Akten des Landgrafen Philipp (z.T. gemeinsam mit dem Kurfürsten Joachim von Brandenburg): Schreiben des Christoph vom Haus und des Herzogs Erich d.Ä. Briefwechsel mit dessen Witwe Elisabeth, mit dem Kurfürsten Joachim von Brandenburg, der Stadt Hildesheim, dem Bischof Valentin von Hildesheim, dem Herzog Franz von Braunschweig und der Stadt Frankfurt. Protokolle von Zeugenaussagen. Ausschreiben an Jörg v. Löwenstein und Reinhard v. Wildungen. Antwort darauf. Schreiben des brandenburgischen Marschalls Adam Trott. Instruktion für Jost v. Münchhausen und für Hermann v.d. Malsburg. Schreiben von diesen (Ein Schreiben des Jost v. Münchhausen ist an Hans Koch gen. Schaffnicht mit der Bitte um Übermittlung an den Landgrafen gerichtet.) und von Klaus Berners Freundschaft. Artikel. Schreiben an Christoph v. Steinberg und Gebhard Schenk
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Akten des Landgrafen Philipp (z.T. gemeinsam mit dem Kurfürsten Joachim von Brandenburg): Schreiben des Christoph vom Haus und des Herzogs Erich d.Ä. Briefwechsel mit dessen Witwe Elisabeth, mit dem Kurfürsten Joachim von Brandenburg, der Stadt Hildesheim, dem Bischof Valentin von Hildesheim, dem Herzog Franz von Braunschweig und der Stadt Frankfurt. Protokolle von Zeugenaussagen. Ausschreiben an Jörg v. Löwenstein und Reinhard v. Wildungen. Antwort darauf. Schreiben des brandenburgischen Marschalls Adam Trott. Instruktion für Jost v. Münchhausen und für Hermann v.d. Malsburg. Schreiben von diesen (Ein Schreiben des Jost v. Münchhausen ist an Hans Koch gen. Schaffnicht mit der Bitte um Übermittlung an den Landgrafen gerichtet.) und von Klaus Berners Freundschaft. Artikel. Schreiben an Christoph v. Steinberg und Gebhard Schenk
3, 1605
3 Politisches Archiv Landgraf Philipps des Großmütigen
Politisches Archiv Landgraf Philipps des Großmütigen >> 3 Staatenabteilungen >> 3.16 Braunschweig-Calenberg
1539-1541
Enthält: 1539 November. 1540 Januar. Kaspar Steg, dessen Vater von Herzog Erich erledigte Lehngüter übertragen worden waren, von Christoph vom Haus überfallen und gefangen gesetzt, weil auch dieser von seinem Vater her Ansprüche auf diese ursprünglich hildesheimischen Güter geltend macht. Fürsprache des Landgrafen für Christoph vom Haus. Rechtfertigung des Herzogs Erich dagegen
Enthält: 1541 Mai. Der Landgraf auf dem Reichstage zu Regensburg (Siehe oben Nr. 1595.), Bitte der Herzoginwitwe um Nachricht, was der Kaiser auf die Eingabe der Vormünder wegen Bestätigung des Testaments Erichs d.Ä. geantwortet, und über die Verhandlungen in der Religion. Ersuchen, sie bei erfolglosem Ausgang der Verhandlungen unter die protestierenden Stände zu setzen. Lübeckische, lüneburgische, hildesheimische und hannövrische Kaufleute bei der Marienburg unter dem Geleit der Herzogin überfallen und ausgeraubt. Klage des Bischofs von Hildesheim beim Landgrafen, daß auch Hintersassen der Herzogin dabei beteiligt waren. Vgl. Nr. 586
Enthält: Juni. Das Haus Grohnde an der Weser von Klaus Berner überfallen und ausgeplündert und Wilke v. Münchhausen, Domherr zu Hildesheim, gefangen daraus fortgeführt. Angeblich Hintersassen der Herzogin daran beteiligt. Ihre Absicht, dagegen vorzugehen, und ihre Bitte um Rat vom Landgrafen an den Kanzler Feige nach Regensburg geschickt. Klage des Bischofs von Hildesheim über Unterstützung des mit ihm in Fehde stehenden Klaus Berner aus dem Lande Kalenberg. Rechtfertigung der Herzogin unter Hinweis auf die von ihr gegen Berner ergriffenen Maßregeln. Verhör der hessischen Beamten zu Grebenstein wegen einer durchgezogenen Reiterabteilung, die des Überfalles von Grohnde verdächtig ist
Enthält: Juli, August. Klaus Berner durch die angeordnete Nachjagd in Gifhorn gefangen und in die Haft des Herzogs Franz von Braunschweig gebracht. Vgl. Nr. 586. Vernehmung des Wirts zu Meimbressen über die nach dem Überfall von Grohnde durchgezogenen Reiter. Supplik der adeligen Verwandschaft Berners an Philipp, für ihn bei der Herzogin um Gnade zu bitten. Diese, in Kassel zu Besuch, besteht auf ihrem Rechte. Schreiben Philipps an den Kurfürsten von Brandenburg, die Schwester vor den Folgen ihrer Strenge zu warnen. Dagegen Supplik der Stadt Hildesheim, für die Bestrafung der Gefangenen zu sorgen. Auch der Bischof von Hildesheim der Bitte des Landgrafen um Gnade abgeneigt. Den beteiligten hessischen Adeligen ein Reinigungstermin vor der Kanzlei in Kassel angesetzt. Gebhard Schenk im Auftrage Philipps bei Herzog Franz. Dessen Schwanken zwischen den Parteien und Bitte an Philipp um Vermittlung und um Zuziehung der 'Freundschaft' der Gefangenen zu den Verhandlungen. Bevorstehender Besuch des Herzogs in Kassel und Münden. Abermaliger Rat des Landgrafen, die in ehrlicher Fehde Gefangenen nicht hinrichten zu lassen, wie es auch bei Sickingen und Cronberg nicht geschehen sei. Der brandenburgische Marschall Adam Trott, wegen der Gefangenen an die Herzogin geschickt, reist zuvor zum Landgrafen, bittet, als er ihn nicht findet, schriftlich um Rat und übersendet eine von Brandenburg und Hessen gemeinsam auszufertigende Schrift an Hildesheim. (Bitte der Kurfürstin durch ihn um Philipps Zahnarzt.) Nachrichten vom Reichstage: Die erste Messe des Bischofs von Lund mit großen Feierlichkeiten, Tod des Hans Bock. Die Herzogin auf die Werbung Trotts hin bereit, unter bestimmten Bedingungen gütliche Verhandlung einzugehen. Jost v. Münchhausen von Philipp an das Domkapitel, die verordneten Räte und die Stadt Hildesheim gesandt, um auch diese zu gütlicher Unterhandlung zu bestimmen. Einladung zu dem von Brandenburg und Hessen in dieser Sache angesetzten Verhörs- und Vermittlungstage in Gardelegen. Absage der Herzogin zu diesem Tage, auch auf die Bitte des Landgrafen, Burkhard v. Saldern, Barwert Berner, Klaus v. Rottorf und Lips v. Bortfeld den Gefangenen als Beistand hinziehen zu lassen. Hermann v.d. Malsburg vom Landgrafen abgeordnet. Die Freundschaft der Gefangenen in Hildesheim versammelt, ihre Entschuldigung an die Herzogin, daß sie nicht früher mit ihr verhandelt hat. Versuch des Herzogs Heinrich, sich in den Handel zu mischen und den Landgrafen aus der Stelle des Vermittlers zu verdrängen. Bitte des Hermann v.d. Malsburg um Instruktion auch an Hannover. Erklärung der zum Reinigungstermin geladenen Franz v. Dalwigk und Jörg v. Löwenstein, daß sie mit Berner gewesen, sich aber nicht bewußt seien, damit Unrecht getan zu haben. Entschädigungsforderung der Stadt Frankfurt wegen des Überfalles bei der Marienburg
Enthält: September. Der Bischof und die Stadt Hildesheim schließen sich dem Verzicht auf peinliches Verfahren an. Durch die Bemühungen eines brandenburgischen Gesandten, Hermanns v.d. Malsburg und Dr. Walters in Münden ein Vertrag zwischen der Herzogin und den Gefangenen nebst ihrer Freundschaft geschlossen. Bericht Malsburgs darüber: Die Herzogin mit 12000 Talern entschädigt, mit der Verpflichtung, ihrerseits die übrigen Geschädigten abzufinden
Enthält: Auswechslung der Gefangenen
Enthält: die Sache des Christoph vom Haus soll Brandenburg und Sachsen unterbreitet werden. Malsburgs Vorkehrungen, Hans Hesse abzufangen, Herzog Heinrichs Diener Hamerstett und der frühere Großvogt zu Wolfenbüttel vom Herzog gefangen gesetzt
Enthält: 1541 Mai. Der Landgraf auf dem Reichstage zu Regensburg (Siehe oben Nr. 1595.), Bitte der Herzoginwitwe um Nachricht, was der Kaiser auf die Eingabe der Vormünder wegen Bestätigung des Testaments Erichs d.Ä. geantwortet, und über die Verhandlungen in der Religion. Ersuchen, sie bei erfolglosem Ausgang der Verhandlungen unter die protestierenden Stände zu setzen. Lübeckische, lüneburgische, hildesheimische und hannövrische Kaufleute bei der Marienburg unter dem Geleit der Herzogin überfallen und ausgeraubt. Klage des Bischofs von Hildesheim beim Landgrafen, daß auch Hintersassen der Herzogin dabei beteiligt waren. Vgl. Nr. 586
Enthält: Juni. Das Haus Grohnde an der Weser von Klaus Berner überfallen und ausgeplündert und Wilke v. Münchhausen, Domherr zu Hildesheim, gefangen daraus fortgeführt. Angeblich Hintersassen der Herzogin daran beteiligt. Ihre Absicht, dagegen vorzugehen, und ihre Bitte um Rat vom Landgrafen an den Kanzler Feige nach Regensburg geschickt. Klage des Bischofs von Hildesheim über Unterstützung des mit ihm in Fehde stehenden Klaus Berner aus dem Lande Kalenberg. Rechtfertigung der Herzogin unter Hinweis auf die von ihr gegen Berner ergriffenen Maßregeln. Verhör der hessischen Beamten zu Grebenstein wegen einer durchgezogenen Reiterabteilung, die des Überfalles von Grohnde verdächtig ist
Enthält: Juli, August. Klaus Berner durch die angeordnete Nachjagd in Gifhorn gefangen und in die Haft des Herzogs Franz von Braunschweig gebracht. Vgl. Nr. 586. Vernehmung des Wirts zu Meimbressen über die nach dem Überfall von Grohnde durchgezogenen Reiter. Supplik der adeligen Verwandschaft Berners an Philipp, für ihn bei der Herzogin um Gnade zu bitten. Diese, in Kassel zu Besuch, besteht auf ihrem Rechte. Schreiben Philipps an den Kurfürsten von Brandenburg, die Schwester vor den Folgen ihrer Strenge zu warnen. Dagegen Supplik der Stadt Hildesheim, für die Bestrafung der Gefangenen zu sorgen. Auch der Bischof von Hildesheim der Bitte des Landgrafen um Gnade abgeneigt. Den beteiligten hessischen Adeligen ein Reinigungstermin vor der Kanzlei in Kassel angesetzt. Gebhard Schenk im Auftrage Philipps bei Herzog Franz. Dessen Schwanken zwischen den Parteien und Bitte an Philipp um Vermittlung und um Zuziehung der 'Freundschaft' der Gefangenen zu den Verhandlungen. Bevorstehender Besuch des Herzogs in Kassel und Münden. Abermaliger Rat des Landgrafen, die in ehrlicher Fehde Gefangenen nicht hinrichten zu lassen, wie es auch bei Sickingen und Cronberg nicht geschehen sei. Der brandenburgische Marschall Adam Trott, wegen der Gefangenen an die Herzogin geschickt, reist zuvor zum Landgrafen, bittet, als er ihn nicht findet, schriftlich um Rat und übersendet eine von Brandenburg und Hessen gemeinsam auszufertigende Schrift an Hildesheim. (Bitte der Kurfürstin durch ihn um Philipps Zahnarzt.) Nachrichten vom Reichstage: Die erste Messe des Bischofs von Lund mit großen Feierlichkeiten, Tod des Hans Bock. Die Herzogin auf die Werbung Trotts hin bereit, unter bestimmten Bedingungen gütliche Verhandlung einzugehen. Jost v. Münchhausen von Philipp an das Domkapitel, die verordneten Räte und die Stadt Hildesheim gesandt, um auch diese zu gütlicher Unterhandlung zu bestimmen. Einladung zu dem von Brandenburg und Hessen in dieser Sache angesetzten Verhörs- und Vermittlungstage in Gardelegen. Absage der Herzogin zu diesem Tage, auch auf die Bitte des Landgrafen, Burkhard v. Saldern, Barwert Berner, Klaus v. Rottorf und Lips v. Bortfeld den Gefangenen als Beistand hinziehen zu lassen. Hermann v.d. Malsburg vom Landgrafen abgeordnet. Die Freundschaft der Gefangenen in Hildesheim versammelt, ihre Entschuldigung an die Herzogin, daß sie nicht früher mit ihr verhandelt hat. Versuch des Herzogs Heinrich, sich in den Handel zu mischen und den Landgrafen aus der Stelle des Vermittlers zu verdrängen. Bitte des Hermann v.d. Malsburg um Instruktion auch an Hannover. Erklärung der zum Reinigungstermin geladenen Franz v. Dalwigk und Jörg v. Löwenstein, daß sie mit Berner gewesen, sich aber nicht bewußt seien, damit Unrecht getan zu haben. Entschädigungsforderung der Stadt Frankfurt wegen des Überfalles bei der Marienburg
Enthält: September. Der Bischof und die Stadt Hildesheim schließen sich dem Verzicht auf peinliches Verfahren an. Durch die Bemühungen eines brandenburgischen Gesandten, Hermanns v.d. Malsburg und Dr. Walters in Münden ein Vertrag zwischen der Herzogin und den Gefangenen nebst ihrer Freundschaft geschlossen. Bericht Malsburgs darüber: Die Herzogin mit 12000 Talern entschädigt, mit der Verpflichtung, ihrerseits die übrigen Geschädigten abzufinden
Enthält: Auswechslung der Gefangenen
Enthält: die Sache des Christoph vom Haus soll Brandenburg und Sachsen unterbreitet werden. Malsburgs Vorkehrungen, Hans Hesse abzufangen, Herzog Heinrichs Diener Hamerstett und der frühere Großvogt zu Wolfenbüttel vom Herzog gefangen gesetzt
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
10.06.2025, 09:13 MESZ
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