Erhard [Fridang], Abt, sowie Prior und Konvent von Weingarten bekunden, daß ihnen ein Viertel am Zehnten von Hasenweiler zusteht. Ein weiteres Viertel hat der dortige Kirchherr Johann Suter von seinem eigenen Geld mit Zustimmung von Franz Faber, Bürger zu Ravensburg, von Hans Schuh, Bürger zu Buchhorn, gekauft und der Kirche bzw. den Heiligenpflegern von Hasenweiler für sein Seelenheil gestiftet. Die Aussteller haben sich mit dem genannten Pfarrer sowie den Heiligenpflegern über die gemeinschaftliche Einziehung des Zehnten geeinigt. Das Kloster bezahlt dem Pfarrer zu Lebzeiten ein Leibgeding. Nach seinem Tod geben die Heiligenpfleger dem jeweiligen Pfarrer für den Jahrtag, der in der Fronfasten nach Kreuzerhöhung gehalten werden soll, je 2 Scheffel Vesen und Hafer, 4 Hühner und 1 ß d, ferner 12 ß d an den Kaplan zu Bäche (=Bächen), alles in Ravensburger Maß und Währung. Wenn der Pfarrer die Jahrzeit versäumt, fällt die Nutzung an den Kaplan in Bäche.
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Erhard [Fridang], Abt, sowie Prior und Konvent von Weingarten bekunden, daß ihnen ein Viertel am Zehnten von Hasenweiler zusteht. Ein weiteres Viertel hat der dortige Kirchherr Johann Suter von seinem eigenen Geld mit Zustimmung von Franz Faber, Bürger zu Ravensburg, von Hans Schuh, Bürger zu Buchhorn, gekauft und der Kirche bzw. den Heiligenpflegern von Hasenweiler für sein Seelenheil gestiftet. Die Aussteller haben sich mit dem genannten Pfarrer sowie den Heiligenpflegern über die gemeinschaftliche Einziehung des Zehnten geeinigt. Das Kloster bezahlt dem Pfarrer zu Lebzeiten ein Leibgeding. Nach seinem Tod geben die Heiligenpfleger dem jeweiligen Pfarrer für den Jahrtag, der in der Fronfasten nach Kreuzerhöhung gehalten werden soll, je 2 Scheffel Vesen und Hafer, 4 Hühner und 1 ß d, ferner 12 ß d an den Kaplan zu Bäche (=Bächen), alles in Ravensburger Maß und Währung. Wenn der Pfarrer die Jahrzeit versäumt, fällt die Nutzung an den Kaplan in Bäche.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 515 U 1019
B 515 U 1019
Hasenweiler Amt fasc. 013 n. 03
04194
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 515 I Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden
Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden >> Urkunden
1445 Oktober 29 (frytag nähst vor aller hailigen tag)
30,7 x 41,2 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Schaden: Pergament fleckig, kleine Löcher
Aussteller: Erhard [Fridang], Abt, sowie Prior und Konvent von Weingarten
Empfänger: Heiligenpfleger von Hasenweiler
Siegler: Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 2 S., abg.
Aussteller: Erhard [Fridang], Abt, sowie Prior und Konvent von Weingarten
Empfänger: Heiligenpfleger von Hasenweiler
Siegler: Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 2 S., abg.
Faber, Franz
Schuh, Hans
Suter, Hans; Pfarrer
Bäche = Bächen : Beuren, Salem FN
Bächen : Beuren, Salem FN; Kaplan
Buchhorn = Friedrichshafen FN; Einwohner
Hasenweiler : Horgenzell RV; Heiligenpfleger
Hasenweiler : Horgenzell RV; Pfarrer
Hasenweiler : Horgenzell RV; Pfarrkirche
Hasenweiler : Horgenzell RV; Zehnt
Ravensburg RV; Einwohner
Ravensburg RV; Maß
Ravensburg RV; Währung
Weingarten RV; Kloster, Abt und Konvent
Weingarten RV; Kloster, Prior und Konvent
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:27 MEZ
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