1. Flottille (Bestand)
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BArch DVM 12
call number: DVM 12
Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Deutsche Demokratische Republik mit sowjetischer Besatzungszone (1945-1990) >> Verteidigung >> Ministerium für Nationale Verteidigung und Nationale Volksarmee >> Nationale Volksarmee >> Volksmarine
1956-1990
Geschichte des Bestandsbildners: 1. Flottille Aufstellung: 01.12.1956 88/56 Chef des Stabes Durchführung von Sicherungs- und Landugsaufgaben
Funktionsvorgänger: Flottenbasis "Ost"
Am 15. Sept. 1950 entstand der Vorläufer der 1. Flottille in Parow unter der Hauptverwaltung Seepolizei als Räumflottille und wurde am 10. April 1951 zur Räum- und Küstenschutz-Division umbenannt. Mit Wirkung vom 10. Febr. 1951 wurde diese Einheit unter dem Kommando der Volkspolizei-See (VP-See) zur Flottenbasis "Ost" umstrukturiert. Ferner wurde jene über Wismar (1950), Zinnowitz (1950) und Wolgast (1951) zum Standort Peenemünde verlegt. Mit Aufstellung der 1. Flottille am 15. Nov. 1956 wurden die Küsten-Abschnittsflottillen I und II aufgelöst. Die Flottille zählte zu den Sicherungskräften mit einem fest zugewiesenem Sicherungssektor und war auch in die gemeinsame Aufgabenerfüllung mit den Vereinten Ostseeflotten integriert. Sie war ein in sich geschlossener Verband, dem alle erforderlichen Kampfeinheiten, alle zugehörigen Hilfsschiffe, Flakbatterien, Instandsetzungsmittel und -kräfte und alle sonstigen logistischen Kräfte und Einrichtungen des Stützpunktes unterstanden. Die I. Flottille nahm Aufgaben der täglichen Aufklärung, Vorpostendienst im Diensthabenden System (DHS), Beobachtung und Luftabwehr, U-Boot- und Torpedoschnellbootabwehr, Landungsabwehr und Deckung der Seeflanke der Landeinheiten bis zum Geleitdienst wahr. Die Flottille verfügte über alle erforderlichen Schiffe, der Sicherungsbrigaden, Räumschiff- und U-Bootabwehrabteilungen. Im Bestand waren Minenräumschiffe, kleine Küstenschutzschiffe, Landungsschiffe, Bergungs- und Hilfsschiffe.
Chefs der Flottille:
1955-1957 Irmscher, Heinz
1957-1959 Bauer, Herbert
1960-1964 Elmenhorst, Werner
1964-1970 Heinicke, Lothar
1970-1974 Hofmann, Hans
1974-1984 Kotte, Werner
1984-1989 Born, Hendrick
Politabteilung 1. Flottille DVP 68:
Die Leiter der Politorgane waren als Parteifunktionäre der SED dem jeweilig nächsthöheren Politorgan unterstellt. In der Volksmarine war die Politische Verwaltung allen anderen Politorganen vorgesetzt. Als Stellvertreter der Kommandeure waren die Leiter der Politorgane für die gesamte politische Erziehung und Beeinflussung der Unterstellten verantwortlich. Zur politischen Arbeit gehörten die politische Massenarbeit, die Schulung und Weiterbildung sowie die Traditionspflege und kulturelle Massenarbeit. Die Politorgane hatten auch die Gewerkschaft der Zivilbeschäftigten und die Sportorganisation "Vorwärts" anzuleiten. Die Richtlinien für die politische Arbeit wurden in vom Politbüro des ZK der SED herausgegebenen "Instruktionen für die Arbeit der Parteiorganisationen und Politorgane der NVA" festgeschrieben. Im folgenden werden die Politorgane der Flottillen zusammengefasst beschrieben:
DVP 68 Politabteilung der 1. Flottille
DVP 69 Politabteilung der 1. Landungsschiffsbrigade
DVP 70 Politabteilung der 4. Flottille DVP 71-1 Politabteilung der 4. Sicherungsbrigade
DVP 71-2 Politabteilung der Küstenschutzschiffsabteilung
DVP 72 Politabteilung der 6. Flottille
DVP 73 Politabteilung der 1. RTS Brigade.
Inhaltliche Charakterisierung: Der Bestand enthält: die Chroniken der Jahre 1956 bis 1989, Befehle des Kommandeurs beginnend mit dem Jahr 1962, zahlreiche Dokumente über operative Fragen und der Gefechts- und Mobilmachungsbereitschaft, Auswertungen und Aufgabenstellungen zu den Ausbildungsjahren, Ausbildungs- und Übungsunterlagen, Minenräumungsbücher und operative Tagebücher.
Politabteilung 1. Flottille DVP 68:
Nur die Politabteilungen der 1. Flottille (65 AE), der 4. Flottille (57AE), der 6. Flottille (73AE) sind archivisch über einen längeren Zeitraum belegt. Überliefert sind insbesondere Delegiertenkonferenzen der SED und auch der FDJ, Informationsberichte und die Tätigkeit der Parteikontrollkommissionen. Von den übrigen Beständen sind nur einzelne Akten vorhanden.
Erschließungszustand: Kartei
Vorarchivische Ordnung: Die Aktenbildung erfolgte bereits beim Registraturbildner auf der Grundlage des Einheitsaktenplanes K 01/3/001, der für alle Dienststellen der NVA verbindlich war. Die Akten wurden über das Verwaltungsarchiv der Volksmarine (VM) an das Militärarchiv in Potsdam übergeben. Von dort gelangten sie in das Bundesarchiv-Militärarchiv Freiburg. Der Bestand ist erst teilweise erschlossen. Die Akten tragen noch die Potsdam-Signaturen VA-04/... bzw. die Signaturen des Verwaltungsarchivs VA-04-... (AZN).
Politabteilung 1. Flottille DVP 68:
Die Akten der Politorgane wurden im Verwaltungsarchiv der Volksmarine in Rostock erfasst und registriert und von dort an das Militärarchiv Potsdam übergeben. Die Unterlagen sind nur zum Teil erschlossen noch nicht in die Datenbank eingegeben und müssen noch unter der Potsdam-Signatur VA-P-04/ bzw. unter der Signatur des Verwaltungsarchivs bestellt und zitiert werden.
Zitierweise: BArch DVM 12/...
Funktionsvorgänger: Flottenbasis "Ost"
Am 15. Sept. 1950 entstand der Vorläufer der 1. Flottille in Parow unter der Hauptverwaltung Seepolizei als Räumflottille und wurde am 10. April 1951 zur Räum- und Küstenschutz-Division umbenannt. Mit Wirkung vom 10. Febr. 1951 wurde diese Einheit unter dem Kommando der Volkspolizei-See (VP-See) zur Flottenbasis "Ost" umstrukturiert. Ferner wurde jene über Wismar (1950), Zinnowitz (1950) und Wolgast (1951) zum Standort Peenemünde verlegt. Mit Aufstellung der 1. Flottille am 15. Nov. 1956 wurden die Küsten-Abschnittsflottillen I und II aufgelöst. Die Flottille zählte zu den Sicherungskräften mit einem fest zugewiesenem Sicherungssektor und war auch in die gemeinsame Aufgabenerfüllung mit den Vereinten Ostseeflotten integriert. Sie war ein in sich geschlossener Verband, dem alle erforderlichen Kampfeinheiten, alle zugehörigen Hilfsschiffe, Flakbatterien, Instandsetzungsmittel und -kräfte und alle sonstigen logistischen Kräfte und Einrichtungen des Stützpunktes unterstanden. Die I. Flottille nahm Aufgaben der täglichen Aufklärung, Vorpostendienst im Diensthabenden System (DHS), Beobachtung und Luftabwehr, U-Boot- und Torpedoschnellbootabwehr, Landungsabwehr und Deckung der Seeflanke der Landeinheiten bis zum Geleitdienst wahr. Die Flottille verfügte über alle erforderlichen Schiffe, der Sicherungsbrigaden, Räumschiff- und U-Bootabwehrabteilungen. Im Bestand waren Minenräumschiffe, kleine Küstenschutzschiffe, Landungsschiffe, Bergungs- und Hilfsschiffe.
Chefs der Flottille:
1955-1957 Irmscher, Heinz
1957-1959 Bauer, Herbert
1960-1964 Elmenhorst, Werner
1964-1970 Heinicke, Lothar
1970-1974 Hofmann, Hans
1974-1984 Kotte, Werner
1984-1989 Born, Hendrick
Politabteilung 1. Flottille DVP 68:
Die Leiter der Politorgane waren als Parteifunktionäre der SED dem jeweilig nächsthöheren Politorgan unterstellt. In der Volksmarine war die Politische Verwaltung allen anderen Politorganen vorgesetzt. Als Stellvertreter der Kommandeure waren die Leiter der Politorgane für die gesamte politische Erziehung und Beeinflussung der Unterstellten verantwortlich. Zur politischen Arbeit gehörten die politische Massenarbeit, die Schulung und Weiterbildung sowie die Traditionspflege und kulturelle Massenarbeit. Die Politorgane hatten auch die Gewerkschaft der Zivilbeschäftigten und die Sportorganisation "Vorwärts" anzuleiten. Die Richtlinien für die politische Arbeit wurden in vom Politbüro des ZK der SED herausgegebenen "Instruktionen für die Arbeit der Parteiorganisationen und Politorgane der NVA" festgeschrieben. Im folgenden werden die Politorgane der Flottillen zusammengefasst beschrieben:
DVP 68 Politabteilung der 1. Flottille
DVP 69 Politabteilung der 1. Landungsschiffsbrigade
DVP 70 Politabteilung der 4. Flottille DVP 71-1 Politabteilung der 4. Sicherungsbrigade
DVP 71-2 Politabteilung der Küstenschutzschiffsabteilung
DVP 72 Politabteilung der 6. Flottille
DVP 73 Politabteilung der 1. RTS Brigade.
Inhaltliche Charakterisierung: Der Bestand enthält: die Chroniken der Jahre 1956 bis 1989, Befehle des Kommandeurs beginnend mit dem Jahr 1962, zahlreiche Dokumente über operative Fragen und der Gefechts- und Mobilmachungsbereitschaft, Auswertungen und Aufgabenstellungen zu den Ausbildungsjahren, Ausbildungs- und Übungsunterlagen, Minenräumungsbücher und operative Tagebücher.
Politabteilung 1. Flottille DVP 68:
Nur die Politabteilungen der 1. Flottille (65 AE), der 4. Flottille (57AE), der 6. Flottille (73AE) sind archivisch über einen längeren Zeitraum belegt. Überliefert sind insbesondere Delegiertenkonferenzen der SED und auch der FDJ, Informationsberichte und die Tätigkeit der Parteikontrollkommissionen. Von den übrigen Beständen sind nur einzelne Akten vorhanden.
Erschließungszustand: Kartei
Vorarchivische Ordnung: Die Aktenbildung erfolgte bereits beim Registraturbildner auf der Grundlage des Einheitsaktenplanes K 01/3/001, der für alle Dienststellen der NVA verbindlich war. Die Akten wurden über das Verwaltungsarchiv der Volksmarine (VM) an das Militärarchiv in Potsdam übergeben. Von dort gelangten sie in das Bundesarchiv-Militärarchiv Freiburg. Der Bestand ist erst teilweise erschlossen. Die Akten tragen noch die Potsdam-Signaturen VA-04/... bzw. die Signaturen des Verwaltungsarchivs VA-04-... (AZN).
Politabteilung 1. Flottille DVP 68:
Die Akten der Politorgane wurden im Verwaltungsarchiv der Volksmarine in Rostock erfasst und registriert und von dort an das Militärarchiv Potsdam übergeben. Die Unterlagen sind nur zum Teil erschlossen noch nicht in die Datenbank eingegeben und müssen noch unter der Potsdam-Signatur VA-P-04/ bzw. unter der Signatur des Verwaltungsarchivs bestellt und zitiert werden.
Zitierweise: BArch DVM 12/...
1. Flottille (1. Fl), 1956-1990
839 Aufbewahrungseinheiten; 22,7 laufende Meter
Archivbestand
deutsch
Literatur: - Friedrich Elchlepp, Walter Jablonsky, Fritz Minow, Manfred Röseberg: Volksmarine der DDR: Seestreitkräfte im Kalten Krieg, Hamburg; Berlin; Bonn 1999.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
24.04.2026, 10:58 MESZ