Mainz, 1583.03.01. (Richter Zimmermann). Eva, Ww. Johann Carbens, macht, schwachen Leibs, ihr Testament: Sie vermacht: Armen Leuten 2 fl. bei ihrem Begräbnis; 50 fl. auf Zins anzulegen und davon alljährlich 2 1/2 fl. Zins an 12 Hausarme auf Gründonnerstag zu verteilen; dem Bau von St. Quintin 3 fl., der Orgel daselbst 5 fl., dem Engelaltar daselbst dem hl. Sakrament zu Ehren einen großen Messingleuchter; Hans Koch und seiner Frau auf Lebzeit jeden Sonntag 1/2 Maß Wein; dem Neuen Spital 3 fl.; Reinhard Kürsner uff der Augustinergasse 2 fl.; dem alten Gürtler im Kirschgarten 2 fl.; der Schreinerin in der Betzelsgasse, Ww., 1 fl.; der alten Keysersen bei der Gaupforte 1 fl.; der armen Frau mit dem dicken Fuß uff der Gaupforte 1 fl.; Moler Anna 1 fl.; Johann Schneydt, Pfarrherrn zu St. Quintin, 1 Dukaten und 1 Goldgulden; Dr. Johann Peter Faust, Gerichtschreiber, 5 Goldgulden und seiner Frau einen Pelz; ihrem Tochtermann zu Frankfurt, Heinrich Rieseler, und seinen Kindern 50 fl. Fr.W., dessen jüngstem Töchterlein insbesondere "ein silbern scheidt" und den anderen zwei Töchtern 2 goldene Ringe (ein "Erbisringlein" und ein Ringlein mit einem Rubinsteinchen); ihrem Schwager Velten Ameling, Schneider, 20 fl. und seiner Frau (falls sie es erlebt) 1 Paar "seyden schamlot Ermelen sampt einem newen pilst und einer newen schwarzen krausen schurtz"; ihrer Schwestertochter Anna, Dreutels Ww., 2 hinterlassenen Kindern dem Mädchen genannte Kleidungsstücke, dem Jungen 20 fl. und Kleidungstücke; Martin Scherers, Schwarzfärbers, Anna 1/2 Dukaten; Hans Kochen Frau Margreth 10 fl. und einen neuen kurzen lindischen Mantel; Meister Hans Dreher 5 fl.; Martin Kursner uff dem Leichhof 5 fl. und seinen beiden Söhnen je 5 fl.; Hans Kopferschmits Frau eine neue Pelzschaube mit "brohen"; den Nachbarn 5 fl. und den Nachbarinnen 4 fl. zu vertrinken; Anna von Aschaffenburg, die bei ihr gedient, jetzt aber bei Herrn Philipp Holzen (?), eine alte schwarze Sockenei, einen alten Pelz, ein Paar Pelzärmel und 1 fl.; Klas Schneyders Tochter zu Königstädten, ihrem Patenkind, 1 Königstaler; ihrem Patenkind, Klasen zu Kostheim Tochter, 1 Königstaler; ihrem Patenkind zu Ebersheim ein Leintuch daraus zu machen; Meister Daniel Schneyders Frau Barbara 1 fl. und ihrem jüngsten Söhnlein ein korallenes Paternoster; dem Kupferschmied Martin von der Linden 1 Goldgulden; Fischhenslen (?) zu Lörzweiler 50 fl.; Bursten (?) Gelen 3 fl.; der Magd Gele eine schwarze arressene Sockenei und dem andern Mägdlein eine alte arressene Sockerei; Johann Karbens (ihres Stiefsohns) Frau Gertraud 2 goldene Rinige (Einzelheiten) und alle übrigen Kleider und Kleinodien. Haupterbe ist ihr Stiefsohn JOhann Carben. Z.: Jakob Schub, Sebastian Huffweck, Schuster, Martin von der Linden, Hans Carben, Martin Mattenheuser, Hans Hosenlach und Niklaus Bott (Blatt ?).