Der Propst des Augustinerchorherrenstifts St. Michael zu den Wengen ("in insulis") in Ulm [abgegangen, Bereich Wengengasse 6-10] Matthäus [Zimmermann] bekennt, dass nach eingetretener Vakanz durch den Tod des Peter Bulach die Pfleger des Heiliggeistspitals in Ulm [abgegangen, Bereich Neue Straße, Lagerbuch Nr. 261/2und 254] Georg Lieber und Johann Gienger als Vertreter und Bevollmächtigte von Bürgermeister und Rat der Stadt Ulm ihm den Priester Johann Schleiss als neuen Spitalmeister präsentiert haben. Diese Präsentation erfolgte aufgrund eines Privilegs, das Papst Eugen IV. Bürgermeister und Rat verliehen hat. Die Spitalpfleger haben ihn gebeten, Johann Schleiss in den Orden der Augustinerchorherren aufzunehmen und ihn in sein Amt einzuführen. Diesem Wunsch kommt der Propst nach und nimmt ihn nach Ablegung des üblichen Gelöbnisses in den Orden auf, indem er ihn mit einem schwarzen Mantel mit einem blauen Kreuz in einem roten Kreis bekleidet. Danach überträgt er ihm die geistliche Leitung des Spitals und befiehlt den Spitalpflegern unter Androhung der Exkommunikation, ihm wie schon seinen Vorgängern die für den Spitalmeister festgelegten jährlichen Einkünfte zu liefern.

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Haus der Stadtgeschichte - Stadtarchiv Ulm
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