Justizkanzlei (Bestand)
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NLA AU, Rep. 105
Nds. Landesarchiv, Abt. Aurich (Archivtektonik) >> Gliederung >> 1 Staatliche Bestände >> 1.1 Staatliche Aktenbestände >> 1.1.1 Fachbehörden (bis heute) >> 1.1.1.5 Justiz
1785-1857
Geschichte des Bestandsbildners: Die Justizkanzlei wurde am 24. Juni 1817 zum obersten Gericht in Ostfriesland bestimmt. Im allgemeinen war sie Berufungsinstanz für ihre Untergerichte. Für einen bestimmten Personenkreis - Adel und hohe Beamte - war sie unmittelbar zuständig. Berufungen von der Justizkanzlei gingen an das Oberappellationsgericht in Celle, aus dem einige Urteile in Rep. 10 überliefert sind. Die Justizkanzlei wurde 1852 vom Obergericht abgelöst.
Bestandsgeschichte: Die in diesem Bestand vereinigten Akten lagen z. T. noch ungeordnet im Magazin, z.T. waren sie der Repositur 5 (Alte preußische Regierung = oberste jsutizbehörde 1744-1806) angegliedert. Da diese Angliederung ein klarer Verstoß gegen das Provenienzprinzip war, mußte der bestehende Zustand durch die Bildung eines eigenen Bestandes Justizkanzlei (Rep. 105) ersetzt werden.
Bei den ungeordneten Akten handelte es sich vorwiegend um Strafprozesse, Fideikommiß-Nachlass- und Schulden-Sachen, während aus Rep. 5 im wesentlichen Zivilprozesse übernommen wurden. Die Gliederung nach Sachgruppen ergab sich dadurch von selbst. Die Anordnung innerhalb der einzelnen Gruppen wurde teilweise chronologisch, teilweise in alphabetischer Reihenfolge nach Klägern, Beklagten, Erblassern oder Schuldnern vorgenommen; bei der Hauptgrußße der Zivilprozesse wurden beide Ordnungsprinzipien angewandt, indme innerhalb jeder nach dem Anfangsbuchstaben des Klägers zusammengefassten Gruppe die zeitliche Reihenfolge maßgebend war.
Bei Akten der Justizkanzlei, die mit Akten ihrer Vorbehörden vereinigt waren, wurde von Fall zu FAll nach praktischen Gesichtspunkten entschieden, ob sie bei Rep. 5 verblieben oder zu Rep. 1205 gebracht werden sollten. Bei Benutzung von Rep. 105 müssen also die Akten von Rep. 4 und von Rep. 104 (Kammerjustizdeputation) mit herangezogen werden.
Bestandsgeschichte: 1815-1820
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Bestandsgeschichte: Die in diesem Bestand vereinigten Akten lagen z. T. noch ungeordnet im Magazin, z.T. waren sie der Repositur 5 (Alte preußische Regierung = oberste jsutizbehörde 1744-1806) angegliedert. Da diese Angliederung ein klarer Verstoß gegen das Provenienzprinzip war, mußte der bestehende Zustand durch die Bildung eines eigenen Bestandes Justizkanzlei (Rep. 105) ersetzt werden.
Bei den ungeordneten Akten handelte es sich vorwiegend um Strafprozesse, Fideikommiß-Nachlass- und Schulden-Sachen, während aus Rep. 5 im wesentlichen Zivilprozesse übernommen wurden. Die Gliederung nach Sachgruppen ergab sich dadurch von selbst. Die Anordnung innerhalb der einzelnen Gruppen wurde teilweise chronologisch, teilweise in alphabetischer Reihenfolge nach Klägern, Beklagten, Erblassern oder Schuldnern vorgenommen; bei der Hauptgrußße der Zivilprozesse wurden beide Ordnungsprinzipien angewandt, indme innerhalb jeder nach dem Anfangsbuchstaben des Klägers zusammengefassten Gruppe die zeitliche Reihenfolge maßgebend war.
Bei Akten der Justizkanzlei, die mit Akten ihrer Vorbehörden vereinigt waren, wurde von Fall zu FAll nach praktischen Gesichtspunkten entschieden, ob sie bei Rep. 5 verblieben oder zu Rep. 1205 gebracht werden sollten. Bei Benutzung von Rep. 105 müssen also die Akten von Rep. 4 und von Rep. 104 (Kammerjustizdeputation) mit herangezogen werden.
Bestandsgeschichte: 1815-1820
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
16.06.2025, 11:33 AM CEST