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Ruhenlassen des Ausschlußverfahrens infolge der Einberufung zum Wehrdienst gegen den Pg. Walter SCHMIDT, geb. 8.2.1890, Referent (Stabsführer) beim Nationalsozialistischen Fliegerkorps, Gruppe 12 in Essen, wegen abfälliger Äußerungen
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Ruhenlassen des Ausschlußverfahrens infolge der Einberufung zum Wehrdienst gegen den Pg. Walter SCHMIDT, geb. 8.2.1890, Referent (Stabsführer) beim Nationalsozialistischen Fliegerkorps, Gruppe 12 in Essen, wegen abfälliger Äußerungen
Enthaeltvermerke: beteiligte Stellen 1. Kreisgericht Essen III, 2. Leiter der Anklagebehörde bei dem Sondergericht Dortmund, 3. Kreisleiter des Kreises Essen, Akte des Personalamtes des Gaues Essen über den Stabsführer Walter Schmidt Schriftstücke zum Fall Blumrath (RW 14-330) Schmidt soll gesagt haben: 1. daß Männer (wie Staatsrat Strauß) in Rußland längst erschossen worden wären, 2. daß er am liebsten nach Spanien ginge, um auf Seiten der "Roten" zu kämpfen. Er äußert sich abfällig über Reichsminister Dr. Göbbels; allerdings konnte nicht festgestellt werden in welcher Art und Weise. Er bezeichnete den Reichsjugendführer Baldur von Schirach mit dem Namen "Baldur von Riecharsch".
Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP)
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.