Kurfürst Philipp von der Pfalz gewährt seinem Zinsmeister zu Hagenau, Emmerich Ritter, die Vollmacht, an seiner statt die Leute im Breuschtal und besonders in den Dörfern Orschwiller, Blienschwiller, Nothalten, Zellwiller und Itterswiller von ihren Huldigungen, Gelübden, Eiden etc., mit denen sie der Pfalzgrafschaft verbunden waren, zu lösen. Er weist die dortigen Leute an, dem Hans Jörger, Bürger zu Straßburg, dem Philipp das Tal mit den Dörfern verkauft hat, zu huldigen. Der Komplex war einst von denen von Löwenstein an die Pfalzgrafschaft gekommen.
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Kurfürst Philipp von der Pfalz gewährt seinem Zinsmeister zu Hagenau, Emmerich Ritter, die Vollmacht, an seiner statt die Leute im Breuschtal und besonders in den Dörfern Orschwiller, Blienschwiller, Nothalten, Zellwiller und Itterswiller von ihren Huldigungen, Gelübden, Eiden etc., mit denen sie der Pfalzgrafschaft verbunden waren, zu lösen. Er weist die dortigen Leute an, dem Hans Jörger, Bürger zu Straßburg, dem Philipp das Tal mit den Dörfern verkauft hat, zu huldigen. Der Komplex war einst von denen von Löwenstein an die Pfalzgrafschaft gekommen.
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Nr. 1662, 300
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Kopialbücher
Kopialbücher >> Weltliche Territorien und Herrschaften >> Kurpfalz >> Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten >> Philipp >> Perpetuum I (Kurfürst Philipp von der Pfalz) >> Urkunden
1481 Juli 22 (off sontag sant Marien Magdalenen tag)
fol. 268r-268v
Urkunden
Ausstellungsort: Heidelberg
Siegler: Kurfürst Philipp von der Pfalz (aufgedrücktes Sekretsiegel)
Siegler: Kurfürst Philipp von der Pfalz (aufgedrücktes Sekretsiegel)
Kopfregest: "Macht brieff Emrich Ritter zinßmeister zu Hagenauwe die lute im Bruschtale ir glubde und eide ledig zu zelen."
Jörger, Hans; Bürger zu Straßburg, erw. 1481, 1503
Ritter, Emmerich; kurpfälzischer Zinsmeister zu Hagenau, erw. 1464, 1490
Blienschweiler = Blienschwiller, Dep. Bas-Rhin [F]
Breuschtal = Vallée de la Bruche (Tal), Nordvogesen [F]
Ittersweiler = Itterswiller, Dep. Bas-Rhin [F]
Nothalten, Dep. Bas-Rhin [F]
Orschweiler = Orschwiller, Dep. Bas-Rhin [F]
Zellweiler = Zellwiller, Dep. Bas-Rhin [F]
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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04.04.2025, 08:04 MESZ
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