Allgemeiner Organisationsausschuß, Celle (Bestand)
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BArch Z 36-I
call number: Z 36-I
Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Bundesrepublik Deutschland mit westalliierten Besatzungszonen (1945 ff) >> Westalliierte Besatzungszonen (1945-1949) >> Inneres
ca. 1948-1954
Geschichte des Bestandsbildners: In der Britischen Zone wurden im Jahre 1948 drei Ausschüsse für die Prüfung von Rückübertragungsansprüchen für von den Besatzungsmächten beschlagnahmte Vermögenswerte der aufgelösten NSDAP und ihrer Gliederungen, insbesondere zur Durchführung der Kontrollratsdirektive Nr. 50 vom 29. April 1947 (Amtsblatt Kontrollrat, S. 275) gebildet. Die Vermögenswerte waren zumeist den nach 1933 aufgelösten Gewerkschaften und Konsumgenossenschaften entzogen und von der NSDAP und ihren Organisationen übernommen worden. 1. Allgemeiner Organisationsausschuß (AOA) mit Sitz in Celle durch VO Nr. 159 der britischen Militärregierung vom 1. August 1948 (Amtsblatt der Militärregierung, britisches Kontrollgebiet, S. 1827 ff.); dabei gab es Sonderdezernate für Wehrmachtsvermögen, SPD- und DRK-Vermögen sowie Anträge der Jewish Trust Corporation.
2. Gewerkschafts-Prüfungsausschuß (GPA), Düsseldorf, durch VO Nr. 150 der britischen Militärregierung vom 18. Mai 1948 (Amtsblatt der Militärregierung, britisches Kontrollgebiet, S. 788) 3. Konsumvereins-Ausschuß (KVA), Hamburg, durch VO Nr. 149 der britischen Militärregierung vom 18. Mai 1948 (Amtsblatt der Militärregierung , britisches Kontrollgebiet, S. 787). Antragsberechtigt waren u.a. die Jewish Trust Corporation, Kirchengemeinden und sonstige kirchliche Organsiationen, karitative Verbände, politische Parteien, Gemeinden und Gemeindeverbände.
Durch VO vom Juni 1954 wurden die Prüfungsausschüsse aufgelöst.
Bestandsbeschreibung: Die folgenden Informationen stammen aus dem Findbuch von 1964:
a) Bestandsgeschichte
Die Akten des Allgemeinen Organisationsausschusses Celle (AOA) wurden zunächst am 01. Juli 1954 auf Anordnung des Niedersächsischen Ministers der Finanzen in Hannover dem Zentralamt für Vermögensverwaltung in Bad Nenndorf übergeben. Dieses wurde später in Verwaltungsamt für innere Restitutionen umbenannt und hat am 17. Juli 1963 diese Akten an das Bundesarchiv abgegeben.
b) Archivische Bewertung und Bearbeitung
Die Ordnung und vorläufige Verzeichnung des Bestandes wurde im Oktober 1963 durchgeführt. Von den in das Bundesarchiv gelangten Akten wurden lediglich einige Doppelstücke und die gesondert geführten Retentakten (Akten-Übersendungsschreiben) kassiert.
Erschließungszustand: Vorläufiges Findbuch.
Zitierweise: BArch Z 36-I/...
2. Gewerkschafts-Prüfungsausschuß (GPA), Düsseldorf, durch VO Nr. 150 der britischen Militärregierung vom 18. Mai 1948 (Amtsblatt der Militärregierung, britisches Kontrollgebiet, S. 788) 3. Konsumvereins-Ausschuß (KVA), Hamburg, durch VO Nr. 149 der britischen Militärregierung vom 18. Mai 1948 (Amtsblatt der Militärregierung , britisches Kontrollgebiet, S. 787). Antragsberechtigt waren u.a. die Jewish Trust Corporation, Kirchengemeinden und sonstige kirchliche Organsiationen, karitative Verbände, politische Parteien, Gemeinden und Gemeindeverbände.
Durch VO vom Juni 1954 wurden die Prüfungsausschüsse aufgelöst.
Bestandsbeschreibung: Die folgenden Informationen stammen aus dem Findbuch von 1964:
a) Bestandsgeschichte
Die Akten des Allgemeinen Organisationsausschusses Celle (AOA) wurden zunächst am 01. Juli 1954 auf Anordnung des Niedersächsischen Ministers der Finanzen in Hannover dem Zentralamt für Vermögensverwaltung in Bad Nenndorf übergeben. Dieses wurde später in Verwaltungsamt für innere Restitutionen umbenannt und hat am 17. Juli 1963 diese Akten an das Bundesarchiv abgegeben.
b) Archivische Bewertung und Bearbeitung
Die Ordnung und vorläufige Verzeichnung des Bestandes wurde im Oktober 1963 durchgeführt. Von den in das Bundesarchiv gelangten Akten wurden lediglich einige Doppelstücke und die gesondert geführten Retentakten (Akten-Übersendungsschreiben) kassiert.
Erschließungszustand: Vorläufiges Findbuch.
Zitierweise: BArch Z 36-I/...
Allgemeiner Organisationsausschuß, Celle (AOA), 1949-1954
4736 Aufbewahrungseinheiten
Archivbestand
deutsch
Verwandtes Archivgut im Bundesarchiv: Z 36 II Gewerkschaftsprüfungsausschuß, Düsseldorf, Z 36 III Konsumvereinsausschuß, Hamburg
Literatur: Vogel, Walter: Westdeutschland, Teil III, S. 83 ff.
Frenkel, Marcel: Handbuch der Wiedergutmachung in Deutschland. Koblenz: Humanitas Verlag.
Literatur: Vogel, Walter: Westdeutschland, Teil III, S. 83 ff.
Frenkel, Marcel: Handbuch der Wiedergutmachung in Deutschland. Koblenz: Humanitas Verlag.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
24.04.2026, 10:58 MESZ