 183-194), Kaufvertrag zwischen dem Grafen Jakob Hannibal von Hohenems und dem Fürsten von Liechtenstein über Vaduz um 290000 fl. und den Ankauf der Herrschaft Bistritz (1712 II 22, Abschr., fol. 152-170), Übergabsurkunde des Fürstabts Rupert (1717 V 14, Abschr., fol. 195f), Verpflichtung des Grafen Jakob Hannibal zur Zahlung von jährlich 6000 fl. aus den Einkünften von Bistritz zur Tilgung der Schweizer Schulden (fol. 201-206)Enthält auch: Nachforschungen über die vom Grafen Franz Carl widerrechtlich in die Schweiz verschleppten Schmuckstücke und Dokumente
Fürststift Kempten, Archiv
ungehefteter Akt mit Papierumschlag; Umfang (Seite/Blatt): 217 Bl.
Akten
deutsch
Registratursignatur/AZ: N. CLXV Lit. B n. 8
Liechtenstein, Johann Adam Andreas Fst. v.
Hohenems, Franz Carl Gf. v.
Hohenems, Franz Wilhelm Maximilian Gf. v.
Hohenems, Jakob Hannibal (d.J.) Gf. v.
Bodman, Rupert Frhr. v., Fst.abt v. Kempten
Liechtenstein [Fstn. v.]
Walderode [Gfn. v.]
Vaduz (Liechtenstein) [Grafschaft]
Graubünden (Schweiz) [Republik]
Feldkirch (Vorarlberg), Bürger
Bystrice (Tschechien) [Herrschaft]
Schweiz [Eidgenossenschaft]
Hexen
Archiv, hohenemsisches
Reichshofrat
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
30.04.2025, 08:56 MESZ