E Rep. 200-45 Nachlass Hans Habe (Bestand)
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E Rep. 200-45
Landesarchiv Berlin (Archivtektonik) >> E Nachlässe und personengeschichtliche Sammlungen >> E 1 Nachlässe und Personenfonds
Vorwort: Achtung: Briefe von Hans Habe (starb 1977) sind noch bis Ende 2047, Briefe von Licci Habe (starb 1995) bis Ende 2075 urheberrechtlich geschützt. Auch bei Briefen an Hans Habe vor Veröffentlichung Urheberrecht prüfen!
1. Biographie
Hans Habe wurde am 12. Februar 1911 als János Békessy in Budapest geboren. Er entstammt einer Journalistenfamilie und ist in Wien aufgewachsen. Die Familie Békessy war jüdischer Abstammung. Habes Eltern traten jedoch zum Kalvinismus über.
Nach der Absolvierung seines Germanistikstudiums wurde Habe 1929 Journalist. 1930 nahm er das Pseudonym Hans Habe an, das 1955 legalisiert wurde. Er war Chefredakteur bei der Wiener Tageszeitung "Der Morgen". Zwischen 1929 und 1938 arbeitete er als Redakteur und Korrespondent in Wien, Prag und Genf. Hier war er von 1935 bis 1938 auch als Völkerbundskorrespondent tätig.
Der Publizist und Schriftsteller emigrierte 1940 in die USA. Einige seiner Bücher, die er in den 1930er Jahren veröffentlicht hatte, wurden verboten und später in Wien öffentlich verbrannt.
Habe kämpfte im Zweiten Weltkrieg auf Seiten der Alliierten. 1944 erhielt Habe den Auftrag, offizielle Armeezeitungen der Alliierten aufzubauen und zu kontrollieren. 1945 wurde er Chefredakteur der Neuen Zeitung in München und wirkte von 1946 bis 1952 als Chefredakteur verschiedener Zeitschriften, u. a. gab er die "Münchner Illustrierte" und das "Echo der Woche" heraus.
Im Jahr 1954 zog er sich vom Journalismus zurück und lebte als freier Schriftsteller in Österreich und der Schweiz, zuletzt am Lago Maggiore. 1954 erschien seine Autobiografie "Ich stelle mich". Mehrere seiner über 25 Romane wurden internationale Bestseller. Pseudonyme Hans Habes waren: Hans Habe, Hans Békessy, Jean Békessy, Hanz Habe, Jans Habe, H. Habe, G. Gabe, Antonio Corte, Donald Deen, Paul Fernwald, Frederick Gert, John Richler, Frank Richard, Hans Wolfgang.
Hans Habe war sechsmal verheiratet, zuletzt mit Licci Habe, einer bekannten Ballerina in Budapest und Wien. Hans Habe starb am 29. September 1977 in Locarno.
2. Bestandsbeschreibung
Der Nachlass wurde 1985 vom Landesarchiv Berlin käuflich erworben. Ein anderer Teil des Habe-Nachlasses befindet sich in den USA, in der Hans-Habe-Collection der Universität Boston.
Enthält:
Persönliche und biografische Unterlagen.- Werkmanuskripte.- Rezensionen.- Manuskripte.- Korrespondenz.- Prozessmaterialien.- Zeitungsartikel.- Fotos.- Bibliothek.
Erschlossen: 2078 [AE] 20.00 [lfm]
Nicht erschlossen: 15.00 [lfm]
Laufzeit:
1924 - 1980
Benutzung:
DB
Benutzungsbeschränkung
Verweise:
-> Boston University Library, Department of Special Collections, Hans-Habe-Collection
Literatur:
-> Spalek, John M.; Strelka, Joseph: Deutsche Exilliteratur seit 1933. T. I: Kalifornien. Bd. 2, Bern, München 1976, S. 52-60 [Bibliografie] u. 182-184 [Archivalien-Bestandsnachweis].
-> Ders.: Ash, Adrienne; Hawrylchak, Sandra H.: Guide to the archival materials of the German-speaking emigration to the United States after 1933. Verzeichnis der Quellen und Materialien der deutschsprachigen Emigration in den USA seit 1933, Charlottesville 1978, S. 380-384.
1. Biographie
Hans Habe wurde am 12. Februar 1911 als János Békessy in Budapest geboren. Er entstammt einer Journalistenfamilie und ist in Wien aufgewachsen. Die Familie Békessy war jüdischer Abstammung. Habes Eltern traten jedoch zum Kalvinismus über.
Nach der Absolvierung seines Germanistikstudiums wurde Habe 1929 Journalist. 1930 nahm er das Pseudonym Hans Habe an, das 1955 legalisiert wurde. Er war Chefredakteur bei der Wiener Tageszeitung "Der Morgen". Zwischen 1929 und 1938 arbeitete er als Redakteur und Korrespondent in Wien, Prag und Genf. Hier war er von 1935 bis 1938 auch als Völkerbundskorrespondent tätig.
Der Publizist und Schriftsteller emigrierte 1940 in die USA. Einige seiner Bücher, die er in den 1930er Jahren veröffentlicht hatte, wurden verboten und später in Wien öffentlich verbrannt.
Habe kämpfte im Zweiten Weltkrieg auf Seiten der Alliierten. 1944 erhielt Habe den Auftrag, offizielle Armeezeitungen der Alliierten aufzubauen und zu kontrollieren. 1945 wurde er Chefredakteur der Neuen Zeitung in München und wirkte von 1946 bis 1952 als Chefredakteur verschiedener Zeitschriften, u. a. gab er die "Münchner Illustrierte" und das "Echo der Woche" heraus.
Im Jahr 1954 zog er sich vom Journalismus zurück und lebte als freier Schriftsteller in Österreich und der Schweiz, zuletzt am Lago Maggiore. 1954 erschien seine Autobiografie "Ich stelle mich". Mehrere seiner über 25 Romane wurden internationale Bestseller. Pseudonyme Hans Habes waren: Hans Habe, Hans Békessy, Jean Békessy, Hanz Habe, Jans Habe, H. Habe, G. Gabe, Antonio Corte, Donald Deen, Paul Fernwald, Frederick Gert, John Richler, Frank Richard, Hans Wolfgang.
Hans Habe war sechsmal verheiratet, zuletzt mit Licci Habe, einer bekannten Ballerina in Budapest und Wien. Hans Habe starb am 29. September 1977 in Locarno.
2. Bestandsbeschreibung
Der Nachlass wurde 1985 vom Landesarchiv Berlin käuflich erworben. Ein anderer Teil des Habe-Nachlasses befindet sich in den USA, in der Hans-Habe-Collection der Universität Boston.
Enthält:
Persönliche und biografische Unterlagen.- Werkmanuskripte.- Rezensionen.- Manuskripte.- Korrespondenz.- Prozessmaterialien.- Zeitungsartikel.- Fotos.- Bibliothek.
Erschlossen: 2078 [AE] 20.00 [lfm]
Nicht erschlossen: 15.00 [lfm]
Laufzeit:
1924 - 1980
Benutzung:
DB
Benutzungsbeschränkung
Verweise:
-> Boston University Library, Department of Special Collections, Hans-Habe-Collection
Literatur:
-> Spalek, John M.; Strelka, Joseph: Deutsche Exilliteratur seit 1933. T. I: Kalifornien. Bd. 2, Bern, München 1976, S. 52-60 [Bibliografie] u. 182-184 [Archivalien-Bestandsnachweis].
-> Ders.: Ash, Adrienne; Hawrylchak, Sandra H.: Guide to the archival materials of the German-speaking emigration to the United States after 1933. Verzeichnis der Quellen und Materialien der deutschsprachigen Emigration in den USA seit 1933, Charlottesville 1978, S. 380-384.
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Für nähere Informationen zu Nutzungs- und Verwertungsrechten kontaktieren Sie bitte info@landesarchiv.berlin.de.
22.08.2025, 11:21 MESZ