Presseverbote auf Grund des Republikschutzgesetzes, Bd. 4
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I. HA Rep. 77, Tit. 4043 Nr. 34
Nr. 20 Bd. 4
I. HA Rep. 77 Ministerium des Innern
Ministerium des Innern >> 03 Abteilung II Polizeiabteilung (1787 - 1943) >> 03.31 Sektion 31 Politische Polizei (1921 - 1936) >> 03.31.03 Demokratische Mitwirkung und Mittel zur Sicherung der Republik (1924 - 1934) >> 03.31.03.03 Republik- und Landesschutz (1926 - 1932)
1930 - 1931
Enthält:
- "Frankfurter Volksblatt" Zeitung: NSDAP 29. Okt. 1930 - 25. Nov. 1930. Verbotsgründe: Aufgrund des § 13 des Republikschutzgesetzes vom 25. März 1930 wurde die Zeitung wegen eines in Folge 13 Jahrgang 1930 erschienenen Artikels: "Volk und Führer", in dem die republikanische Staatsform verächtlich gemacht wurde, verboten.
Artikel liegt bei.
- "Rheinwacht" (Wiesbaden); Zeitung: NSDAP; Kopfblatt des Frankfurter Volksblattes 29. Okt. 1930 - 25. Nov. 1930. Verbotsgründe: Aufgrund des § 13 des Republikschutzgesetzes wurde die Zeitung wegen eines am 15. Oktober 1930 veröffentlichten Artikels: "Volk und Führer" verboten.
Artikel und Exemplar vom 15. Oktober 1930.
- "Der Angriff" (Berlin); Zeitung: NSDAP 10. Nov. 1930 - 17. Nov. 1930. Verbotsgründe: Aufgrund der §§ 5 Ziffer 4, 13 des Republikschutzgesetzes wurde die Zeitung wegen eines in Nr. 94 vom 8. November 1930 veröffentlichten Artikels: "Ohrfeigen für Zörgiebel", in dem es u. a. heißt: "Als er eine Gerichtsverhandlung verließ, wo er gegen Kommunisten als Zeuge ausgesagt hatte, erhielt Zörgiebel, ... Von einem Kommunistischen Arbeiter zwei wuchtige Faustschläge ins Gesicht. - Selten zwar, aber doch zuweilen sind uns die Taten der Kommunisten nicht ganz unsympathisch." verboten; ohne Exemplar.
- "Die Junge Garde" (Berlin); Zeitschrift: Zentralorgan des KJVD, Sektion KJI 13. Nov. 1930 - 13. Jan. 1932. Verbotsgründe: Aufgrund der §§ 5, 4 des Republikschutzgesetzes wurde die Zeitschrift wegen einer in Nr. 11 erschienenen Karikatur des Präsidenten Zörgiebel: "Worüber sich das werktätige Berlin am meisten freute" und eines Artikels "SAJ bittet die Kapitalisten um Jugendschutz" in dem es heißt: "Was wir von dieser Geldsackrepublik zu erwarten haben, zeigt uns der gefüllte Metallschiedsspruch, der uns jungen Metallproleten 8 Tage Lohn raubt", verboten; ohne Exemplar.
- "Berliner Arbeiterzeitung" Zeitschrift: NSDAP 15. Nov. 1930 - 15. Dez. 1930. Verbotsgründe: Aufgrund der §§ 5 Ziffer 4, 13 des Republikschutzgesetzes wurde die Zeitschrift wegen eines am 15. Nov. 1930 veröffentlichten Artikels "Letzte Verschärfung", der sich mit dem Bombenattentat beschäftigt, verboten; ohne Exemplar.
- "Sächsischer Beobachter" (Berlin); Zeitschrift: NSDAP; Kopfblatt des Nationalen Sozialisten 15. Nov. 1930 - 15. Dez. 1930. Verbotsgründe: Aufgrund der §§ 5 Ziffer 4, 13 des Republikschutzgesetzes wurde die Zeitschrift wegen eines in Folge 200, 5. Jahrgang vom 15. November 1930 veröffentlichten Artikels "Letzte Verschärfung" verboten; ohne Exemplar.
- "Sozialistische Republik" (Köln); Zeitung: KPD Mittelrhein 15. Nov. 1930 - 24. Nov. 1930. Verbotsgründe: Aufgrund der §§ 13 und 5 Absatz 1 Ziffer 4 wurde die Zeitung wegen eines Artikels in Nr. 258 vom 10. November "Rote Fahne", der sich mit der begangenen Gewalttätigkeit an Polizeipräsident Zörgiebel beschäftigt, verboten.
Exemplar vom 10. November.
- "Der nationale Sozialist" (Berlin); Zeitschrift: NSDAP 15. Nov. 1930 - 15. Dez. 1930. Verbotsgründe: Aufgrund der §§ 5 Ziffer 4, 13 des Gesetzes zum Schutze der Republik wurde die Zeitschrift wegen eines in Folge 200, 5. Jahrgang vom 15. November 1930 veröffentlichten Artikels "Letzte Verschärfung" verboten.
Exemplar vom 15. November 1930.
- "Bergische Arbeiterstimme" (Solingen); Zeitung: KPD Dez. 1930. Verbotsgründe: Die Verwarnung erfolgte wegen eines Artikels: "Zörgiebel im Gerichtssaal geohrfeigt", der im Dezember 1930 erschien; ohne Exemplar.
- "Freiheit" (Düsseldorf); Zeitung: KPD Dez. 1930. Verbotsgründe: Die Verwarnung erfolgte wegen eines im Dezember 1930 erschienenen Artikels: "Zörgiebel im Gerichtssaal geohrfeigt"; ohne Exemplar.
- "Bergische Volksstimme" (Remscheidt); Zeitung: KPD Dez. 1930. Verbotsgründe: Die Verwarnung erfolgte wegen eines im Dezember 1930 erschienenen Artikels "Zörgiebel im Gerichtssaal geohrfeigt."; ohne Exemplar.
- "Frankfurter Volksblatt" Zeitung: NSDAP 29. Okt. 1930 - 25. Nov. 1930. Verbotsgründe: Aufgrund des § 13 des Republikschutzgesetzes vom 25. März 1930 wurde die Zeitung wegen eines in Folge 13 Jahrgang 1930 erschienenen Artikels: "Volk und Führer", in dem die republikanische Staatsform verächtlich gemacht wurde, verboten.
Artikel liegt bei.
- "Rheinwacht" (Wiesbaden); Zeitung: NSDAP; Kopfblatt des Frankfurter Volksblattes 29. Okt. 1930 - 25. Nov. 1930. Verbotsgründe: Aufgrund des § 13 des Republikschutzgesetzes wurde die Zeitung wegen eines am 15. Oktober 1930 veröffentlichten Artikels: "Volk und Führer" verboten.
Artikel und Exemplar vom 15. Oktober 1930.
- "Der Angriff" (Berlin); Zeitung: NSDAP 10. Nov. 1930 - 17. Nov. 1930. Verbotsgründe: Aufgrund der §§ 5 Ziffer 4, 13 des Republikschutzgesetzes wurde die Zeitung wegen eines in Nr. 94 vom 8. November 1930 veröffentlichten Artikels: "Ohrfeigen für Zörgiebel", in dem es u. a. heißt: "Als er eine Gerichtsverhandlung verließ, wo er gegen Kommunisten als Zeuge ausgesagt hatte, erhielt Zörgiebel, ... Von einem Kommunistischen Arbeiter zwei wuchtige Faustschläge ins Gesicht. - Selten zwar, aber doch zuweilen sind uns die Taten der Kommunisten nicht ganz unsympathisch." verboten; ohne Exemplar.
- "Die Junge Garde" (Berlin); Zeitschrift: Zentralorgan des KJVD, Sektion KJI 13. Nov. 1930 - 13. Jan. 1932. Verbotsgründe: Aufgrund der §§ 5, 4 des Republikschutzgesetzes wurde die Zeitschrift wegen einer in Nr. 11 erschienenen Karikatur des Präsidenten Zörgiebel: "Worüber sich das werktätige Berlin am meisten freute" und eines Artikels "SAJ bittet die Kapitalisten um Jugendschutz" in dem es heißt: "Was wir von dieser Geldsackrepublik zu erwarten haben, zeigt uns der gefüllte Metallschiedsspruch, der uns jungen Metallproleten 8 Tage Lohn raubt", verboten; ohne Exemplar.
- "Berliner Arbeiterzeitung" Zeitschrift: NSDAP 15. Nov. 1930 - 15. Dez. 1930. Verbotsgründe: Aufgrund der §§ 5 Ziffer 4, 13 des Republikschutzgesetzes wurde die Zeitschrift wegen eines am 15. Nov. 1930 veröffentlichten Artikels "Letzte Verschärfung", der sich mit dem Bombenattentat beschäftigt, verboten; ohne Exemplar.
- "Sächsischer Beobachter" (Berlin); Zeitschrift: NSDAP; Kopfblatt des Nationalen Sozialisten 15. Nov. 1930 - 15. Dez. 1930. Verbotsgründe: Aufgrund der §§ 5 Ziffer 4, 13 des Republikschutzgesetzes wurde die Zeitschrift wegen eines in Folge 200, 5. Jahrgang vom 15. November 1930 veröffentlichten Artikels "Letzte Verschärfung" verboten; ohne Exemplar.
- "Sozialistische Republik" (Köln); Zeitung: KPD Mittelrhein 15. Nov. 1930 - 24. Nov. 1930. Verbotsgründe: Aufgrund der §§ 13 und 5 Absatz 1 Ziffer 4 wurde die Zeitung wegen eines Artikels in Nr. 258 vom 10. November "Rote Fahne", der sich mit der begangenen Gewalttätigkeit an Polizeipräsident Zörgiebel beschäftigt, verboten.
Exemplar vom 10. November.
- "Der nationale Sozialist" (Berlin); Zeitschrift: NSDAP 15. Nov. 1930 - 15. Dez. 1930. Verbotsgründe: Aufgrund der §§ 5 Ziffer 4, 13 des Gesetzes zum Schutze der Republik wurde die Zeitschrift wegen eines in Folge 200, 5. Jahrgang vom 15. November 1930 veröffentlichten Artikels "Letzte Verschärfung" verboten.
Exemplar vom 15. November 1930.
- "Bergische Arbeiterstimme" (Solingen); Zeitung: KPD Dez. 1930. Verbotsgründe: Die Verwarnung erfolgte wegen eines Artikels: "Zörgiebel im Gerichtssaal geohrfeigt", der im Dezember 1930 erschien; ohne Exemplar.
- "Freiheit" (Düsseldorf); Zeitung: KPD Dez. 1930. Verbotsgründe: Die Verwarnung erfolgte wegen eines im Dezember 1930 erschienenen Artikels: "Zörgiebel im Gerichtssaal geohrfeigt"; ohne Exemplar.
- "Bergische Volksstimme" (Remscheidt); Zeitung: KPD Dez. 1930. Verbotsgründe: Die Verwarnung erfolgte wegen eines im Dezember 1930 erschienenen Artikels "Zörgiebel im Gerichtssaal geohrfeigt."; ohne Exemplar.
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
20.08.2025, 13:36 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
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- STAATSOBERHAUPT UND OBERSTE STAATSBEHÖRDEN, MINISTERIEN UND ANDERE ZENTRALBEHÖRDEN PREUSSENS AB 1808 (Tektonik)
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- Innere und Wohlfahrtsverwaltung (Tektonik)
- Ministerium des Innern (Bestand)
- 03 Abteilung II Polizeiabteilung (1787 - 1943) (Gliederung)
- 03.31 Sektion 31 Politische Polizei (1921 - 1936) (Gliederung)
- 03.31.03 Demokratische Mitwirkung und Mittel zur Sicherung der Republik (1924 - 1934) (Gliederung)
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