Thüring von Ram(e)stein, Herr von Gyl(g)ienberg und Cu{o}ne zur Sunnen, Bürger von Basel, bekunden, daß auf ihre Bitte hin Graf Ulrich von Pfirt (Phirt) für je 500 mrk lötiges Silber nach Kölner Gewicht die Brüder Burchart Werner von Ramestein und U{o}lrich ausgelöst hat. Diese hatte Graf Rolin von Neuenburg (Nuwenberg) in dem Krieg ("vrluge), den derselbe Graf Rolin mit dem Bischof von Basel hat, im Lausanner ("Losener") Bistum gefangen. Darum geloben die Aussteller jeden Schaden und alle Kosten, welche aus dieser Bürgschaft erwachsen - worüber eine von Herrn Huge von Borgunne und mit dem Offizialatssiegel von Besançon (Bisentze) besiegelte Urkunde ausgestellt worden war - zu ersetzen. Würde dieses Versprechen nicht innerhalb von drei Tagen nach der Einmahnung eingelöst, sollte Graf Ulrich von Pfirt, sich an ihrem liegenden und fahrenden Besitz schadlos halten dürfen, ohne daß ihn ein Gericht, Gesetz, König oder Kaiser hindern kann. Siegler: Thüring von Ramstein, Cu{o}ne zer Sunnen
Vollständigen Titel anzeigen
Thüring von Ram(e)stein, Herr von Gyl(g)ienberg und Cu{o}ne zur Sunnen, Bürger von Basel, bekunden, daß auf ihre Bitte hin Graf Ulrich von Pfirt (Phirt) für je 500 mrk lötiges Silber nach Kölner Gewicht die Brüder Burchart Werner von Ramestein und U{o}lrich ausgelöst hat. Diese hatte Graf Rolin von Neuenburg (Nuwenberg) in dem Krieg ("vrluge), den derselbe Graf Rolin mit dem Bischof von Basel hat, im Lausanner ("Losener") Bistum gefangen. Darum geloben die Aussteller jeden Schaden und alle Kosten, welche aus dieser Bürgschaft erwachsen - worüber eine von Herrn Huge von Borgunne und mit dem Offizialatssiegel von Besançon (Bisentze) besiegelte Urkunde ausgestellt worden war - zu ersetzen. Würde dieses Versprechen nicht innerhalb von drei Tagen nach der Einmahnung eingelöst, sollte Graf Ulrich von Pfirt, sich an ihrem liegenden und fahrenden Besitz schadlos halten dürfen, ohne daß ihn ein Gericht, Gesetz, König oder Kaiser hindern kann. Siegler: Thüring von Ramstein, Cu{o}ne zer Sunnen
Tirol Urkunden, BayHStA, Tirol Urkunden 30
188; Innsbrucker Signatur: lädl 103;
Tirol Urkunden
Tirol Urkunden >> Urkunden
1315 September 14
Perg.
Urkunden
ger
Besiegelung/Beglaubigung: S. beschädigt, S. 2 stark beschädigt
Überlieferung: Orig.
Sprache: dt.
Originaldatierung: Mittwoch vor St. Michael
Medium: A = Analoges Archivalie
Jahr: 1315
Monat: September
Tag: 14
Äußere Beschreibung: 30 cm x 16 cm
Überlieferung: Orig.
Sprache: dt.
Originaldatierung: Mittwoch vor St. Michael
Medium: A = Analoges Archivalie
Jahr: 1315
Monat: September
Tag: 14
Äußere Beschreibung: 30 cm x 16 cm
Innsbrucker Schatzarchiv-Rep. lib. III pag. 1214: "Schadloßbrief auf graf Ulrichen von Pfirdt: von herrn Türing vom Rambstein, herrn zu Gilgenperg, und Cun zur Sünen zu Basel seiner pürgschafft halben für etlich von Ramstain gegen graf Rolin von Neupurg umb tausendt mrk silbers."
Borgunne: Hugo von
Zur Sunnen: Kuno, Bürger zu Basel
Neuenburg: Rolin Graf von
Pfirt: Ulrich Graf von
Ramstein: Burchart Werner von
Ramstein: Thuring von
Ramstein: Ulrich von
Besançon (Dép. Doubs, F), Erzbistum: Offizialat
Lausanne (Kt. Waadt, CH), Bistum
Köln (krfr.St., NRW): Gewicht
Bürgschaftsleistung
Pfandverschreibung
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
03.04.2025, 13:41 MESZ
CC0 1.0 Universell