Albrecht von Rechberg von Hohenrechberg beurkundet zusammen mit Conrad von Ahelfingen und Rennwart von Wöllwart, Gabriel Öringer, Bürgermeister zu Nördlingen und Ambros Buchelberger, Bürgermeister zu Dinkelsbühl als erwählten Schiedsrichtern das Urteil in dem Streite zwischen Schenk Albrecht zu Limpurg und Kilian Wortwein Spitalmeister zu Hall über die Gerichtsbarkeit auf dem Gut des Spitals Hall zu Speck, auf dem Endris Killinger Hintersasse des Spitals sitzt, nach dem Vortrag der 2 nachgenannten Urkunden und dem Verhör einer Reihe von Zeugen. Die eingerückten Urkunden betreffen folgendes: 1) 1407 Montag vor Oberstentag zu Weihnachten Gret von Öttendorf Ehefrau des Fritz von Neningen verkauft mit Willen ihrer Kinder, Gret, Ludwig und Klara und ihres Ehemanns gegen ein Leibgeding an Schenk Friedrich zu Limpurg näher beschriebene Güter und Gülten, darunter ihren halben Hof zu Öttendorf, 2/3 des Zehnten aus diesem Gut, wovon 1/3 an die Pfarr zu Westheim gehört, ferner 1/6 an dem Gericht und an der Tafern zu Öttendorf und die 1/2 von ihrem Vater ererbten Wälder zu Speck, ihre Hälfte an den Gericht und an der Tafern daselbst und näher beschriebene Güter zu Speck. Siegler: Die Ausstellerin und ihr Gemahl, ferner Hans von Vellberg, Peter von Stetten d. J. und Eitel Eberhard zu Hall 2) 1413 Mittwoch nach Jubilate. Elsbeth Lecher Witwe des Hans Glicher verkauft an Schenk Friedrich zu Limpurg die Hälfte des Gerichts und der Taferne zu Speck und 1/6 des Gerichts und der Taferne zu Öttendorf um 70 rh. fl. Siegler: Die Ausstellerin und Conrad Klein Cuntz und Heinrich Berler. Das Urteil der Schiedsrichter lautet, dass Schenk Albrecht von Limpurg den Hintersassen (arman) auf dem Gut zu Speck zu Recht zu stellen und nicht weiter zu beschweren habe.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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