Familien: von Boineburg-Lengsfeld (Bestand)
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Urk. 148
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1492-1815
Enthält: Lehensurkunden (Fulda, Hessen, Sachsen und Waldeck)
Bestandsgeschichte: Das Archiv der Familie von Boineburg-Lengsfeld wurde seit dem Jahr 1896 gemäß den Verträgen von 1894 mit den Freiherren von Boineburg-Lengsfeld auf Weilar und von 1911 mit den Grafen und Freiherren zu und von Boineburg-Lengsfeld auf Gehaus und Weilar in insgesamt 4 Akzessionen als Depositum in das Staatsarchiv Marburg überführt, wo es geordnet und verzeichnet wurde. Die erste Akzession von 1896 beinhaltete die Urkunden des Archivs, welche heute die Bestandssignatur Urk. 109 tragen. Der Bestand Urk. 148 dagegen wurde aus den Urkunden gebildet, die dem Aktenbestand 340 von Boineburg-Lengsfeld entnommen wurden.
In den Jahren 2007-2016 wurden die einzelnen Überlieferungen vereinzelt und umverpackt, die Siegel wurden mit Siegeltaschen versehen und die Signaturen wurden auf Numerus Currens umgestellt.
Geschichte des Bestandsbildners: Die Familie von Boineburg/Boyneburgk ist ein altes deutsches Adelsgeschlecht und Mitglied der Althessischen Ritterschaft. 1460 erhielten sie vom Landgrafen von Hessen die gleichnamige Burg zwischen Eschwege und Sontra als Erblehen. Im 13. Jahrhundert teilte sich die Familie in mehrere Zweige auf. Zwei von ihnen sind nach der Farbfolge ihrer Schildquadrierungen benannt. Der Stamm „Bischhausen” und der von „Laudenbach“ waren die von der „schwarzen Fahne“, der Stamm „Stedtfeld“ und der Stamm „Wichmannshausen“ wurde von der „weißen Fahne“ genannt. Die von der „weißen Fahne“ blieben bis in die heutige Zeit im Besitz der Burg bzw. der Ruine Boyneburg. Die Linie „Weilar“ von der „schwarzen Fahne“ wurde auch in Thüringen begütert und mit dem Namen von „Boineburg-Lengsfeld“ 1911 als Freiherren anerkannt. Ein anderer Zweig derselben Linie wurde auf Grund einer hessischen Genehmigung zur Aufnahme des 1697 an Seitenverwandte verliehenen, aber 1717 wieder erloschenen Grafenstandes im Jahre 1859 zu den „Grafen zu Boineburg und Lengsfeld“ erhoben.
Bestandsgeschichte: Das Archiv der Familie von Boineburg-Lengsfeld wurde seit dem Jahr 1896 gemäß den Verträgen von 1894 mit den Freiherren von Boineburg-Lengsfeld auf Weilar und von 1911 mit den Grafen und Freiherren zu und von Boineburg-Lengsfeld auf Gehaus und Weilar in insgesamt 4 Akzessionen als Depositum in das Staatsarchiv Marburg überführt, wo es geordnet und verzeichnet wurde. Die erste Akzession von 1896 beinhaltete die Urkunden des Archivs, welche heute die Bestandssignatur Urk. 109 tragen. Der Bestand Urk. 148 dagegen wurde aus den Urkunden gebildet, die dem Aktenbestand 340 von Boineburg-Lengsfeld entnommen wurden.
In den Jahren 2007-2016 wurden die einzelnen Überlieferungen vereinzelt und umverpackt, die Siegel wurden mit Siegeltaschen versehen und die Signaturen wurden auf Numerus Currens umgestellt.
Geschichte des Bestandsbildners: Die Familie von Boineburg/Boyneburgk ist ein altes deutsches Adelsgeschlecht und Mitglied der Althessischen Ritterschaft. 1460 erhielten sie vom Landgrafen von Hessen die gleichnamige Burg zwischen Eschwege und Sontra als Erblehen. Im 13. Jahrhundert teilte sich die Familie in mehrere Zweige auf. Zwei von ihnen sind nach der Farbfolge ihrer Schildquadrierungen benannt. Der Stamm „Bischhausen” und der von „Laudenbach“ waren die von der „schwarzen Fahne“, der Stamm „Stedtfeld“ und der Stamm „Wichmannshausen“ wurde von der „weißen Fahne“ genannt. Die von der „weißen Fahne“ blieben bis in die heutige Zeit im Besitz der Burg bzw. der Ruine Boyneburg. Die Linie „Weilar“ von der „schwarzen Fahne“ wurde auch in Thüringen begütert und mit dem Namen von „Boineburg-Lengsfeld“ 1911 als Freiherren anerkannt. Ein anderer Zweig derselben Linie wurde auf Grund einer hessischen Genehmigung zur Aufnahme des 1697 an Seitenverwandte verliehenen, aber 1717 wieder erloschenen Grafenstandes im Jahre 1859 zu den „Grafen zu Boineburg und Lengsfeld“ erhoben.
76 Urkunden
Bestand
Korrespondierende Archivalien: Urk. 13 Generalrepertorium [ehemals Urk. A I t]; Urk. 14 Landgräfliche Aktiv- und Passivlehen [ehemals Urk. A I u]; Urk. 49 Hessische Adels- und Bürgerfamilien [ehemals Urk. A VI];. 72 Hanau, Adel [ehemals Urk. O II e]; Urk. 76 Fulda, Lehnreverse [ehemals Urk. R I b]; Urk. 80 Fulda, Adelsarchive [ehemals Urk. R IX]; Urk. 108 von Boyneburgk-Stedtfeld [ehemals Urk. X 5]; Urk. 109 von Boineburg-Lengsfeld [ehemals Urk. X 5]; Best. 17 c Regierung Kassel Lehnhof; Best. 17d Regierung Kassel Familienrepositur; Best. 95 Adel und Lehnhof; Best. 340 von Boineburg gen. Hohenstein; Best. 340 von Boineburg-Lengsfeld; Best. 340 von Boyneburgk-Stedtfeld; M 56 von Boyneburg.
Literatur: T. Diehl, Adelsherrschaft im Werraraum. Das Gericht Boyneburg im Prozess der Grundlegung frühmoderner Staatlichkeit (Ende des 16. bis Anfang des 18. Jahrhunderts), Darmstadt/Marburg 2010; P. Moraw, Die Boyneburg und die Landgrafschaft Hessen, in: Hessen. Geschichte und Politik, hg. v. B. Heidenreich und K. Böhme, Stuttgart 2000, S. 150-161; E.H. Kneschke, Neues allgemeines Adels-Lexikon, Leipzig 1859, Bd. 1, S. 537ff.; U. Fiedler, Die Boyneburg bei Sontra-Wichmannshausen, Wiesbaden 1992; S. Frhr. von Dörnberg, Stammtafeln der Althessischen Ritterschaft [...], Bad Hersfeld 1958; H. Nicolai, Waldeckische Wappen. Beiträge zur Familiengeschichte, Teil1, Arolsen 1985, S. 175f.; A. v. Boineburg-Lengsfeld, Die ehemaligen Besitzungen der Grafen und Freiherrn von Boineburg im Großherzogthum Hessen und in den früher dazu gehörigen Landen, in: Archiv für hessische Geschichte und Altertumskunde 8 (1854), S. 31-64.
Literatur: T. Diehl, Adelsherrschaft im Werraraum. Das Gericht Boyneburg im Prozess der Grundlegung frühmoderner Staatlichkeit (Ende des 16. bis Anfang des 18. Jahrhunderts), Darmstadt/Marburg 2010; P. Moraw, Die Boyneburg und die Landgrafschaft Hessen, in: Hessen. Geschichte und Politik, hg. v. B. Heidenreich und K. Böhme, Stuttgart 2000, S. 150-161; E.H. Kneschke, Neues allgemeines Adels-Lexikon, Leipzig 1859, Bd. 1, S. 537ff.; U. Fiedler, Die Boyneburg bei Sontra-Wichmannshausen, Wiesbaden 1992; S. Frhr. von Dörnberg, Stammtafeln der Althessischen Ritterschaft [...], Bad Hersfeld 1958; H. Nicolai, Waldeckische Wappen. Beiträge zur Familiengeschichte, Teil1, Arolsen 1985, S. 175f.; A. v. Boineburg-Lengsfeld, Die ehemaligen Besitzungen der Grafen und Freiherrn von Boineburg im Großherzogthum Hessen und in den früher dazu gehörigen Landen, in: Archiv für hessische Geschichte und Altertumskunde 8 (1854), S. 31-64.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
10.06.2025, 08:12 MESZ