Kirchengemeinde Hiltrup (Bestand)
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4.348
Landeskirchliches Archiv der Evangelischen Kirche von Westfalen (Archivtektonik) >> 04. Deposita von Kirchenkreisen und Kirchengemeinden >> 04.2. KG Kirchengemeinden >> 04.2.17. Kirchenkreis Münster
1920 - 2009
Das Archiv der Ev. Kirchengemeinde Hiltrup (Ev. Kirchenkreis Münster) wurde 2015/16 im Landeskirchlichen Archiv der Evangelischen Kirche von Westfalen verzeichnet. Es umfasst 90 Verzeichnungseinheiten, die sich über den Zeitraum von 1920 bis 2009 erstrecken.Damit beginnt die Überlieferung der 1954 gegründeten Kirchengemeinde mit einigen wenigen Akten bereits in der Zeit vor ihrer Eigenständigkeit . Bis zur Errichtung der selbständigen Kirchengemeinde Hiltrup wurden die Evangelischen im südlichen Diasporabezirk von Müns-ter durch Hilfsprediger der Kirchengemeinde Münster betreut. Aus privaten Bibelstunden erwuchsen hier Gottesdienste, die seit 1914 in einem Klassenraum der katholischen Clemens-schule stattfanden. Seit 1929 hatte ein Hilfsprediger seine Wohnung in Hiltrup, drei Jahre spä-ter konnte eine kleine Kirche mit Vereinszimmer errichtet werden - dank der Initiative der "Evangelischen Vereinigung Hiltrup", die sich zur Stärkung des gemeindlichen Lebens und mit dem Ziel eines Kirchbaus gegründet hatte. Bereits während des Zweiten Weltkrieges wur-de 1943 eine Pfarrstelle der Kirchengemeinde Münster für den Bezirk Hiltrup errichtet. Infol-ge des Zuzugs vieler Flüchtlinge und Vertriebener aus den deutschen Ostgebieten nach dem Krieg jedoch wuchs dieser Gemeindeteil so stark an, dass eine sinnvolle Versorgung im Rah-men einer großstädtischen Kirchengemeinde nicht mehr geleistet werden konnte. Als erste Auspfarrung aus der Jahre später aufgeteilten Großkirchengemeinde Münster wurde für die Evangelischen der Landgemeinden Hiltrup, Amelsbüren, Rinkerode sowie der Stadt und des Kirchspiels Drensteinfurt schließlich 1954 die evangelische Kirchengemeinde Hiltrup errichtet. Sechs Jahre später ging aus der Teilung von Hiltrup die neue Kirchengemeinde Drensteinfurt hervor. Bei der Verzeichnung erhielten die Akten fortlaufende Nummern, die als gültige Archivsig-naturen im Findbuch ganz links neben dem jeweiligen Aktentitel aufgeführt sind. Unterhalb des Aktentitels geben die Vermerke "Enthält, Enthält nur, Enthält u.a., Enthält v.a., Ent-hält auch" eingrenzende oder weiterführende Auskünfte über den Inhalt. Unter "Darin" sind besondere Schriftgutarten wie Druckschriften, Presseberichte, Bauzeichnungen oder Fotos aufgelistet. Nach den Erschließungsvermerken folgt das Registraturzeichen, falls es auf der Akte vermerkt waren. Ganz rechts schließen sich die Laufzeiten der Archivalien an. Zu be-achten sind hier zwei verschiedene Arten von Klammern: ( ) verweisen bei Abschriften auf das Datum des Originals, [ ] kennzeichnen erschlossene Jahresangaben undatierter Schriftstü-cke. Zu Beginn der Verzeichnungsarbeiten lagen die Akten überwiegend als Sachakten in Stehord-nern und Pappheftern vor. Eine Einbindung in den Registraturplan der EKvW von 1966 wie-sen die Akten bis auf eine Ausnahme nicht auf. Daher wurde eine einheitliche Neuordnung nach dem Modell des Landeskirchlichen Archivs zur Ordnung von Kirchengemeindearchiven vorgenommen. Die Gliederung ergibt sich aus dem Inhaltsverzeichnis des Findbuches. Sofern die Benutzung nicht zu Verwaltungszwecken erfolgt, unterliegen gemäß ᄃ 7 (1) Kir-chengesetz zur Sicherung und Nutzung von kirchlichem Archivgut in der Evangelischen Kir-che der Union (Archivgesetz - ArchivG) vom 6.5.2000 sämtliche Archivalien einer 30-jährigen Sperrfrist (gerechnet nach dem Ende ihrer Laufzeit). Für personenbezogene Akten gelten laut ᄃ 7 (2) ArchivG zusätzlichen Schutzfristen. Diese Archivalien dürfen auch nach Ablauf der allgemeinen Sperrfrist erst 10 Jahre nach dem Tod der betreffenden Person einge-sehen werden. Ist das Todesdatum nicht feststellbar, bemisst sich diese Frist auf 90 Jahre nach der Geburt. Bei Akten, die nicht explizit personenbezogen angelegt sind, aber dennoch schüt-zenswerte Belange enthalten, weist der Zusatz: - Personenschutzfristen beachten! - auf diesen besonderen Umstand hin.Kassiert wurde nicht archivwürdiges Schriftgut im Rahmen der Aufbewahrungs- und Kassati-onsordnung der Evangelischen Kirche von Westfalen vom 20.2.2003 bzw. des Aufbewah-rung- und Kassationsplans vom 01.07.2014.Bei der Zitierung des Archivbestandes ist anzugeben: Archiv der Ev. Kirchengemeinde Hiltrup Nr. ... (hier folgt die Archivsignatur des entsprechenden Archivales). Bielefeld, im Oktober 2016
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ