Imkerverein Neuss e.V. (Bestand)
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D.07.I.03
Stadtarchiv Neuss (Archivtektonik) >> Nichtamtliches Archivgut >> Vereine und Verbände
1887 - 1947
Eingrenzung und Inhalt: Protokollbücher der Neusser Bienenzuchtvereine
Vorwort: Bestandsgeschichte
Anfang Oktober 2021 wurden dem Stadtarchiv zwei Chroniken des heutigen Imkerverein Neuss e.V. aus den Jahren 1887 bis 1947 übergeben. Abgebende waren Christian Josephs (Ehrenvorsitzender), Otto Pastohr (2. Vorsitzender) und Frank Rulf (1. Vorsitzender). Es wurde der Bestand D.07.I.03 Imkerverein Neuss e.V. gebildet.
Vereinsgeschichte
Der Verein wurde als "Bienenzuchtverein Neuss und Umgebung" am 9. Oktober 1887 von 24 Bienenzüchtern aus neun Ortschaften im Hotel Berghaus [Krefelder Str. 22] gegründet. Als 1. Vorsitzender wurde der Bahnvorsteher Claessen aus Norf gewählt. Die Position des Kassenführers übernahm ein Herr Breuer aus Neuss und Schriftführer wurde ein Herr Tieves, ebenfalls aus Neuss. In den Versammlungen, die regelmäßig "immer am 3ten Sonntage im Monat" stattfinden sollten, wurden fachspezifische Fragen besprochen und Vorträge gehalten.
Bis zum 5. September 1908 war der "Bienenzuchtverein Neuss und Umgebung" ein Zweigverein des Bienenzuchtvereins der Rheinprovinz. An diesem Tag erklärte der Vorsitzende des Neusser Bienenzuchtsvereins, Bahnmeiser Pütz, auf der 59. Hauptversammlung des Bienenzuchtvereins der Rheinprovinz in Ronsdorf den Austritt seines Vereins aus dem Hauptverein. Einige Mitglieder waren damit nicht einverstanden und strebten den Wiederanschluss an. Trotz mehrjähriger Verhandlungen kam man zu keiner Einigung. Bereits Ende 1918 verließen die Mitglieder aus Osterath den Neusser Verein und bildeten einen eigenen Zweigverein. Nachdem es auf der Hauptversammlung am 16. März 1919 wiederum zu keiner Einigung kam, erklärten 12 Mitglieder (aus Neuss und Heerdt) ihren Austritt.
Zusammen mit acht weiteren Imkern gründeten diese am 30. März 1919 im Marienbildchen [Gaststätte, Niederstraße 42-44] den Bienenzuchtverein Neuss "Bienenfreunde" "im Anschlusse an den Bienenzuchtverein der Rheinprovinz". Vorsitzender war der Lehrer Heinrich Harnischmacher. Die Gründungsmitglieder stammten aus Neuss, (Düsseldorf-)Heerdt und Büderich. Bis Ende des Jahres 1919 war die Mitgliederzahl von 20 bereits auf 36 gestiegen. Die Vereinsversammlungen sollten monatlich, jeweils am "2. Sonntag" stattfinden.
Die Chronik dokumentiert eine rege Vereinstätigkeit, neben Vorträgen wurde beispielsweise zwischen dem 9. Mai und 8. August 1920 ein Sonntags-Lehrkurs nach dem Plan der Landwirtschaftskammer zur "Hebung der Bienenzucht" veranstaltet.
Am 15. Mai 1920 fand eine Tagung der Bienenzuchtvereine des Kreises statt, auf der die Bildung eines Kreisvereins beschlossen wurde. Mitglieder des Vorstands wurden die einzelnen Vereinsvorsitzenden unter dem Vorsitz von Heinrich Harnischmacher.
Bereits Anfang 1920 gab es erste "Vereinigungsverhandlungen" zwischen beiden Neusser Bienenzuchtvereinen. Der "Bienenzuchtverein Neuss und Umgebung" wollte sich wieder dem rheinischen Hauptverein anschließen und dieser hielt zwei Vereine an einem Ort für "unerwünscht".
Am 7. März 1926 vereinigten sich die Bienenzuchtvereine "Neuss und Umgegend" und "Bienenfreunde" zum "Bienenzuchtverein Neuss".
Bereits seit August 1943 fanden keine Vereinsversammlungen mehr statt. Nach Kriegsende 1945 war der Verein weiter ohne Vorstand und löste sich auf. Am 10. Februar 1946 fand die Neugründung und Wahl eines Vorstandes in Neuss in der Gaststätte „Im Dom“ [Michaelstraße 75-77] statt.
Vorwort: Bestandsgeschichte
Anfang Oktober 2021 wurden dem Stadtarchiv zwei Chroniken des heutigen Imkerverein Neuss e.V. aus den Jahren 1887 bis 1947 übergeben. Abgebende waren Christian Josephs (Ehrenvorsitzender), Otto Pastohr (2. Vorsitzender) und Frank Rulf (1. Vorsitzender). Es wurde der Bestand D.07.I.03 Imkerverein Neuss e.V. gebildet.
Vereinsgeschichte
Der Verein wurde als "Bienenzuchtverein Neuss und Umgebung" am 9. Oktober 1887 von 24 Bienenzüchtern aus neun Ortschaften im Hotel Berghaus [Krefelder Str. 22] gegründet. Als 1. Vorsitzender wurde der Bahnvorsteher Claessen aus Norf gewählt. Die Position des Kassenführers übernahm ein Herr Breuer aus Neuss und Schriftführer wurde ein Herr Tieves, ebenfalls aus Neuss. In den Versammlungen, die regelmäßig "immer am 3ten Sonntage im Monat" stattfinden sollten, wurden fachspezifische Fragen besprochen und Vorträge gehalten.
Bis zum 5. September 1908 war der "Bienenzuchtverein Neuss und Umgebung" ein Zweigverein des Bienenzuchtvereins der Rheinprovinz. An diesem Tag erklärte der Vorsitzende des Neusser Bienenzuchtsvereins, Bahnmeiser Pütz, auf der 59. Hauptversammlung des Bienenzuchtvereins der Rheinprovinz in Ronsdorf den Austritt seines Vereins aus dem Hauptverein. Einige Mitglieder waren damit nicht einverstanden und strebten den Wiederanschluss an. Trotz mehrjähriger Verhandlungen kam man zu keiner Einigung. Bereits Ende 1918 verließen die Mitglieder aus Osterath den Neusser Verein und bildeten einen eigenen Zweigverein. Nachdem es auf der Hauptversammlung am 16. März 1919 wiederum zu keiner Einigung kam, erklärten 12 Mitglieder (aus Neuss und Heerdt) ihren Austritt.
Zusammen mit acht weiteren Imkern gründeten diese am 30. März 1919 im Marienbildchen [Gaststätte, Niederstraße 42-44] den Bienenzuchtverein Neuss "Bienenfreunde" "im Anschlusse an den Bienenzuchtverein der Rheinprovinz". Vorsitzender war der Lehrer Heinrich Harnischmacher. Die Gründungsmitglieder stammten aus Neuss, (Düsseldorf-)Heerdt und Büderich. Bis Ende des Jahres 1919 war die Mitgliederzahl von 20 bereits auf 36 gestiegen. Die Vereinsversammlungen sollten monatlich, jeweils am "2. Sonntag" stattfinden.
Die Chronik dokumentiert eine rege Vereinstätigkeit, neben Vorträgen wurde beispielsweise zwischen dem 9. Mai und 8. August 1920 ein Sonntags-Lehrkurs nach dem Plan der Landwirtschaftskammer zur "Hebung der Bienenzucht" veranstaltet.
Am 15. Mai 1920 fand eine Tagung der Bienenzuchtvereine des Kreises statt, auf der die Bildung eines Kreisvereins beschlossen wurde. Mitglieder des Vorstands wurden die einzelnen Vereinsvorsitzenden unter dem Vorsitz von Heinrich Harnischmacher.
Bereits Anfang 1920 gab es erste "Vereinigungsverhandlungen" zwischen beiden Neusser Bienenzuchtvereinen. Der "Bienenzuchtverein Neuss und Umgebung" wollte sich wieder dem rheinischen Hauptverein anschließen und dieser hielt zwei Vereine an einem Ort für "unerwünscht".
Am 7. März 1926 vereinigten sich die Bienenzuchtvereine "Neuss und Umgegend" und "Bienenfreunde" zum "Bienenzuchtverein Neuss".
Bereits seit August 1943 fanden keine Vereinsversammlungen mehr statt. Nach Kriegsende 1945 war der Verein weiter ohne Vorstand und löste sich auf. Am 10. Februar 1946 fand die Neugründung und Wahl eines Vorstandes in Neuss in der Gaststätte „Im Dom“ [Michaelstraße 75-77] statt.
Verzeichnet, 2 Archiveinheiten
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
05.11.2025, 1:59 PM CET