Leonhard Schramme, Büttner und Bürger zu Würzburg, bekennt, dass ihm der Hauskomtur der Deutschordenskommende in Würzburg jenseits des Mains Wolfgang von Seinsheim ein Drittel an drei Morgen Garten an der Schottenmauer [in Würzburg] jenseits des Mains zu Erbrecht verliehen hat. Daran stossen auf der einen Seite die Elstergasse ("Eygenlastergassen"), auf der anderen Seite Jakob Reumann mit den restlichen zwei Drittel des Gartens. Früher besaß diesen Garten Johannes Schreiber. Von dem Garten gibt man der Kommende jedes Jahr 1 Pfund Pfennige, die Hälfte am 1. Mai ("vff Walpurgis") und die andere Hälfte am 11. November ("vff Martini"), 2 Fastnachtshühner am 2. Februar ("vff Lichtmessz"), 3 Michaelshühner am 29. September ("vff sanndt Michels tag") sowie vom 1. Mai bis zum 29. September jeden Tag 12 Bund Kraut. Dies ist alles in dem am selben Tag ausgestellten Lehenbrief, den ihm der Hauskomtur übergeben hat, festgelegt. Leonhard Schramme verpflichtet sich, ein Drittel der festgelegten Abgaben zu den genannten Terminen in der Kommende zu entrichten. Bei Säumnis kann der Hauskomtur seinen Gartenanteil wieder zu den übrigen zwei Drittel schlagen. Auf Bitte des Leonhard Schramme siegelt der Ritter Michael Neustetter. Der geben ist vff sanndt Barthelmes tag des heyligen zwelffbotten 1505. Aussteller: Leonhard Schramme. Empfänger: Deutschordenskommende Würzburg

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Staatsarchiv Würzburg
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